Wichtige Personen in Oberriet
(inkl. Kobelwald, Montlingen, Kriessern, etc.)

Geistliche, Pfarrer, Kapellpfleger, Organisten, Messmer

1470-1480

Jodok Albrecht

Pfarrer in Montlingen. Aus Dornbirn. Antritt als Pfarrer in Montlingen am 29. Juni 1470. Im gleichen Jahr erhielt die Kirche die Genehmigung zu einer Almosensammlung. 1479 und 1480 erlaubte der Konstanzer Bischof dem Pfarrer Albrecht die Abwesenheit von seiner Pfarrkirche.

Quelle: Montfort - Vierteljahresschrift für Geschichte und Gegenwart Vorarlbergs. Alois Niederstätter. 1985, Seite 312.

Quelle: Manfred Krebs, Die Investiturprotokolle der Diözese Konstanz aus dem 15. Jahrhundert. Freiburger Diözesenarchiv (1938, 1941, 1950-55), Seite 560.

1492

Johannes Meier

Johannes Mayer, Priester des Johannesordens Feldkirch, quittiert den Empfang der jährlichen Zinsen von Gütern in Kriessern.

1497-1503

Rudolf Schmid

Frühmesser (Kaplan) aus der Familie eines Hauptstifters der Kirche Montlingen (Konrad Schmid vom Rain und Hans Wiler ab dem Oberriet stifteten am 23. Juni 1448 die eine Frühmesse; die Pfründe wurde auf den Altar des hl. Sebastian gestiftet). Rudolf Schmid besuchte ab Wintersemester 1482 die Universität Erfurt, wo er die Würde eines Notars erwarb. Kaplan in Montlingen von etwas 1497 bis 1503. Er amtierte 1502 auch als Notar in der Stuftungsurkunde der Pfarrei Widnau.

1528-1531

Diepolt Hutter (~1480 - † 1546)

Geboren um 1480 in Diepoldsau als Sohn des Rodolf Hut[t]er (Montlingen) und der Anna Schmid von Rain. Am 1. März 1505 Kleriker der Diözese Konstanz und Vertreter des Papsts. 1508 bis 1528 Besitzer (Pfarrer) der Pfarrei Appenzell. 1522 zeigte Diepolt Hutter reformierte Tendenzen. 1523 nahm er an der Zürcher Disputation teil, jedoch noch schweigend, 1524 in Appenzell, 1526 an der Badener, 1528 an der Berner Disputation. Hier äusserte sich Diepolt Hutter als Gegner Huldrych (Ulrich) Zwinglis zu Fragen der kirchlichen Amtsgewalt, der unbefleckten Empfängnis Mariens und der Gebote Gottes. Zu diesem Anlass veröffentlichte er eine Schrift über die Eucharistiefeier, die jedoch keinen Erfolg hatte. Diepolt Hutter klagte über das ungerechte Vorgehen bei der Berner Disputation und wurde deshalb gebüsst.

Diepolt Hutter zog nach Montlingen und wurde ab Spätherbst 1528 (bis 1532) Pfarrer in Montlingen (sein Patronatsherr Mark Sittich von Hohenems leistete ihm Beistand). Hier musste er zürcherischem Druck weichen und floh nach Hohenems. 1534 bis 1546 war er wieder Pfarrer in Appenzell (wo er 1546 resignierte). Verstorben am 2. Mai 1546.

Gemäss Jahrzeitbuch von Appenzell bereits 1538 als verstorben erwähnt.

Siehe auch Jahrtagbuch p. 243.

1531

Melchior Iseli

Prädikant in Montlingen. Am 23. April 1531 willigten die Kirchgenossen von Montlingen ein, einen Prädikanten anzunehmen (Bildersturm: Mai 1531). Melchior Iseli fand bei seinen Pfarrkindern einen so grossen Widerstand, dass er die Hife Zürichs gegen seine Widersacher anrufen musste. Die Siege der Katholiken kei Kappel und am Gubel (11./23. Oktober 1531) schufen jedoch eine neue Ausgangslage. Das Stift St. Gallen wurde wieder hergestellt und der Einfluss Zürichs zurückgedrängt.

1571

Andreas Sonnenberger

Von Fedkirch. Pfarrer in der Pfarrei Montlingen. Amtsantritt 1571.

1580

Gregor Trent

Von Löwental. Pfarrer in der Pfarrei Montlingen. Amtsantritt 1580.

1584

Gregor Gasser

Von Ems. Pfarrer in der Pfarrei Montlingen. Amtsantritt 1584.

1597

Johannes Strasser

Von Bludenz. Pfarrer in der Pfarrei Montlingen. Amtsantritt 1597.

1600

Jakob Tschupf

Von Montafun. Pfarrer in der Pfarrei Montlingen. Amtsantritt 1600.

1606

Johannes Nesler

Bei Johannes Nesler handelte es sich um den Bruder von [Luzius] Hausers Mutter, die somit aus Ludesch stammte. Nach dem 1591 begonnenen Studium in Dillingen wirkte Nesler eine Zeit lang als Pfarrer in Thüringen, dann von 1603 bis 1605 in seiner Heimatgemeinde Ludesch, wo er sich aber mit einem Teil des "Pfarrvolks" verfeindete, so dass er nach Oberriet in die Schweiz wechselte. Ab 1606 war er für einige Zeit als Pfarrer von Lustenau tätig. 1613 befand er sich schon nicht mehr auf dieser Stelle. 1619 ist Nesler kurz als Pfarrer von Sargans bezeugt. Davor schon um 1615 und danach wieder war er Frühmesser in Bludenz. 1631 besserte er die entsprechende Pfründe mit einer Stiftung merklich auf. In der Sterbeeintragung Michael Schnops erwähnte der Schlinser Pfarrer seinen Berufskollegen Johannes Nesler nur als Kämmerer des Sarganser Kapitels.

Quelle: Manfred Tschaikner, Zur Biografie des Bartholomäberger Pfarrers und Heilers Luzius Hauser (1594-1668), Seite 87.

1613

Johannes Reich

Von Triesen. Pfarrer in der Pfarrei Montlingen. Amtsantritt 1613.

1614

Othmar Weinzerli

Von Feldkirch. Pfarrer in der Pfarrei Montlingen. Amtsantritt 1614.

1619

Christian Kraft

Von Bludenz. Pfarrer in der Pfarrei Montlingen. Amtsantritt 1619.

Christian Kraft schreibt auf Seite 1 des Taufbuchs Montlingen "Anno 1619 Die 13. Februarÿ stylo nouo Ego Christianus Krafft, civis Bludentinus, indignus equidem, parochiam Montlingensem suscepi; & durante hac mea parochiali administratione, infra scripti infantes baptizati sunt.".

~1619

Lazarus Kamm

Kaplan von Montlingen.

Erster Eintrag im Taufbuch am 22. Mai 1619 als "coadjutor".

1623

Johann Heinrich Kurz

Von Bludenz. 'Johannes Kurz' war zunächst Kaplan und danach Pfarrer in der Pfarrei Montlingen. Amtsantritt als Pfarrer 1623.

Erster Eintrag im Taufbuch am 21. Februar 1623.

~1625

Kaspar Geser

Kaplan von Montlingen.

1627

Samuel Burger

Kaplan von Montlingen.

1627-1632

R.D. Jakob Stiger

Von Eichenwies. Zunächst Kaplan (1623) und später Pfarrer in der Pfarrei Montlingen (1627-1632).

Erster Eintrag im Taufbuch am 30. Oktober 1623.

1632

Adam Schüelin

Adam Schuelin wirkte von 1621 bis 1632 in Klaus (Rheintal). Danach war er zunächst Kaplan von Montlingen später Pfarrer in der Pfarrei Montlingen (Amtsantritt als Pfarrer 1632).

~1632

Christoforus Katho

Kaplan von Montlingen.

1636

Josef Buschor

Von Altstätten. Pfarrer in der Pfarrei Montlingen. Amtsantritt 1636.

~1640

Johannes Wehinger

Kaplan von Montlingen.

1640-1700

Vitalinus "Dionysius" Mattle (1640 - † 1700)

Pater Dionysius (Uorich / Vitalinus Mattlin [Mattle]) von Oberriet. Geboren den 15. Januar 1640. Er kam den 31. Oktober 1659 nach St. Gallen und legte den 8. Mai 1661 Profess ab. Subdiakon 19. Mai 1663, Diakon 20. September 1664, Priester 19. September 1665, Primiz 4. Oktober 1665.

Am 4. November 1665 wurde er zum Lehrer für Katechismus und Griechisch bestimmt, später lehrte er auch Rhetorik und versah vom 18. Juli 1667 bis zum 2. Mai 1772 das Amt eines Paedagogus. Den 15. Januar 1672 wurde er Lehrer der Philosophie und am folgenden 20. Mai auch der Theologie. Abt Gallus schickte ihn den 27. April 1674 nach Kempten, von wo er den 9. Januar 1675 zurückkehrte. Hierauf war er Archivar und Gastpater bis zum 8. Juli 1678. Für kurze Zeit kam er alsdann als Gehilfe des Statthalters nach Wil. Am 11. Oktober 1679 erfolgte seine Ernennung zum Bibliothekar, welche Stellung er aber nur kurze Zeit innehatte. Schon am 6. November des gleichen Jahres wurde er Präfekt der Schule. Am 20. September 1680 kreierte ihn Abt Gallus zum Notarius Apostolicus. Den 15. September 1681 wurde er Kornherr, den 14.Juni 1683 wieder Gastpater. Daneben war er bis zum 6. Oktober 1683 Vestiarius. Am 4. Dezember 1684 kam er als Küchenmeister nach Wil, wo er zugleich Beichtiger in St. Katharina war. 1695, 30. Mai, erfolgte seine Ernennung zum Statthalter in Rorschach, wo er bis zum 23. Juli 1700 blieb. Schon am 6. Oktober des gleichen Jahres starb er.

«War ein fruchtbarer und keineswegs gemeiner Dichter. Er besang den Triumph des hl. Gallus, dessen Aufenthalt in der Einöde unter wilden Tieren, verfasste einen Trauerbrief des hl. Columban aus Italien an seinen ehemaligen Jünger Gallus, ein Trauerspiel u.a.m.»

Quelle: Professbuch der fürstabtlichen Benediktinerabtei der heiligen Gallus und Otmar zu St. Gallen (von P. Rud. Henggeler O.S.B. Einsiedeln).

1641-1644

Josef Dietschi

Von Schwyz. Machte seine theologischen Studien zu Mailand. Pfarrer in der Pfarrei Montlingen von 1641 bis 1644 (Amtsantritt 1641).

