*** Johann Alois Benz ***

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Gall Joseph ("Färber an der Klaus")

Benz

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Anna Barbara

Benz-Hang / Itang

... Eltern von ...

Johann Alois

Benz

* So, 1836-06-19
† Di, 1907-12-03

... verheiratet mit ...

...

 

 

 

 

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*** Report ***


Personalien

Name

Johann Alois Benz

Bürger von

Marbach, SG

Geboren am

1836-06-19 in Altstätten, SG

Taufe am

1836-06-20 in Altstätten, SG
Taufpate: Jo: Alois Benz
Taufpatin: Maria Baumgartner

Gestorben am

1907-12-03

Titel

Oberst

Beruf(e)

Militär (1861)

Wohnort(e)

Altstätten, SG (1836)


Eltern

Vater

Gall Joseph ("Färber an der Klaus") Benz (1808-11-19)

Mutter

Anna Barbara Benz-Hang / Itang ()


Getauft durch 'Paroch'.

 

Karte

 

Nachruf

Anlässlich eines Besuches bei Titus Benz, Kreistierarzt in Mels (noch kurz vor seinem Ableben im 90. Lebensjahr), kamen wir in angeregter Diskussion auch auf seinen Onkel, Alois Benz, zu sprechen. Auf meine Frage: Warum sich wohl sein Onkel in jungen Jahren fremden Militärdiensten verschrieben habe, bemerkte der alte Veterinär-Oberst in seiner launigen Art: «Sein Tatendrang werde schon auch mit einer Dosis Abenteuerlust verbunden gewesen sein.»

Oberst Alois Benz entstammte der angesehenen Familie Benz (im Volksmund Färbers genannt), in dem heute von Hans Kobelt-Schwendener bewohnten Haus im Ranft. Der Schreibende hält es gerechtfertigt, diese markante Persönlichkeit, die wohl den wenigsten Zeitgenossen von Marbach bekannt sein dürfte, noch einmal vorzustellen, bevor er endgültig der «Marper Geschichte» entschwindet. Einem Nekrolog anlässlich seines Todes anno 1907, entnehme ich unter anderem:

Generationen hat Oberst Benz zu Soldaten herangebildet. Schon von früher Jugend auf zeigte derselbe Lust und Freude am Kriegshandwerk, so kam er auch nach Neapel, wo er lange Zeit im Militärdienst stand. In der Schweiz begann er seine militärische Laufbahn 1860, in welchem Jahre er die Rekrutenschule absolvierte. Von 1861 an widmete er sich der Truppenausbildung als Instruktor. Bald wurde er zum Offizier befördert. Von 1861-66 stand der spätere Oberst Benz im Dienste des Kantons St. Gallen. In den Jahren 1867 bis 1869 stand er in eidgenössischen Diensten, und zwar als Scharfschützen-Hauptmann. Im Jahre 1870 kehrte Alois Benz wieder zu seinen Truppen nach St. Gallen zurück, bei denen er bis 1874 verblieb. In dieser Zeit war er auch Oberinstruktor der Infanterie des Kantons Appenzell Ausserrhoden. Mit der Annahme der eidgenössischen Militärorganisation trat Oberst Benz, der den Grad eines Kommandanten bekleidete, auch in den eidgenössischen Dienst über, in welchem er bis 1901 als Instruktor verblieb. Ohne Unterbruch verblieb er bei der 7. Division. In den siebziger Jahren des vorigen Jahrhunderts wurde Kommandant Benz zum Oberstleutnant befördert, welchen Grad er bis zur Ernennung zum Obersten 1890 behielt. Bis zum Jahre 1901 verblieb Oberst Benz als Instruktionsoffizier 1. Klasse und lange Jahre auch als Stellvertreter des Schulkommandos unserer Rekrutenschule der 7. Division. Ein Schlaganfall nötigte ihn zum Rücktritt. Der Bundesrat übertrug ihm noch das Landsturmkommando des 7. Territorialkreises. Ein zweiter Schlaganfall führte den Tod des Militärs herbei. Mit Oberst Benz, der ein Alter von nahezu 72 Jahren erreicht hat, ist ein vielverdienter Instruktionsoffizier der sogenannten älteren Schule, und auch als einer der letzten Neapolitanischen, geschieden.

Oberst Alois Benz (1836-1907)

Quelle: Unser Rheintal (1981) p. 129 (Autor: Bernhard Benz)

 

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Erstellt durch Daniel Stieger (letzte Aktualisierung: 28.02.2021)
Letzte Änderung: 2015-11-13
Quellen: Altstätten Familienbuch (Benz Fam. 3) (Kinder); Altstätten (katholisch): Tauf- und Firmbuch 1808-1841
 
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