Stieger Heraldry

Bedeutung des Namens 'Ribaux'

Aus dem deutschen Begriff 'Ricbald' ('ric' steht für 'reich' oder 'stark' und 'bald' steht für 'kühn'). Deutscher Vorname 'Rappold' und alter französischer Name 'Ribeaud' oder 'Ribaud'.

Ribaux in Bevaix (Neuchâtel)

Ribaux

Gemäss Charles Ribaux (Dokument vom 29. Januar 1978) ist das Wappen der Familie Ribaux bis etwa 1220 zurückverfolgbar.

Wappen 'Ribaux' (nach Charles Ribaux)

Das Malteserkreuz (   Malteserkreuz) unter dem Helm wurde der Familie Ribaux für Verdienste um die religiöse Bewegung 'Vaudois' (Zentrum: Haute Languedoc) verliehen, welche um 1099 in Jerusalem den Malteser-Ritter-Orden gegründet hatte. An den Kreuzzügen selbst hatte die Familie jedoch nicht teilgenommen.

Die Katharer in Südfrankreich (Province Cévennes, in der Nähe des alten Haut Languedoc) nannte man Albigenser. Nach dem Vertrag von Meaux 1229 verliessen diese ihre Provinz und erreichten Genf (via Rhônetal). Ein Teil davon erreichte Bevaix zwischen 1225 und 1240.

Jehon Ribaux (Friedensrichter im Dienste des Grafen von Neuchâtel für Bevaix und Cortaillod) machte sich um 1530 verdient, indem er den Dokumenten von Rodolphe III († 1032) rechtlich zum Durchbruch verhalf. Diese regelten die Grenzen der Gemeinden Bevaix und Gorgier (damals unter der Gewalt des Grafen von Savoye).

Das Schilld aus dem 16. Jh. zeigt - auf blauem Hintergrund - einen "Kokon" aus roter Seide, aus welchem 20 goldene Pfeile in alle Richtungen entspringen. Das Wappen soll zeigen, dass die Leute damals auf alle Agressionen von aussen gewappnet waren.

Waffen 'Ribaux' (16. Jh.)

Das Waffenschild aus dem 16. Jh. ist blau mit einem eingerahmten Kreuz. Das erste, zweite und vierte Feld enthält je einen Stern, das dritte Feld einen Balken.

Wappen 'Ribaux' (andere Quelle, 16. Jh.)

Bevaix

Am 20. Februar 998 beginnt für Bevaix (römisch: Bevesanci) die "moderne" Geschichte, nachdem die Römer und danach die Burgunder Burgondes das Gebiet besetzt hatten.

Wappen 'Bevaix'

Im religiösen Elan, der das Ende des 10. Jahrhunderts auszeichnet, gründet Rodolphe im Jahre 998 die Abtei von Bevaix. Er stellt sie unter die Autorität der Abtei von Cluny und stattet sie mit zahlreichen Gütern aus: praktisch die gesamten Ländereien um Bevaix, die Ortschaften Brot und Saint-Martin (einschliesslich 50 Familien).

Im Jahre 998 bestand das Dorf vorwiegend aus Leibeigenen; 1263 waren jedoch alle Einwohner frei.

Wappen 'Bevaix'

Eine erste Dorfgemeinschaft entstand anfangs des 15. Jahrhunderts. Zu diesem Zeitpunkt versuchten die 'Bevaisans' die politische Autonomie zu verbessern. Mit der Reformation ist eine feste Gemeinde konstituiert.

In den Jahren 1493 und 1570 wurden zahlreiche Wälder zur Gemeinde dazugekauft. 1526 kamen noch einige Felder dazu.

Die Kirchenbücher werden seit Ende 1681 geführt. Die Mütter werden bei den Geburten nicht erwähnt. Bis 1685 wird nur ein einziger Todesfall aufgeführt. Der Pasteur Esayé (Esaïe) Boyve (1612 bis 1686) und seine Ehefrau Martina treten oft selbst als Taufpaten auf. Ab dem 8. Oktober 1671 führt er keine Taufpaten mehr auf. Am 21. Juni 1685 macht Esayé Boyve den letzten Eintrag.

Erst am 8. Mai 1687 wird 'David Prevott [Prévot]' als neuer "Ministre de l'Eglise" gewählt. Entsprechend fehlen die Einträge in den Kirchenbüchern in Bevaix. David Prévot macht 1695 nur noch sporadische Einträge im Kirchenbuch. Weitere Einträge werden in einer anderen Schrift nachgetragen.

Bereits 1696 übernimmt der Priester 'J.J. Francey' "son ministère à Bevais" und am 11. Dezember 1701 übernimmt bereits Jean François Tissott [Tissot] das Amt als "Minist. du saint Evang.".