Zwischen 1641 und 1706 wechselten in Montlingen nicht weniger als 12 Pfarrer die Stelle. Als Gründe dafür werden angegeben: Zwietracht unter den Pfarrgenossen, Rebellion und Ungehorsam, unverbesserliche Bosheit und Vexationen von Seiten der Parochianen. Von zwei Pfarrherren heisst es: sie wurden zu Tode geärgert. Und von einem heisst es: er starb und wollte hier nicht begraben werden wegen der Verkehrtheit seiner widerspenstigen Pfarrkinder.

Siehe auch Jahrtagbuch p. 243.

1644

Johann Konrad Schneider

Von Bludenz. Pfarrer in der Pfarrei Montlingen. Amtsantritt 1644.

1645

Johannes Bucher

Kaplan von Montlingen.

Es folgten bis 1665 die folgenden Kaplane: Hieronymus Wisig, Josef Zürcher, und Martinus Wieser.

1650

Bartholomäus Müllstetter

Von Mauren. Pfarrer in der Pfarrei Montlingen. Amtsantritt 1650.

1654

Johann Gerer

Von Höchst. Pfarrer in der Pfarrei Montlingen. Amtsantritt 1654.

1659

Matheus v. Bräderis

Von Rankweil. Pfarrer in der Pfarrei Montlingen. Amtsantritt 1659.

1661

Jakob "Gallus" Alt (1610 - † 1687)

P. Gallus (Jakob) Alt v. Oberriet im Rheintal. Geboren am 10. September 1610 in Oberriet als Sohn des Johann Alt.

Jakob Alt, Abt Gallus Jakob Alt, Abt Gallus

Besuch der Lateinschule in Appenzell (Vorläuferin des Kollegiums). Novize im Kloster St. Gallen. Profess 8. September 1628 (Annahme des Namens 'Gallus'), Subdiakon 6. März 1632, Diakon 3. März 1635, Priester 16. Februar 1636, Primiz 2. März, am Sonntag Laetare. Den 23. Juni 1637 wurde er Paedagogus, schon am 23. Februar 1638 Küchenmeister.

Am 30. März 1639 sandte ihn Abt Pius nach Ingolstadt, damit er dort die Rechte studiere. Am 26. September 1640 kehrte er zurück. Seine Studien setzte er vom 4. Oktober 1640 bis zum 22. Mai 1642 in Rom fort, wo er Doktor der kanonischen Rechte (doctor decretorum) wurde. Heimgekehrt, wurde er Lehrer des Rechts, ebenso 1645 Vizeofficial. Den 14. November 1645 wurde er als Statthalter nach Ebringen bei Freiburg im Breisgau (Besitz des Klosters St. Gallen) geschickt, von wo er aber den 19. März 1647 wieder zurückkehrte. Am 23. April dieses Jahres erfolgte seine Ernennung zum Novizenmeister und am 12. Juli zum Subprior. Am 18. Januar 1652 schickte ihn Abt Pius als Prior und Statthalter ins Filialkloster Neu St. Johann. Dort blieb er aber nur bis Ende August 1652; denn am 30. August wurde er als Stiftsdekan des Mutterklosters eingesetzt. Vom 28. Mai bis 11. Juni 1653 weilte er in Ettenheimmünster, mit dessen Reform man damals beschäftigt war. Am folgenden 16. September predigte er an der Engelweihe in Einsiedeln.

Schon am 17. Dezember 1654 erfolgte seine Wahl zum Nachfolger des Fürstabts Pius Reher († 1654). Als Wappen führte er in Silber ein schreitender schwarzer Hahn mit rotem Kamm, der im Schnabel eine blaue Traube trägt.

In dem gleich zu Beginn seiner Regierung ausbrechenden 1. Villmergerkrieg hielt er das Stift neutral, musste sich aber trotzdem bequemen, die Amnestie auf seine Toggenburgischen protestantischen Untertanen auszudehnen, die ihm beim Aufgebot zur Deckung der Grenze den Gehorsam verweigert hatten. Seitdem Gallus Alt 1658 den gewandten Fidel von Thurn zum Landshofmeister, 1676 zum Erbmarschall ernannt hatte, leitete dieser die äussere Politik der Abtei und schwenkte zur kaiserlichen Partei hinüber. Unter Abt Gallus brachen aber auch die Zwistigkeiten im Toggenburg aus, welche schliesslich zum Toggenburgerkrieg führten, den aber Gallus Alt nicht mehr erlebte. Wie in der Regierung, so zeigten sich erst recht in der Tätigkeit als Abt die strengen, asketischen Grundsätze Alt's. Hob er doch 1666 das Gymnasium in Rorschach deshalb auf, weil es der Klosterzucht nachteilig sei. Der Konvent, der unter seinem Vorgänger 45 Mitglieder zählte, stieg unter ihm auf 73. Um Platz zu gewinnen, baute er 1666-72 und 1673-74 zwei jetzt noch stehende Flügel des Klostergebäudes. Streng hielt er die Kapitularen zur klösterlichen Disziplin und Armut an, wie er für sich selbst überaus einfach war und seiner niedrigen Abkunft sich sogar rühmte. Dagegen sparte er, damit der Zeitsitte nachkommend, nichts, wenn es galt, den kirchlichen Kultus zu verschönern. Mit grossem Pomp wurden fünf Translationen von Katakombenheiligen gefeiert: zu Lichtensteig, Wil, Rorschach, Wildhaus und St. Gallen. An der letzteren wurden beispielsweise in der Prozession 7800 Jungfrauen gezählt. Für den Säkularklerus der Stiftslande hielt er 1663 zu Rorschach eine Synode ab. Er war für die Reform der Stifte Fulda, Kempten und Murbach tätig, brachte 1682 die Union des Klosters Pfäfers mit Einsiedeln zustande und bemühte sich als Präses der schweizerischen Benediktinerkongregation eifrig um deren Gedeihen. An seiner am 5. Mai 1686 gehaltenen Sekundiz nahmen alle Aebte derselben teil. Altersschwach musste Abt Gallus im November desselben Jahres sich in das Krankenhaus zurückziehen [HBLS-01].

Förderung des Baus der St.-Josephs-Kapelle in Eichenwies 1661.

Gestorben 4. März 1687 im Krankenhaus.

Quelle (erweitert!): Professbuch der fürstabtlichen Benediktinerabtei der heiligen Gallus und Otmar zu St. Gallen (von P. Rud. Henggeler O.S.B. Einsiedeln).

1662-1670

Kaplan Johannes Kühnis (1632 - † 1670)

Von Oberriet. Geboren am 11. November 1632. Primissarius / Kaplan in Montlingen seit 1662.

Am 10. Februar 1665 starb Elisabetha Kluser. Die Sterbesakramente erteilte Kaplan Johannes Kühnis (Totenbuch Montlingen). Am 'Ultimo. Febr. 1670' [28. Februar 1670] starb Johannes Kühnis ("Depositio Re[verend]di Die Joannis Khöniß Capellany[us] l:s [locus]").

Kaplan Kühnis wird im Montlinger Jahrzeitbuch (p. 85) und im Montlinger Jahrzeitbuch (p. 243) erwähnt.

Es folgte bis 1674 der Kaplan Ulrich Gächter (siehe unter 1674).

1664

Bartholomäus Erni

Von Rankweil. Pfarrer in der Pfarrei Montlingen. Amtsantritt 1664.

1665

Christian Wüstner

Pfarrer in der Pfarrei Montlingen. Amtsantritt 1665.

1670

M'r Johannes Geser (der ältere)

Von Götzis. Pfarrer in der Pfarrei Montlingen. Amtsantritt 1670.

1672

Christian Ludescher

Von Götzis. Pfarrer in der Pfarrei Montlingen. Amtsantritt 1672.

1672-1718

Johann "Plazidus" Kühnis (1672 - † 1718)

P. Plazidus (Johann) Köniz (s. Koenis) von Oberriet. Er war ein Schwestersohn des Abtes Gallus II [Anm.: der Vater der Mutter Anna Alt war Bruder des Abtes, siehe Montlinger Jahrzeitbuch p. 103). Geboren den 18. Januar 1672. Er kam den 3. Mai 1685 nach St. Gallen. Profess 16. Oktober 1689, Subdiakon 16. Mai 1693, Diakon 18. September 1694, Priester 24. September 1695, Primiz 5. Oktober 1695.

P. Plazidus wurde den 16. Juli 1698 dritter Pfarrer in St. Gallen und am 17. November 1701 Pfarrer in Stein. Seit dem 1. Februar 1704 wirkte er als Pfarrer in Ebringen, wo er den 22. Mai 1718 auf der Kanzel einen Schlaganfall erlitt, der ihn rechtsseitig lähmte. Wie dem Abte am 27. Mai berichtet wurde, lag er hoffnungslos darnieder. Der Abt schickte deshalb am 8. Juni 1718 P. Anselm nach Ebringen. Schon am 10. Juni 1718 aber starb Pater Plazidus.

Quelle: Professbuch der fürstabtlichen Benediktinerabtei der heiligen Gallus und Otmar zu St. Gallen (von P. Rud. Henggeler O.S.B. Einsiedeln).

1674

M'r Johannes Geser (der jüngere)

Von Götzis. Pfarrer in der Pfarrei Montlingen. Amtsantritt 1674.

Pfarrer Johann Geser, der jüngere, stellte im Jahre 1680 ein Verzeichnis seiner Pfarrkinder auf, wonach die Rhode Oberriet 544 Einwohner zählte, Montlingen 353, Eichenwies 342, Kriessern 240 und die Holzrhode 337. Ausserhalb der Pfarrei lebten 109 Pfarrkinder, sei es als Geistliche oder Klosterfrauen, als Studenten, Soldaten oder Dienstleute.

1674

Pfarrer Ulrich Gächter

Sohn des Andreas Gächter und der Ursula Madlenerin, getauft am 7. Januar 1638. Zwischen 1670 und 1674 Kaplan in Montlingen. Ab 1674 Pfarrer in Grub.

Erwähnt im Montlinger Jahrtagbuch auf Seite 175 mit eigener Stiftung (errichtet am 27. Februar 1711). Ebenso erwähnt im selben Buch auf Seite 123. Dort wird erwähnt, dass Ulrich Gächter auch Pfarrherr 'zue Hagenweÿl' (Hagenwil, TG) und Deputat des Kapitels war.

1674

Abraham Manser

Kaplan in Montlingen.

1675

Pfarrer Johann Hutter († 1675)

Am 2. Januar 1675 starb und wurde beerdigt Johann Huotter, genannt Rolffes Hans, Pfarrer in Montlingen. Quelle: Sterbebuch Montlingen.

Johann Hutter, Pfarrer Montlingen

~1678

Heinrich Federer

Kaplan in Montlingen zwischen etwa 1678 und 1706.

1680, 1682

Pfarrer Johann Geser

1680 zählte Pfarrer Johann Geser (der jüngere) folgende Bevölkerungszahlen auf: Oberriet 544, Montlingen 353, Eichenwies 342, Kriessern 240, und Holzrhode 337.

Amtete zusammen mit Capellanus Heinrich [Hieronymus] Federer (1682).

1682-1706?

Franz Joseph Fritsch

Offenbar bewarb sich zwischen 1682-1706 der Leutkircher Kaplan Franz Joseph Fritsch auf eine Stelle in der Pfarrei Montlingen. In den Kirchenbüchern ist keine Evidenz für seinen Stellenantritt zu finden.

Quelle: Kirchensachen 1682-1706 (Staatsarchiv Augsburg, Fürststift Kempten Archiv: A 2890). Pfarrei Montlingen: Verpfändung der dem gräflichen Haus Hohenems zustehenden Kollatur an die "regierenden Orte des Rheinwalds" Luzern, Uri, Schwyz, Unterwalden, Zug und Glarus zwecks Wiederaufbaus des baufälligen Pfarrhofs; Empfehlung für Bewerber um die Pfarrei; Präsentation des Leutkircher Kaplans Franz Joseph Fritsch auf die Pfarrei.

1685

M'r Michael Tulp

Von Bregenzerwald. Pfarrer in der Pfarrei Montlingen. Amtsantritt 1685.

1706-1713

Josef Bont

Von Eichenwies. Pfarrer in der Pfarrei Montlingen (1706 bis 1713). Amtsantritt 1706.

Siehe auch Jahrtagbuch p. 243.

~1706

Johann Ulrich Seitz

Kaplan in Montlingen zwischen etwa 1706 und 1727. Danach Pfarrer von Montlingen (siehe unter 1727).

1713-1719

Dr. Jakob Schön

Von Zug [Kanton]. Pfarrer in der Pfarrei Montlingen. Amtsantritt 1713.

Johann Jakob Schn, Dr. jur. can., von Menzingen, * 6. Mai 1660, Pfarrer in Wattwil 1696, Henau 1703, während der Toggenburger Wirren in lokale Streitigkeiten mit dem evangelischen Teile der Gemeinde verwickelt, beim Tumulte vom 7. April 1709 gefangen genommen, von der toggenburgischen Landeskommission des Landes verwiesen, nahm auf Befehl des Abtes Leodegar Bürgisser am 16. Mai 1709 wieder Besitz von seiner Pfarrei und wirkte ungehindert bis 15. April 1712. Nach der Kapitulation Wil's (22. Mai 1712) floh er, war Vikar in Montlingen 1712-1719, kehrte nach Wiederaufrichtung der äbtischen Herrschaft 1719 in seine Pfarrei Henau zurück. † 17. Januar 1724 [HBLS-06].

1718

Vikar Franz Rheiner

Von Bregenz. Pfarrer in der Pfarrei Montlingen. Amtsantritt 1718.

1719-1725

Johann Kaspar Stieger (1695 - † 1762)

Pfarrer in Montlingen. Priesterweihe in Konstanz und danach 1719 bis 1725 Pfarrer in Montlingen. Schrieb das Jahrzeitbuch oder Jahrtagbuch Montlingen von einer älteren Vorlage ab. Später Missionar der Mission Dolores. Als Jesuit in Mexiko gestorben.

1725

Vikar Jakob Buschor

Von Altstätten. Pfarrer in der Pfarrei Montlingen. Amtsantritt 1725.

1727-1756

Johannes Ulrich Seitz

Dr. Theol, aus Bernegg [Bernang?]. Pfarrer in Montlingen (ab 1727). Johannes Ulrich Seitz war zuvor 21 Jahre Kaplan in Montlingen. Er erweiterte das Jahrzeitbuch oder Jahrtagbuch Montlingen um neuere Einträge. Pfarrer Johannes Ulrich Seitz war (als einziger Pfarrer) nicht gegen die Abspaltung vom Mäder (wurde 1654 eine eigenständige Pfarrei) und Kriessern (Abspaltung 1734-1735). Er schrieb am 18. November 1733 nach St. Gallen, dass er sich nicht regen dürfe, "denn einige aus den obern Rhoden gebärdeten sich wie rasende Wölfe". Später wurde er apostolischer Notar in Schwarzenberg, 1756-1760. Pfarrer von Hard (Bodensee, Österreich), 1764-1768.

1734-1737

Johann Melchior Müller (von Näfels, Glarus)

Pfarrer in Kriessern.

1735-1759

Johann Jakob Lüchinger

Kaplan in Montlingen ab 1735. Er beschrieb am 30. August 1742 die durch Fürstabt Cölestin II [Cölestin Gugger] vorgenommene "Lokal- und Personalvisitation". Dabei wurden 35 auf lateinisch formulierte Fragen beantwortet. Dabei nannter er als grösstes Laster der Montlinger "discordia summa" (heillose Zwietracht). Gemäss Frage 34 musste Johann Jakob Lüchinger 104 mal pro Jahr in St. Wolfgang (Oberriet) die Messe lesen und erhielt dafür ein Gehalt von 34 Gulden. Am 7. November 1742 wurde Johann Jakob Lüchinger zum Kapellpfleger gewählt.

1738-1743

Jakob Heyli

Pfarrer in Kriessern. 'Jakob Heÿle windnoviensis Helvety' überbahm die Pfarrei Kriessern am 12. Januar 1738.

1743-1749

Johann Ulrich Rohner

Pfarrer in Kriessern. Joannes Udalricus Rohner übernahm die Pfarrei Kriessern am 2. Februar 1743.

1744-1746

Joseph Lüchinger

Häuslewirt. Am 3. November 1744 wurde Joseph Lüchinger zum Kapellpfleger (St. Wolfgang, Oberriet) gewählt.

1746

Jakob Zäch ("Kaspars")

Am 8. November 1746 wurde Jakob Zäch zum Kapellpfleger (St. Wolfgang, Oberriet) gewählt.

1749-1752

Johann Jakob Germann (von Tübach)

Pfarrer in Kriessern. Im ersten Taufbuch von Kriessern steht der Text: "A.R.D. N.N. [überschrieben durch Joannes Jacobus] German ex Dubach han promotus fuit 1749". Der erste Eintrag im Taufbuch unter 'Joannes Jacobus Germann' fand am 8. April 1749 statt.

1752-1755

Johann Baptist Bürgin

Pfarrer in Kriessern. Im ersten Taufbuch von Kriessern steht der Text: "sucessit 1782 [1752!] A.R.D. Joannes Baptista Bürgin.". Der erste Eintrag im Taufbuch unter 'Joanne Baptista Bürgin' fand im Juli 1752 statt.

1755-1759

Josef Anton Heingler

Pfarrer in Kriessern. Von Bernegg. Der erste Eintrag im Taufbuch unter 'J. Anton Heingler' fand am 25. März 1755 statt.

1756

Karl Mauriz Stöckli

Von Zug. Pfarrer in der Pfarrei Montlingen. Amtsantritt 1756.

1759-1761

Laurenz Lorenz

Pfarrer in Kriessern. Der erste Eintrag im Taufbuch unter 'Laurentÿ Lorentzi' fand am 11. Oktober 1759 statt.

1759

Ludwig Zumbach

Von Tuggen. Kaplan in Montlingen. Er wurde zwischen 1759 und 1770 abgelöst durch Johann Kaspar Stieger von Eichenwies.

1761-1768

Peter Anton Vogt

Pfarrer in Kriessern. Eintrag im Taufbuch Kriessern: "Sub Cura Petri Antoni Vogt p:t: Parochi Baptizati Sunt Sequentes". Der erste Eintrag im Taufbuch unter 'Petri Antoni Vogt' fand am 11. März 1761 statt.

1766

Karl Moritz Stöcklin

Pfarrer in Montlingen.

1768-1770 [1771]

Johann Ignaz Bärlocher

Pfarrer in Kriessern. Der erste Eintrag im Taufbuch unter 'Joanne Ignatio Berlocher' fand am 13. Juli 1768 statt. Der letzte Eintrag am 12. August 1770 (gefolgt von einem Eintrag am 5. Juni 1771 von Vikar Petrus Stätdler).

1771-1772

Franz Josef Seiz [Seitz?]

Pfarrer in Kriessern. Der erste Eintrag im Taufbuch unter 'Francisco Josepho Seiz' fand am 12. September 1771 statt.

1770

Josef Neesensohn

Von Laterns. Kaplan in Montlingen ab 1770. Löste Johann Kaspar Stieger von Eichenwies ab.

1772-1773

Johann Ziegler

Pfarrer in Kriessern. Amtsantritt am 15. Februar 1772. Der erste Eintrag im Taufbuch unter 'Joanne Ziegler' fand am 2. April 1772 statt.

1772

Oswald Ellensohn

Von Götzis. Kaplan in Montlingen ab 1772. Wurde später von Saul Ellensohn von Götzis abgelöst, welcher bis 1797 blieb.

1773-1781

Johann Baptist Hengartner

Pfarrer in Kriessern. Der erste Eintrag im Taufbuch unter 'Joa: Bapt: Henngartner' fand am 6. Dezember 1773 statt.

1773-1808

Johann Peter Ulrich Städler († 1808)

Von Altstätten, Sohn des Pannerherrn Städler von Altstätten. Pfarrer in Montlingen. Amtsantritt 1773.

Johann Peter Ulrich Staedler, Pfarrer Montlingen, 1773

Johann Peter Ulrich Städler war ein grosser Freund und weitsichtiger Förderer einer selbständigen Seelsorge in Oberriet.

Johann Peter Ulrich Staedler, Pfarrer Montlingen, 1789

Quelle: Alter und neuer grosser Staats-, Kriegs- und Friedens Appenzeller-Calender, oder, Der hinkende Bott, Bd. 73 (1794).

In der Nacht vom 16. auf den 17. Dezember 1776 erlebte Ulrich Städler einen dreisten Kirchenraub mit. Am 12. April 1804 bittet er den Konstanzer Rat darum, die St. Wolfgangkapelle verlängern zu dürfen. Am 15. Juli 1805 vermacht er "zur neuen Fundation einer eigenen bleibenden Seelsorgeanstalt bei St. Wolfgang in Oberriet ad fabricam dieser Kapelle ein Kapital à 500 fl" (Gulden) à 5% Zins. Ulrich Städler amtete etwas über 36 Jahre als Pfarrer in Montlingen. Er starb am 30. Dezember 1808. Pfarrer Städler wurde in der Pfarrkirche Montlingen mitten im Chor vor dem Hochaltar begraben. Im Bild unten (Ausgrabungen anlässlich der Gesamtrestauration 1958/1959) ist es das mittlere Grab.