Ende des 18. Jahrhunderts teilt sich die Bevölkerung in zwei Gruppen: die Bürger, welche zahlreiche Privilegien geniessen, und die übrigen Einwohner.

Ein lange andauernder Konflikt (zwischen 1758 und 1805) entstand bezüglich der Verwendung der Wälder. Der Konflikt brachte Todesdrohungen, "tabassages" und Holzdiebstal mit sich.

Ansichtskarten von Bevaix:

Handgemalte Karten:

Umgebung von Bevaix:

La Grand Vy La Fruitière La Chanterelle (chemin de la Fruitière, nord-est du stand de tir) Abbaye Abbaye Abbaye (Vignoble) Les vendanges au Moulin La Rochette La Tuilière Le Port Treytel (sud-ouest de Bevaix en dessous du Motel) Pointe du Grain Quartier Neuf Chez Gégène Château de Miremont im Osten von Bevaix (heute beim Motel). Es gehörte früher einer reichen Neuenburger Familie. Während des letzten Krieges (etwa 1943-1945 waren dort polnische Flüchtlinge untergebracht. Château de Chambrier Château de Chambrier Sud du Château de Chambrier Maison L'Hardy (au dessus du Plan Jacot) Le Plan Jacot Le Plan Jacot La Rouveraie (colonie de vacances de la ville de Neuchâtel à Bellevue)

Das Dorf:

La Gare (1901) La Gare (1908) La Cure (1906) Eglise ('Temple') et Cure Eglise ('Temple') Eglise ('Temple') Eglise ('Temple') Rechts: 'Maison Poste'; links: 'Spring' (Consommation) Temple links, Spring (Consommation) rechts, im Hintergrund: 'Hôtel de Commune' Links: 'Spring' (Consommation); gegenüber 'Poste, Croix Bleue, Magasin' 'Spring' (Consommation), Cygne Fontaine Café Cygne Hôtel de Commune Rue de la Fontaine (rechts Hôtel de Commune) Grand-papa wohnte über der Metzgerei (rechts von der Epicerie, links von der Boulangerie); im Hintergrund Hôtel de Commune Hôtel de Commune Auberge de Commune Le Tilleul (im Vordergrund die 'Laiterie', links l'Hôtel Commune) Rue de la Cure (grand-papa) Maison communale. Beim Mann: Magasin Suchard Maison communale. Der Platz rechts befindet sich vor dem Milchladen (Laiterie). Le Collège (1929) Le Collège (1931)

Gesamtansichten und spezielle Bilder

Datierte Gesamtansichten:

1905 1910 1931 1931 1933 1952 1960

Nicht-datierte Gesamtansichten:

Neuenburgersee:

Adolphe Ribaux (1877 bis 1923) war der lokale Schriftsteller. Im Stück 'Divico' (im Juli und August 1908 in Bevaix gespielt) spielte Elisabeth Ribaux mit.

Temple (um 1900) Lac de Neuchâtel

Zuordnung von Orten zur Familie

Alfred Ribaux wurde vermutlich im 'ancien stand de tir (au bas du Jordil)' in der Nähe des Bahnhofs Bevaix geboren (das Haus wurde später abgerissen). In diesem Haus wohnten seine Eltern Emil und Marguerite Elisabeth um 1900. Alfred wurde teilweise von seinem Grossvater (seitens Tinembart) erzogen; das heisst, er wohnte auch an der Rue de Coin Gosset. Später zogen Emil und Marguerite Elisabeth in das Haus 'Les Plantées'.

Ab 1926 wohnte Alfred an der Rue du Temple 12 (bis zur Geburt von Mariette "chez Calame" und danach, bis etwa 1941, in einer etwas grösseren Wohnung rechts nebenan), an der Rue du Temple 9 (etwa 1941 bis etwa 1958), an der Rue des Murdines "La Croix" und an der Rue de la Fontaine 4 (ab etwa 1963).

An der Rue du Château 2 hängt eine Suchard-Werbung. Hier hatte Elisabeth eine kleine épicerie (Krämerladen), (vermutlich etwa bis zu ihrer Hochzeit).

Karte Bevaix
Rue du Temple 12
Rue du Temple 9
Rue de la Fontaine 4
Rue de la Fontaine 4, Rue de la Cure
Rue du Château 2
Rue de la Fontaine 4, Rue de la Cure
Rue de la Fontaine 4, Rue de la Cure
Rue du Château

Löschen Bild oben links, Bild unten rechts.

 

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Erstellt durch Daniel Stieger (letzte Nachführung am 15 März 2015)