Grab des Johann Peter Ulrich Staedler, Pfarrer Montlingen

Quelle: Die Pfarrkirche St. Johann zu Montlingen [PS1959].

1777

Messmer Johannes Mattli

Johannes Mattli, Montlingen, sollte vor seiner Hofstatt den Bach machen (instand halten).

1781-1791

Josef Enz

Pfarrer in Kriessern. Amtsantritt am 1. September 1781. Der erste Eintrag im Taufbuch unter 'Josephi Enz' fand am 30. August 1781 statt. Der letzte Eintrag im Taufbuch unter 'Josephi Enz' fand am 13. Juli 1791 statt (es fehlen danach jedoch die Seiten bis Oktober 1794). Im Totenbuch fand der letzte Eintrag am 22. August 1791 statt.

1778

Kirchenpfleger Johannes Langenegger

Johannes Langenegger, Kirchenpfleger, erhält die Erlaubnis, das alte Bildkreuz auf seinem Boden durch ein "Kapellulein" zu ersetzen.

1791-1804

Anton Josef Lüchinger († 1804)

Pfarrer in Kriessern. Amtsantritt am 25. August 1791. Der erste Eintrag im Taufbuch unter 'Ant. Jos. Lüchinger' fand am 5. Oktober 1794 statt (es fehlen jedoch zuvor die Seiten ab Juli 1791). Im Totenbuch war der erste Eintrag am 12. September 1791. Verstorben am 14. März 1804.

1796-1798

Johann Jakob Heingler

Von 'Bernegg', erster Pfarrer (Curatus) in Kobelwald (bis November 1798). Gemäss Pfarrer Johann Baptist Stieger: "Am Anfang bestund diese Pfarreÿ nur aus circa 300 Seelen von Kobelwald und Grubach mit 300 fl [Gulden] Pastorationsgehalt".

1797-1809

Joseph Anton Lanter

Von Steinach. Kaplan in Montlingen ab 1797 bis zur Aufhebung der Kaplaneipfründe 1809 nachdem Oberriet die Mutterkirche verlassen hatte. Pfarrer Alois Oberholzer dazu: "Geistliche und weltliche Regierung halfen getreulich mit, den zweiten Geistlichen abzumorxen.". Das Kaplaneihaus wurde 1810 verkauft.

-1799

Joseph Meier

Am 21. Juli 1799 möchte Säckelmeister Joseph Meier das Amt des Kapellpflegers (St. Wolfgang, Oberriet) abgeben.

1799

Joseph Binzegger

Von Baar (ZG), zweiter Pfarrer in Kobelwald (14. Januar 1799 bis 17. November 1799).

1799

Johann Stieger

Am 21. Juli 1799 wurde Johann Stieger zum Kapellpfleger (St. Wolfgang, Oberriet) gewählt.

1799-1802

Karl Anton Binzegger

Von Baar (ZG), Bruder des Joseph Binzegger. Dritter Pfarrer in Kobelwald (17. November 1799 bis August 1802). Unter Karl Anton Binzegger's Leitung wurde Kobelwald von der Pfarrei Montlingen freigesprochen, zu einer eigenen Pfarrei erhoben und 1801 die Pfarrkirche Kobelwald gebaut.

Abschlusseintrag im Taufbuch Kobelwald (30. Eintrag im Jahre 1808 - etwa Ende November): «Ministre Binzeger 1808 mense Octobri circa aut potius post festum St: Galli, uti Parenti et Patrini affirmont, ex aqua & Spiritu Sancto renatus est Josephus filius legitimus Johanÿ Könis & Ana Maria Gachter ex Kobelwald. Levartibus Josepho Zäch & Theresia Stiger.»

1802-1806, 1806-1816

Johann Baptist Bleichenbacher († 1836)

Von Mörschwil. 1798 Pfarrer in St. Josephen, danach vierter Pfarrer in Kobelwald (16. September 1802 bis November 1806).

Johann Baptist Bleichenbacher wohnte nach Erhebung der Filiale Oberriet zur Kuratie als erster (Kurat-) Priester in Oberriet. Siehe auch unter 1806.

1802

H.H. Schmid

Aus dem Württembergischen. Vikar in Oberriet. Zuvor Pfarrer in Rüthi.

Als sich die Verselbständigung der Pfarrei Oberriet sich abzeichnete, wurde Anfang 1802 H.H. Schmid Vikar in Oberriet (Wolfgangkapelle). Es wurden aber gegen denselben bald Klagen laut und des wurde an dessen Stelle schon nach einem Vierteljahr Heinrich Anton Hospital als neuer Vikar gewählt.

1802-1805

Heinrich Anton Hospital

Vikar in Oberriet.

Heinrich Anton Hospital folgte 1805 einem Ruf als Kaplan nach Appenzell. Sein Nachfolger wurde ein Johann Baptist Philipp Weisshaupt von Appenzell (nicht zu verwechseln mit dem damaligen Pfarrer in Rüthi gleichen Namens, und auch nicht mit seinem Bruder, Johann Anton, der von 1808 an in Kobelwald pastorierte).

1804-1815

Josef Heinrich Anselm Sebastian Förstler

Von Schänis. Im St. Gallischen Schreibkalender von 1805 auf Seite 22 'Johann Heinrich Förstler' genannt.

Pfarrer in Kriessern. Amtsantritt am 16. April 1804. Der erste Eintrag im Taufbuch unter 'Josepho Henrico Föchtler [Förstler]' fand am 22. Juni 1804 statt.

1805-1806

Johann Baptist Philipp Weisshaupt

Von Appenzell. Vikar in Oberriet.

Nicht zu verwechseln mit dem damaligen Pfarrer in Rüthi gleichen Namens, und auch nicht mit seinem Bruder, Johann Anton, der von 1808 an in Kobelwald pastorierte. Ihm folgte Johann Baptist Bleichenbacher.

1806-1808

Johann Baptist Bleichenbacher († 1836)

Von Mörschwil. Vikar zu St. Wolfgang in Oberriet.

Zunächst als Kuratpriester angestellt (Amtsantritt am 23. November 1806). Von 1808 an (als die Kuratie eine selbständige Pfarrpfründe geworden war) unterzeichnete er sich als Pfarrer (obschon er - nach Wissen von Pfarr-Resignat Arnold Hürlimann - nicht als solcher gewählt wurde). Er blieb in Oberriet, bis der Bau der Pfarreikirche beendet war und vertauschte dann die Pfründe in Oberriet mit der Kaplanei in Mörschwil. 1816 wurde er Pfarrer in Tübach, wo er 1836 dann starb.

1806-1808

Karl Anton Binzegger (nochmals)

Von Baar (ZG), fünfter Pfarrer in Kobelwald (November 1806 bis Oktober 1808).

1808-1812

Johann Anton Weishaupt

Von Appenzell, sechster Pfarrer in Kobelwald (1. November 1808 bis 1812). Der Kavaliersarchitekt Johann Anton Weishaupt legte am 30. September 1808 einen Plan mit Beschrieb für den Neubau des Kirchenschiffes St. Mauritius in Appenzell vor. Johann Anton Weishaupt übernahm im Februar 1812 die Pfarrei St. Valentinsberg. Gemäss Pfarrer Johann Baptist Stieger wurden 1808 die 300 fl [Gulden] Pastorationsgehalt um 100 fl erhöht, da die drei Orte 'Freÿbach', 'Hard' und 'Kobelwies' dazukamen.

-1809

J. Lanter

Von Steinach. Kaplan in Montlingen (bis zur Aufhebung der Kaplaneipfründe im Jahre 1809). Er las in Oberriet noch die Messe bis 1806.

1809-1827

Josef "Nikolaus" Lüchinger (1753 - † 1827)

Geboren in Montlingen den 5. Januar 1753. Profess 30. Mai 1773, Diakon 13. Juli 1777, Priester 2. April 1778, Primiz 21. April 1778.

P. Nikolaus wurde den 10. Juni 1778 nach St. Johann geschickt, «zu docieren». Im September 1791 war er Pfarrer in St. Gallen, von 1795-1796 in Peterzell (Rothenflue). Anfangs 1799 war er in Klus bei Feldkirch, wo er bald darauf Pfarrvikar und im Januar 1803 Pfarrer wurde. Anfangs April 1809, bei Beginn des Bauernaufstandes, ging er von Klus weg nach Oberried, wo er in der Folge als Privat blieb und am 28. April 1827 starb.

1809

Franz Josef Meglinger

Von Luzern. Pfarrer in der Pfarrei Montlingen. Amtsantritt 1809. Meglinger war zuvor in Gams und bezeichnete sich als "helvetischer Pfarrer".

1810-1826

Johann Kaspar Künzle (1777 - † 1826)

Von Uebersaxen. Pfarrer von Oberriet. Zuvor Pfarrverweser in Schlins (Vorarlberg).

Es gibt von Kaspar Künzle bereits Einträge ab November 1810 im Taufbuch Oberriet 1804-1828 (Bd. 3).

Im Eheregister Oberriet 1810 bis 1842 vermerkte Pfarrer Künzle am 7. Juli 1818: «Den 7ten Jully 1818 ist v. der hohen Kantons=Riegierung (sic!) der Entschluß ergangen, das kein Pfarrer ein Brautpaar ohne Bewilligung einsegnen dörfe. Wo den Eelaubten [Eheleuten] zur Bestauering [Besteuerung?] der Armen 22 Gulden zu bezahlen vorgeschrieben ist. Ita testatur Küenzle pastor paroch.» (Anm.: Schreiben war keine besondere Stärke von Pfarrer Künzle; zudem hatte er eine saumässige Schrift.)

Verstorben am 24. August 1826 (gemäss nachfolgendem Text um 16 Uhr). Im Taufbuch (!) Oberriet findet sich 1826 der folgende Eintrag: «N.B. Anno Domini 1826 die 24 Augusti advenit Saccelanus Imus hajus Parochiae F.J. Fuchs Schanis pagi St. Galli - et eodem die hora 4ta so merid. mortuus est Parochus R.D. Casp. Kuenzle ex Ubersax R. in P.» Danach übernahm Pfarrer Fuchs.

1812-1815

Karl Drexel

Von Hohenems, siebter Pfarrer in Kobelwald (9. März 1812 bis 1815). Resignierte krankheitshalber.

1813-1820

Josef Breu

Von Widnau. Pfarrer in Widnau / Montlingen (non. apost.). Führte das "geistliche Szepter" in Montlingen. Amtsantritt 1813 (Einkommen: 550 fl.).

Pfarrer Josef Breu schrieb am 19. Oktober 1815 einen Bericht ins Taufbuch Montlingen mit welchem er die Ereignisse am 18. Oktober 1815 in Feldkirch zu Papier brachte. Zudem verdanken wir ihm einen weiteren Bericht zu den Jahren 1813 bis 1818.

In der Schweizerischen Nationalbibliothek in Bern (Signatur 'FR 3166') befindet sich die folgende Quelle: Gespräch zwischen einem Pfarrer und zween Bauern in Hinsicht der medizinischen Quacksalberey auf dem Lande, von Pfarrer Breu in Montlingen. « Der Bürger- und Bauernfreund. Ein Unterhaltungsblatt für Jedermann. » St. Gallen, 1818, Franz Brentano. II. Jahrg. No. 16. Seiten 1-3, 6 Spalten.

Pfarrer Josef Breu hat ferner eine Kirchenordnung vom Jahre 1819 hinterlassen. Einige Paragraphen daraus lauten: § 2. (Missbräuche in der Kirche.) "Verbiethen wir in der Kirche das Drücken, das Bevortheilen des Standortes, Lachen und Schwatzen, das leichtfertige Herumschauen und Schlafen, jeden Tumult im Herein- und Hinausgehen, vorzüglich aber auf der Empore und den Treppen, worunter auch das in den Gang Herabspeien verstanden ist. Das Vergehen liegt verhältnissmässig in der Busse von 18 Krz. bis 6 Fr." § 5. "Ekelerregend ist's auch ohne Schnupftuch die Nase zu reinigen und den Unrat durch die Hand unter die Stühle oder in den Gang hinauszuwerfen. Daher wird dem reinlichen Anstand gesorgt und diese Unanständigkeit untersagt bei Busse von 15 Krz. bis 8 Fr." § 6. "Es wird auch aberkennt der andachtstörende Missbrauch, in der Kirche laut zu lesen; sowie auch unter der Predigt zu bethen; denn es ist eine Zeit zu hören und eine Zeit zu bethen. Auf die Nichtbeobachtung wird eine Busse von 20 Krz. bis 5 Fr. gelegt." § 7. "Unmündigen oder der Vernunft nicht fähigen Kindern wird die Kirche, zu welcher Zeit der Gottesdienst gehalten wird, nicht gestattet. Die Eltern oder solche, welche sie dahinführen oder tragen, verfallen in eine Busse von 1 bis 12 Fr." §8. "Umsomehr aber wird verboten, Hunde in die Kirche zu führen. Sollte aber wider Willen ein solcher dem Eigenthümer nachlaufen, so ist dieser aufgefordert, denselben unverzüglich hinauszujagen. Der Fehlbare liegt sohin der Busse von 1 bis l6 Fr. unter."

1815-1821

P. Pirmin (Josef Heinrich) Pfister (1762 - † 1841)

Pfarrer in Kriessern. Amtsantritt am 4. Juni 1815 (Ingressus am 18. Juni 1815). Der erste Eintrag im Totenbuch unter 'Josepho Henrico Pfister' fand am 2. Juli 1815 statt (im Taufbuch kein Eintrag zur Amtsübernahme aber erster Eintrag am 7. Juli unter 'Joseph Hennricus Pfister' nach einige Einträgen des Vikars Joseph Zimmermann).

P. Pirmin (Josef Heinrich) Pfister von Tuggen. Geboren den 14. Mai 1762 als Sohn des Mathias Balthasar Pfister, eines Bruders des Abtes Bonifaz III. von Pfäfers (Johann Viktor Pfister). Er studierte ein Jahr in Solothurn, wo er Choralist war, sonst in Einsiedeln. Profess am 24. September 1780. Priester am 13. September, Primiz am 29. September 1785.

P. Pirmin war zuerst Lehrer an der Klosterschule, dann kam er den 10. Oktober 1787 nach Bellenz, wo er bis zur Revolution blieb. Um 1800 ging er von dort nach Schwyz, wo er als 4. Professor Unterricht in Italienisch erteilte. Da er glaubte, daß die Klöster keine Zukunft mehr hätten, ließ er sich durch den Nuntius dispensieren. Im Jahre 1804 wurde er Pfarrer in Stein im Toggenburg, von dort kam er nach Kriessern und schließlich nach Lichtensteig, wo er bischöflicher Kommissar wurde. Da er sich nie ganz ruhig fühlte, bat er am 3. Oktober 1826 in Einsiedeln um Wiederaufnahme ins Kloster; diese wurde ihm den 27. Oktober 1826 gewährt. Am 21. Juni 1827 kehrte er wieder zurück, brachte 1000 fl. und die Aussteuer, wie ein Novize, mit. In der Folge trug er wieder gemeinsam mit den andern die Last und Hitze des Tages bis ins höchste Alter. Seine reichen Kenntnisse und Erfahrungen legte er fruchtbringend an, sowohl bei den Fratres als Professor der Anstalt, wie als Studenten- und Konventbeichtvater. Auch mit der Schriftstellerei beschäftigte er sich. «Der große Abfall» ist aus seiner Feder geflossen. Die regste Teilnahme schenkte er den grossen Tagesereignissen. Zeitung und Landkarte kamen fast nie aus seinen Händen. Von 1832-35 war er auch Brüderinstruktor. Den 12. September 1830 begrüsste er Nuntius de Angelis bei seiner Ankunft in Einsiedeln. Am 29. September 1834 feierte er seine Sekundiz, der die Äbte von Einsiedeln, Rheinau und Mariastein beiwohnten, wobei er selber auch die Festpredigt hielt, da er immer noch gerne predigte. Beim Mittagessen feierte P. Gall Morel den Jubilaren. P. Pirmin starb den 5. Dezember 1841 im Alter von 80 Jahren.

1815-1826

Johann Baptist Stieger (1788 - † 1831)

Von Kobelwald, achter Pfarrer in Kobelwald (25. Juni 1815 bis 1826). Kam als "Beichtiger" auf den Berg Sion.

Gemäss der Kanzlei des Bistums St. Gallen sind die Lebensdaten von Johann Baptist Stieger in Franz Josef Schöb's 'Series Sacerdotum Diocesis S. Galli' mit 24. Juni 1788 bis 1. Februar 1831 angegeben (bestätigt von Stefan Kemmer, Bischöfliches Archiv St. Gallen). Ebenfalls ist dort erwähnt, dass Johann Baptist Stiger 1812 Kaplan in Neu St. Johann gewesen sei (Stefan Kemmer: "1811 oder 1812 beginnt er [Johann Baptist Stiger] in Neu St. Johann. In diesem Jahr dürfte er auch geweiht worden sein, aber ein genaues Datum findet sich in den Quellen nicht.").

Anmerkung im Taufbuch Kobelwald 1796-1842 (Seite 60 unten): «# Nota Hochw. S. Pfr. J.B. Stieger kam als Beichtiger nach Berg Sion. Die Kloster Chronik berichtet: den 1 Febr. 1831 starb als Beichtiger auf Berg Sion, wo er auch begraben liegt d. hoch... J.B.St. v. Kobelwald. Er war Pfr. daselbst. Sein Eifer f.d. Seelenheil s. Pfarrkinder zog ihm die Auszehrung zu. J.J. 1826 wurde er als Beichtiger angestellt. Er war sehr fromm, ein wahres Muster f. Weltleute, wie f. Ordensfrauen. Er stiftete ein Seelamt u. 2 Einzelmehren.»

Eine Anfrage im November 2010 bei den Prämonstratenserinnen (Kloster Maria Loretto auf Berg Sion, Uetliburg bei Gommiswald SG) ergab keine weiteren Angaben.

1821-1829

Johann Christian Kafader (~1763 - † 1829)

Pfarrer in Kriessern. Aus Lachen, SZ. Gewählt am 30. Januar 1821 (Ingressus am 10. Februar 1821). Der erste Eintrag im Taufbuch unter 'Joanne Christiano Kafader' fand am 26. Februar 1821 statt (nachdem zwischen der Ankündigung von Pfarrer Kafader und dieser Taufe 'P. Franc. Sebastian Capucinus Aux Vicarius' am 2. Februar noch einen Eintrag machte).

Totenbuch Kriessern 1829:

Johann Christian Kafader, Pfarrer Kriessern

Verstorben am 18. Juni 1829 um 18 Uhr im Alter von 66 Jahren an Gallen-Nervenfieber.

1826

Johann Nikolaus Werk

"Vikar" in Oberriet.

Von Wil. Johann Nikolaus Werk war eigentlich nicht Kaplan, sondern Aushilfspriester für den krank darniederliegenden Pfarrer Künzle.

1826
1826-1849

Franziskus Johannes Fuchs (1798 - † 1850)

Von Schänis. Kaplan und später Pfarrer in Oberriet. Zuvor Pfarrer in Linthal.

Franz Johann Fuchs war vom 19. Juli 1826 bis Oktober 1826 als Kaplan, danach ab November 1829 bis 1849 als Pfarrer von Oberriet. Pfarr-Resignat Arnold Hürlimann schreibt: "In Oberriet am Sterbetag von [Kaspar] Künzle als Kaplan angetreten.". Im Taufbuch Oberriet findet sich zudem 1826 der folgende Eintrag: «Die 29t Octobris 1826 promotus fuit ad Parochum h.l. Joann. Francis. Fuchs».

Franz Johann Fuchs, Pfarrer Oberriet

Am 27. Jänner 1836 lief vom Schulinspektor Fuchs (Pfarrer in Oberriet) beim Schulrat ein Schreiben ein betreffend der Erbauung eines neuen Schulhauses. Siehe Schulgeschichte (Seite 46).

1849 ging Pfarrer Fuchs nach Flawil, wo er am 14. Februar 1850 starb.

1826-1839

Johannes Pius Grüninger

Von Altendorf, neunter Pfarrer in Kobelwald (20. Juli 1826 bis Juli 1839). Wurde nach Wartegg abberufen. [Setzte sich mit seinem Pseudo-Latein auf die erste Seite des Pfarrbuchs Kobelwald, zwischen Johann Baptist Stieger und dessen Annotation. Schrieb seinen Namen selbst 'Gruninger'.]

1827-1829

Joseph Anton Peter († 1832)

Von Sargans. Kaplan in Oberriet von Januar 1827 bis Oktober 1829. Verstorben am 3. November 1832 in Sargans.

1830-1838

Flavian Bonifaz Nigg († 1872)

Von Pfäfers. Kaplan in Oberriet von 1830 bis 21. August 1838. Verstorben am 15. Oktober 1872 in Balens.

1828

Joseph Martin Fäh

Von Kaltbrunn. Pfarrer in der Pfarrei Montlingen. Amtsantritt 1828.

1834-1874

Johannes Eigenmann

Pfarrer in Kriessern. Bürger von Waldkirch. Amtsantritt am 1. Juli 1834. Der erste Eintrag im Taufbuch unter 'Johannes Eigenmann Betspfarrer' fand am 19. Juli 1834 statt. Verstorben am 1. Juni 1874.

1836-1844

Werner Frei

Organist in Kriessern (im Dienst der Kirche).

1838-1852

Johann Simon Bücheler († 1885)

Von Hemberg. Zunächst Kaplan in Oberriet von 1838 bis 1842. Danach elfter Pfarrer in Kobelwald (von September 1842 bis Juli 1852). Die Abschiedspredigt, gehalten Sonntags den 29. August 1858 (16 Seiten) in der Pfarrkirche zu Oberegg, wurde veröffentlicht. Ebenso die Fahrt-Predigt 'Ein Wort der Begeisterung für Freiheit und Vaterland', gehalten zu Näfels, den 6. April 1865. Kaplan und Pfarrer in Walenstadt zwischen 1861 und 1874. Verstorben am 3. Mai 1885 in Ragaz.

1839-1848

Johann Jakob Breu

Von Widnau. Zehnter Pfarrer in Kobelwald (von September 1839 bis Mai 1842). Ab 1842 Pfarrer in Montlingen.

1842-1844

Johann Baptist Lüchinger (1814 - † 1889)

Von Montlingen. Kaplan in Oberriet von 1842 bis 1844). Verstorben am 15. Mai 1889 in Eschenbach.

1844-1851

Joseph Anton Elser (1796 - † 1852)

Von Gossau. Kaplan in Oberriet von 1844 bis 1851. Geboren am 12. Februar 1796 als Sohn des Johann Elser (Zinkenhub / Zinggenhub bei Andwil) und der Anna Maria Egle. Verstorben an Lungenentzündung am 28. Februar 1852 in Oberriet um die Mittagsstunde, beerdigt am 2. März 1852.

1844-1865

Johann Weder

Organist in Kriessern (im Dienst der Kirche).

1848-1863

Joseph Anton Kressig († 1885)

Von Vättis. Pfarrer in der Pfarrei Montlingen. Amtsantritt 1848.

Joseph Anton Städler, Pfarrer Montlingen, 1848-1863

Pfarrer Kressig wurde als strammer, leutseliger Mann mit köstlichem Humor beschrieben, welcher immer wieder mit schlagenden Witzen verblüffte.

Er liess in seiner 15jährigen Amtszeit die Kirche mit einem neuen Besenwurf versehen und er liess die Orgel, welche ursprünglich wie ein Vogelschlag an der Seitenwand der Kirche angebracht war, auf die Empore verschieben. Ebenso mussten zwei der ursprünglich 5 Altäre weichen.

Pfarrer Kressig starb 1885 in Berg.

1849-1850

Jakob Bonifaz Klaus (1823 - † 1892)

Von Niederhelfenswil.

Jakob Bonifaz Klaus, Pfarrer Oberriet, 1849-1850

Domvikar in St. Gallen 1847, Pfarrer in Oberriet 1849 bis 1850, Pfarrvikar in Haslen 1853, Pfarrer in Amden 1855, Präfekt des Kollegiums in Schwyz 1860, Pfarrer in Wildhaus 1866, in Alt-St. Johann 1868, in Lütisburg 1877, Dekan des Kapitels Obertoggenburg 1866, des Untertoggenburg 1878.

Die erste Zeit seiner St. Gallischen Wirksamkeit war eine kirchlich-politische, was ihm 1850 die Deplazetierung von der Pfarrei Oberriet zuzog. Die Freundschaft mit Theodosius Fiorentini weckte die soziale Tätigkeit, in der er 1872 die Pastoration der bei Schweizerischen Bahnbauten beschäftigten Italiener übernahm, 1876-1877 die katholische Waisenanstalt Iddaheim bei Lütisburg für das Toggenburg und 1879-1880 die grössere Anstalt Iddazell in den Räumen des ehemaligen Klosters Fischingen gründete. Noch auf dem Todesbette war er mit dem Plane einer schweizerisch katholischen Rettungsanstalt für sittlich verwahrloste Kinder beschäftigt. Päpstlicher Ehrenkämmerer 1873, Hausprälat 1878 [HBLS-04].

Jakob Bonifaz Klaus starb am 28. Februar 1892 in St. Iddazell (Kloster Fischingen).

1850-1862

Alois Ackermann (1823 - † 1886)

Von Straubenzell. Zuerst Domvikar in St. Gallen, danach Pfarrer in Oberriet von 1850 bis 1862. Nach Oberriet folgte ein Umzug nach Niederhelfenschwil.

Alois Ackermann, Pfarrer Oberriet, 1850-1862

Verstorben am 13. Juni 1886 als Schloss- und Schulbenefiziat in Jettenbach bei Mühlbach in Oberbayern.

1851-1855

Andreas Egeter (1790 - † 1855)

Von Altstätten. Kaplan in Oberriet von 1851 bis 1855. Geboren am 18. Oktober 1790 als Sohn des Andreas Egeter und der Katharina Kobler. Verstorben um 16 Uhr am 11. Mai 1855 in Oberriet, beerdigt am 15. Mai 1855.

1853-1860

Kernigius Bernet

Zwölfter Pfarrer in Kobelwald (von Jänner 1853 bis August 1860).

1854-1877

Hironymus Hutter

Messmer in Kriessern.

1854-

Albert "Aloys" Zäch

Br. Aloys (Albert) Zäch von Oberriet. Geboren den 7. August 1854 als Sohn des Franz Zäch [Anm.: der Vater hiess Johannes "Klenskaspers"] und der Franziska Baumgartner. Profess 4. September 1877.

Br. Aloys wirkte kurz als Koch in Einsiedeln, dann von 1881-84 als solcher in Disentis. Zurückgekehrt, half er in Haus und Garten. Am 12. Februar 1885 verreiste er nach Neu Subiaco, von wo er 1892 nach St. Meinrad kam. 1896 kehrte er zurück und wurde wieder Konventbruder. Von 1897 auf 1898 weilte er in Sonnenberg, den 26. Juli 1899 kam er nach St. Gerold, von dort am 18. Juli 1914 nach Freudenfels und am 28. November 1914 zurück ins Kloster. Am 8. März 1915 wurde er wieder als Gehilfe dem Statthalter in Sonnenberg beigegeben, wo er gegenwärtig [gemäss Quelle unten aus dem Jahr 1933!] noch weilt. Den 4. September 1929 konnte er sein goldenes Professjubiläum feiern. Verstorben am 15. November 1938 in Einsiedeln.

Quelle: Professbuch der fürstlichen Benediktinerabtei unserer lieben Frau von Einsiedeln (von P. Rud. Henggeler O.S.B. Einsiedeln).

1855-1857

Theodor Ruggle († 1891)

Von Bernhardzell. Kaplan in Oberriet von 1855 bis 1857. Verstorben am 2. Oktober 1891 in Gossau als Dekan und Kanonikus.

1892 erschien im Cavelti-Hangartner Verlag von Ulrich Hangartner das Buch 'Theodor Ruggle, Pfarrer von Gossau in seinem Leben und wirken'.

1857-1862

Fidelis Oberholzer (1833 - † 1902)

Von Goldingen. Kaplan in Oberriet von 1857 bis 1862. Geboren am 26. März 1833 in Goldingen als jüngstes von 16 Kindern. Mit 12 Jahren, als beide Elternteile tot waren, kam er in die Obhut eines Onkels. Er studierte Theologie an der Universität in München. Ernennung zum Priester am 11. April 1857 (durch Bischof Kreidt). Siehe ab Seite 66 im angehefteten Dokument unten.

Fidelis Oberholzer war der Onkel des Pfarrers Alois Oberholzer, Pfarrer in Montlingen (1884-1917) - siehe dort. Verstorben am 24. November 1902 in Rochester, New York an einem Lungenoedem.

Fidelis Oberholzer, Kaplan in Oberriet, 1857-1862

Detailliert erwähnt im 'Souvenir Book of the Golden Jubilee of the Most Holy Redeemer Church, Rochester, N.Y., 1867-1917 ab Seite 25 (Quelle des Bildes auf Seite 11).

1860-1863, 1863-1868

Franz Xaver Urnauer (* 1833)

Von Uttenweiler (Baden Württemberg). 13. Pfarrer in Kobelwald (von Oktober 1860 bis Dezember 1863). Ab 1863 Pfarrer in Montlingen.

Franz Xaver Urnauer wurde am 21. Oktober 1833 in Uttenweiler im Oberamt Riedlingen geboren. Nach seiner Ordination 1857 war er fast 11 Jahre im Pastorationsdienst der Diözese St. Gallen tätig. Bevor er nach Kobelwald kam war der beliebte und gemütvolle Frany Xaver Urnauer Kaplan in Altstätten. In Montlingen vergrösserte er die Empore und er führte eine neue Bestuhlung und wenig wetterfeste Fenster im Schiff ein. Als er am 24. September 1868 in seine Diözese zurückkehrte, gaben ihm 30 Männer das Geleit bis Au. Nach seiner Zeit im Rheintal war er zwischen 1870 und 1876 Seelsorger in der Kirchgemeinde St. Nikolaus - Zepfenhan (bis 1803 Filiale von Neukirch). Von 1876 bis 1888 war er Priester in Schömberg. 1888 wurde er Stadtpfarrer in Tettnang. Aus Anlass seines 50jährigen Priesterjubiläums wurde dem Stadtpfarrer Urnauer und dem Pfarrer Zell am 10. August 1907 das Ritterkreuz 1. Klasse des Friedrichsordens und dem Pfarrer Rettenmaier der Titel Kirchenrat verliehen. 1909 war er frei resig. Stadtpfarrer von Tettnang.

1862-1865

Augustinus Egger (1833 - † 1906)

Dr. theol. h.c. von Kirchberg. Professor am Knabenseminar in St. Georgen, danach Pfarrer zu Oberriet von 1862 bis 1865. Von Oberriet als Domkatechet nach St. Gallen.

Geboren am 5. oder 6. August 1833. Verstorben als Bischof der st. gallischen Diözese am 12. März 1906. Wappen: durch Schrägbalken von Blau mit goldenem Kreuze links geteilt, oben von Rot mit drei im Dreieck gestellten goldenen Sternen, unten das Wappen der Grafschaft Toggenburg.

Augustin Egger, Pfarrer zu Oberriet, 1862-1865

Priester 17. Mai 1856, Pfarrvikar in Andwil, Domvikar in St. Gallen, Vikar in Waldkirch, Lehrer am bischöflichen Knabenseminar 1857-1862, Pfarrer in Oberriet 1862-1865, Residentialkanonikus und Domkatechet in St. Gallen 26. Juni 1865, Domdekan 28. Februar 1872. Als solcher verteidigte er die kirchlichen Rechte gegen die Altkatholiken, die katholische Auffassung gegenüber der Zivilehe und im kantonalen Schulkampfe.

Am 25. Mai 1882 wurde er zum Bischof gewählt und am 6. August konsekriert. Er war beteiligt an den Verhandlungen zur Wiederherstellung der normalen kirchlichen Verhältnisse im Bistum Basel, veranlasste 1886 das jährliche Bettagsmandat der Schweizerischen Bischöfe und stand längere Zeit als Dekan an der Spitze des Schweizerischen Episkopates. Seit 1892 war Bischof Egger der Vorkämpfer der katholischen Antialkoholbewegung und vertrat als solcher den Heiligen Stuhl am V. internationalen Kongress gegen den Missbrauch geistiger Getränke in Basel 1896. Für die erste Vorlage zur Schweizerischen Kranken- und Unfallversicherung (Lex Forrer) stand er 1900 mit 2 Broschüren ein. In seiner erfolgreichen Betätigung als Volksschriftsteller stellte er in den letzten Lebensjahren infolge der Angriffe auf das Beichtinstitut und gegenüber den Strömungen des Modernismus die Apologetik in den Vordergrund [HBLS-02].

1862-1866

Anton Streicher († 1906)

Von Denkingen. Kaplan in Oberriet von 1862-1866. Verstorben am 15. April 1906 in St. Margrethen.

1864-1866

S.[?] Egger

14. Pfarrer in Kobelwald (vom 3. März 1864 bis Oktober 1866). Fungierte einige Zeit als Pfarrvikar [von?] J. Ackermann.

1865-1872

Johann Nepomuk Idtensohn (1827 - † 1892)

Von Wil, SG. Geboren am 15. Mai 1827. Professor an der Kantonsschule, danach Pfarrer in Oberriet von 1865 bis 1872. Dekan des Kapitels Rheintal. Von Oberriet nach Niederhelfenschwil. Verstorben als Stiftsbibliothekar am 19. Mai 1892.

Eingeschrieben an der Universität in Freiburg unter der Matrikelnummer 47W011 (Wintersemester 1847).

1865-1867

Johann Stieger

Organist in Kriessern (im Dienst der Kirche).

1866-1868

Anton Gottfried Küng

15. Pfarrer in Kobelwald (vom 15. Dezember 1866 bis 30. April 1868).

1866-1868

Joseph Büsser († 1911)

Von Amden. Kaplan in Oberriet von 1866-1868. Verstorben am 6. Februar 1911 in Schmerikon.

1867-1870

Josef Hutter

Organist in Kriessern (im Dienst der Kirche).

1868

Vikar Nazarius Linggi O.C.

Von Schwyz. Pfarrer in der Pfarrei Montlingen. Amtsantritt 1868.

1870 betrug das Einkommen des Pfarrers 1791 Franken.

1868-1869

Alois Wenk († 1916)

Von Lütisburg. Kaplan in Oberriet von 1868-1869. Von 1870 bis 1873 war er Pfarrer in Walde. Verstorben am 19. Dezember 1916 in Zizers.

1868-1871

Johann Benedikt Edelmann

16. Pfarrer in Kobelwald (vom 8. September 1868 bis Juli 1871).

1869-1871

Johann Baptist Morger († 1913)

Von Eschenbach. Kaplan in Oberriet von 1869-1871. Erster Kaplan in Oberriet, welcher in die neue Kaplaneiwohnung übersiedelte. Es folgen verschiedene Posten, danach wurde Johann Baptist Morger Spiritual im Krankenasyl zu Schmerikon. Von Ende Dezember 1905 bis Ende Oktober 1906 versah Johann Baptist Morger provisorisch die Pfarrhelferstelle in Erstfeld. Verstorben am 9. Juli 1913 im Krankenhaus zu Uznach.

1869-1875

Karl Augustin Falk (1839 - † 1903)

Pfarrer in Montlingen. Geboren am 1. November 1839 in Straubenzell, verstorben am 16. Dezember 1903 in Brülisau. Sohn des Andreas Falk von Straubenzell, Landwirtschaftliches Gymnasium in Sarnen und Schwyz, Theologiestudent in Mainz, 1864 Priesterweihe in St. Gallen. 1864 bis 1868 Kaplan in Gossau; 1869 (1871?) bis 1875 (bzw. 1884) Pfarrer in Montlingen und 1884 bis 1903 in Brülisau. Karl Augustin Falk wurde als einer der eifrigsten Vertreter des Ultramontanismus am 30. April 1875 wegen Kanzelmissbrauchs von der kulturkämpferischen Regierung von Matthias Hungerbühler deplatziert, weigerte sich aber bis 1884 trotz gegenteiligen Willens seines Bischofs, als Pfarrer von Montlingen zu resignieren.

Karl Augustin Falk hielt 1871 am 4. Sonntag nach Pfingsten eine Predigt zum Thema 'Die neue, grosse Rheinüberschwemmung im Rheinlande, und der daherige Nothstand'. Diese Predigt wurde als Büchlein herausgegeben (mindestens zwei Ausgaben). Der Erlös ging zugunsten der Wassergeschädigten.

Vorbemerkung zur Predigt:

« Die Pfarrgemeinde Montlingen besteht aus zwei Dörfern: Montlingen und Eichenwies. Ersteres hat eine Bevölkerung von 770, Letzteres von 460 Seelen. Unmittelbar am Rhein gelegen, dessen Beet sich seit 25 Jahren durchschnittlich um 15 Fuß erhöht haben soll, ist namentlich das Dorf Montlingen schon mehrmal von den überströmenden Fluthen geschädigt worden, doch nie so fürchterlich wie anno 1868 und in noch höherm Grade am 19. Juni dieses Jahres. Um nur von der letzten Überschwemmung etwas zu sagen: es stunden von den 156 Häusern (die übrigen Gebäulichkeiten nicht inbegriffen) nicht weniger als 140 mehr oder weniger tief im Wasser, sehr viele in dem Maß, dass dieses selbst in die Wohnstuben drang und die Bewohner zur schleunigen Flucht zwang. Die, wenige Ausnahmen abgerechnet, ganz arme Bevölkerung nährt sich nothdürftig von ihrer Landwirthschaft und dem Verkauf von etwas Torf. Das weibliche Geschlecht stickt zu Hause auf der Maschine.

Den i.J. 1868 ruinirten Boden hatte der Fleiß der Landleute mit vieler Mühe und großen Unkosten wieder hergestellt. Die Freude der guten Leute war außerordentlich, da sie dies Jahr zum erstenmal seit 1868 "ihren Boden wieder so schön und ergiebig" sahen. Aber ach! Der 19. Juni zerstörte mit Einem Schlag alle fernern Aussichten! Die Feldfrüchte sind ruinirt; der Ertrag der Wiesen ist dahin; der Torf, der im Jahre 1868 sammt den übrigen Erträgnissen des Landes noch hatte benutzt werden können (da der Rhein anno 1868 erst im Oktober eingebrochen), ist diesmal theils vom Wasser fortgeschwemmt, theils sonst total unnutzbar gemacht.

Man denke sich den allseitigen Schaden, die Noth und die Bestürzung der nun innert 3 Jahren zum zweitenmal so hartgetroffenen Bevölkerung, die gewiß um so mehr zu bedauern ist, da ihr an dem Einbruch des Rheines gar keine Schuld beigelegt werden kann (als ob sie z.B. die Besorgung des Damms vernachlässigt hätte u. dgl.); denn der Dammbruch ist oberhalb des Gebietes, das Montlingen zu schützen hat.

Auch Eichenwies hat stark gelitten, doch nicht in dem Maße wie Montlingen. Gebe der barmherzige Gott, daß die Gefahr, von der es noch augenblicklich bedroht ist, abgewendet werde!

Die Veröffentlichung nachfolgender Predigt bedarf wohl weder einer nähern Begründung noch Entschuldigung; der Zweck ist klar! Der gütige Leser, der dem Herausgeber oder dem Hülfskomite in hier seine milde Gabe zu Gunsten der so furchtbar Heimgesuchten, sicher aller Theilnahme Würdigen einzusenden die Güte hat, genehmige zum Voraus ein aus dankbarem Herzen steigendes "Gergelt's Gott tausendmal!".

Montlingen, den 26. Juni 1871. »

Im Jahre 1871 hatte Pfarrer Falk die vernachlässigte Kirche aus von ihm gesammelten Beiträgen (19'000 Fr.) renoviert. Die alten, morschen Altäre wurden durch neue ersetzt und in den Chor kamen zierliche Glasgemälde von Röttiger in Zürich.

Karl Augustin Falk wurde im Amt abgesetzt (polizeilich abgeführt). Aus der Sicht von J. Alois Oberholzer [AO1910] hört sich das folgendermassen an:

« Im April 1875 entzog diesem für Gott und seine Kirche begeisterten jungen Priester die damalige kulturkämpferische Regierung des Kantons St. Gallen mit den Landammännern Curti, Hungerbühler und Zäch - welch letzterer als Gemeindammann von Oberriet eine Zeit lang sein Pfarrkind war - an der Spitze das hochobrigkeitliche Plazet und drängte ihn mit polizeilicher Gewalt aus seinem Hause, aus der Kirche und aus dem ihm von seinem Bischofangewiesenen Wirkungskreise. Bereits ein halbes Jahr lang waren auf Kosten der Kirchgemeinde Landjäger hier stationiert, um allfällige gottesdienstliche Funktionen des Pfarrers, der bei seinem Nachbar in Koblach ein schützendes Obdach gefunden, zu verhindern. Polizeihauptmann Kobelt war unermüdlich im Spionieren. Jeden Abend wurde zu grösserer Erbauung seiner getreuen Gilde in der Kirche der Rosenkranz gebetet, oft sogar der ganze Psalter. Da nun postierten sich zwei Wächter des Gesetzes, die Mützen auf dem Kopfe, in den ersten Stuhl, um den Chor gegen den staatsgefährlichen Pfarrer zu schützen. In ihrer Langweile wechselten sie mit Stehen und Sitzen und Gähnen. Der dritte Posten war beim Hauptportal aufgepflanzt, um das Anrücken feindlicher Heermassen zu signalisieren. Sie wachten bei Tag und bei Nacht, dass der schreckliche Schwarzrock seine "Falkenburg" nicht durch einen Ueberfall erobere. Die Gemeinde blieb indess ihrem Seelsorger im allgemeinen treu ergeben. Noch im April 1876 petitionierten von zirka 280 Bürgern 233 mit Namensunterschrift, dass er wieder in Montlingen funktionieren dürfe. Weil von den Beteiligten mehrere noch am Leben sind [1909] und man auch die Toten ruhen lassen soll und weil wir nicht nun vernarbte Wunden wieder aufreissen möchten, wollen wir uns hier über diese Wirren, welche der Gemeinde viele böse und traurige Tage brachten, nicht weiter aussprechen. Wer näheren Aufschluss wünscht, den verweisen wir auf das vom Geächteten herausgegebene Schriftchen "Der Regierungsrat von St. Gallen und sein Deplazetierungsversuch in Montlingen im Lichte der Akten." (Appenzell, Verlag von Oskar Broger 1877.) Tatsache ist, dass der Sturm gegen Pfarrer Falk zunächst nicht in der eigenen Gemeinde ausgebrochen; Tatsache ist ferner, dass ihm Unrecht geschehen, indem die ihm gemachten Vorhalte bei objektiver Prüfung sich als unbegründet erwiesen und dass er durch seinen energischen Widerstand dem St. Gallischen Klerus einen grossen Dienst geleistet, indem es die Regierung seit dieser Zeit nicht mehr versuchte, einen ihr missliebigen Pfarrer seines Amtes zu entheben. »

Im Tagebuch von 1871-1914 des Pfarrers Carl Bischofberger, Pfarrei St. Martin Jonschwil, ist dieses Ereignis auch unter 1878 erwähnt:

« Im Kanton St. Gallen erfolgte die Aufhebung des Knabenseminars, das Maulkrattengesetz, das die Geistlichen um das freie Wort auf der Kanzel bringen musste, das Exerzitienverbot bei den Jesuiten, die Vermischung der Friedhöfe, das Plazet für die Pfrundbesetzungen und die bischöflichen Hirtenschreiben, die Einführung eines kirchenfeindlichen Lesebuches in den Ergänzungsschulen, die Deplatzierung des Hochw. Herrn Pfarrer Falk in Montlingen und Vieles mehr. »

Am 8. März 1884 gab Herr Pfarrer Falk seine Resignation ein und wurde in Brülisau, wo er seit seiner "Delplazetierung" als Vikar wirkte, zum Pfarrer gewählt. Die Resignation hat folgenden Wortlaut:

Geliebte! Hatte ich früher von höchster Stelle Weisung erhalten, unterdessen durchaus Widerstand zu leisten gegen das mir und dem gesunderen Teile meiner Pfarrkinder zugefügte höchste Unrecht, so enthebt mich nun eine von derselben verehrungswürdigen Seite in jüngster Zeit ergangene Entscheidung der Aufgabe, diesen Widerstand weiter zu führen. Infolge dessen habe ich diese Woche dem um Euer, wie für mein Wohl väterlich besorgten hochwürdigsten Herrn Bischof Augustinus meine Resignation auf die Pfarrpfründe Montlingen eingereicht.

Indem ich von Euch, Geliebte! als bisheriger, kirchlich rechtmässiger Seelsorger aus der Ferne Abschied nehme, danke ich Allen, die mir bis zur Stunde ihre Liebe und Treue bewahrt. Des Zeugnisses, das unser hochwürdigster Oberhirt mir gegeben: "den Kampf für eine gerechte Sache im Ganzen ehrenvoll, treu und opferwillig geführt zu haben", dürft auch Ihr Euch freuen und das wird Euch in der Todesstunde zum Troste gereichen.

Den Gegnern, für die ich, wie für meine treuesten Pfarrkinder, täglich mein schwaches Gebet zum Himmel gesandt, ist wohl die Tatsache selbst der sprechendste Beweis, dass ich ihnen Alles schon längst aus vollem Herzen verziehen habe, weil und wie Gottes Sohn es will.

Ich nehme Abschied von den Pfarrkindern allen in heiliger, priesterlicher, väterlicher Liebe und bitte Gott, dass er die liebe Pfarrgemeinde schütze und ihr eine glückliche Zukunft verleihe!

Die schöne Kirche, deren Ihr Euch erfreut, sie wird mein Andenken in Eurer und Eurer Kinder Mitte erhalten und Euch, zumal wenn ich gestorben bin, noch einladen, für mich als Euern einstigen Seelsorger, die ewige Ruhe in Gottes schönem Himmel zu erflehen. Bleibet treue, würdige Kinder unserer gemeinsamen Mutter, der hl. römisch-katholischen Kirche! Die Gnade unseres Herrn Jesu Christi sei allezeit mit Euch!

Brülisau, 8. März 1884. Sig. Karl Aug. Falk, Pfarrer.

1870-1907

Leonhard Hutter

Organist und Chorleiter in Kriessern (im Dienst der Kirche).

1871-1876

Bernhard Bischoff

17. Pfarrer in Kobelwald (vom 7. September 1871 bis 3. Juli 1876).

1872-1879

Johann Georg Kruser (1826 - † 1883)

Von Ems (GR). Pfarrer in Widnau und danach Pfarrer in Oberriet von 1872 bis 1879. Danach Pfarrer in Rheinau. Verstorben am 22. Juni 1882 als Pfarrer in Rheinau im Kreuzspital in Chur.

1872-1873

Franz Joseph Schöb († 1930)

Von Gams. Kaplan in Oberriet von 1872-1873. Verstorben am 8. Juli 1930 in St. Gallen.

1874-1888

Johann Paul Fäh

Pfarrer in Kriessern. Bürger von Benken, SG. Amtsantritt im September 1874. Der erste Eintrag im Taufbuch unter 'Joa. Paulus Fäh' fand am 27. Oktober 1874 statt. Amtsrückgabe am 21. Obtober 1888.

1874-1876

Anton Ferdinand Peretti († 1929)

Von Forno (Italien). Kaplan in Oberriet von 1874-1876. Vermutlich derselbe Peretti, welcher 1890 Pfarrer in Kriessern wurde Siehe dort). Verstorben am 6. April 1929 in Altstätten (Rosenheim).

1875

Joseph Engelbert Gröbli

Von Eschenbach. Vikar in Montlingen. Vom 3. Januar 1876 bis am 12. August 1877 Kaplan von Goldingen. Verstorben als Missionspriester in Wartau.

1876

Sebastian Greusing

Vikar in Montlingen. Verstorben in Berg.

1877-1882

Georg U. Brändle († 1905)

Von Mosnang. Kaplan in Oberriet von 1877-1882. Verstorben am 30. Mai 1905 in Eschenbach.

1877

Pater Alphons

Pater in Montlingen.

1877-1881

Johann Baptist Füger (1849 - † 1932)

18. Pfarrer in Kobelwald (vom 2. Juni 1877 bis 7. Mai 1881). Geboren am 14. September 1849 in Mörschwil, gestorben am 25. Januar 1932 (Eltern: Johann Baptist Füger und Barbara Katharina Keller). Nichtresidierender Domherr auf Berg Sion.

1877-1942

Matthias Dietsche

Messmer in Kriessern.

1878

Pater Gall

Pater O.C. in Montlingen.

1878-1883

Emil Lampert († 1905)

In Montlingen von 1878 bis am 4. November 1883. Verstorben als Pfarrer von Eisenthal (Baden) im Jahre 1905.

1879-1894

Karl Gämperle (1849 - † 1894)

Von Lütisburg. Geboren am 24. Juni 1849 als Sohn des Johannes Michael Gämperle und der Maria Katharina Germann. Uierst Kaplan in Oberegg und danach Kaplan in Flums und danach Pfarrer in Oberriet von 1879 bis zu seinem Tode am 16. März 1894 gegen 19:15 Uhr. Beerdigt am 20. März 1894.

Im Totenbuch in Oberriet ist angemerkt, dass Karl Gämperle viel gearbeitet und viel gebetet habe. Er habe sich selbst streng beschränkt und all seine Eigentümer den Armen geschenkt.

1881-1918

Karl Joseph Thüringer (1850 - † 1938)

Von Altstätten, 19. Pfarrer in Kobelwald (vom 16. August 1881 bis 30. April 1918).

Karl Joseph Thüringer

Gemäss Personenregister Kobelwald hatte Karl Joseph Thüringer möglicherweise eine zweite Amtszeit zwischen 1934 und 1938. Gemäss diesem Register folgte danach 'Otto Bitschman'.

1882-1884

Theodor Xaver Alois Schmucki (1838 - † 1884)

Von St. Gallenkappel. Kaplan in Oberriet von 1882-1884. Alois Schmucki wurde am 12. Oktober 1838 als Sohn des Johann Vinzenz (?) Schmucki und der Theresia Rüegg geboren. Verstorben am Morgen des 14. Juli 1884 in Oberriet. Beerdigung am 17. Juli 1884.

1883

Pater Nazarius

Pater O.C. in Montlingen ab 6. November 1883 bis 7. August 1884. War 1909 'Senior in Appenzell'.

1884-1917

Johann Alois Oberholzer (1855 - † 1918)

Pfarrer in Montlingen (1884-1917), Dekan des Kapitels Rheintal. Von Goldingen.

Johann Alois Oberholzer, Pfarrer Montlingen, 1884

Die ersten drei Priesterjahre verbrachte Pfarrer Alois Oberholzer in Bernegg (als Kaplan unter Dekan F.X. Kern). Pfarrer Alois Oberholzer kam am 7. August 1884 in einem Landauer nach Montlingen. Damit ging in Montlingen eine 9-jährige pfarrerlose Zeit zu Ende (der vorangehede Pfarrer wurde von der kantonalen Regierung unter Anwendung polizeilicher Gewalt widerrechtlich entfernt). Alois Oberholzer liess das alte, unansehnliche, rabenschwarze Pfarrhaus aus dem Jahr 1684 für 16'000 Fr. umbauen, führte 1896 und 1898 eine gründliche Kirchenrenovation durch (10 neue, teilweise gemalte Fenster im Schiff, von Glasmaler Holenstein in Rorschach, einen 190 cm hohen Täfer rings um alle Wände und neue Beichtstühle von Schreiner Jakob Wüst aus Montlingen, etc.) und liess 1897 den Friedhof erweitern. Unter seinem Präsidium wurde 1889 das alte Schulhaus beim Friedhof vergrössert. Um 1890 schreibt Alois Oberholzer: "Die Jungfrauen sind als tätige, anstellige Töchter bekannt, weshalb sie immer guten Absatz nach Oberriet, Kriessern und selbst nach Marbach finden.".

Am 28. April 1902 nahm Alois Oberholzer für 4 Monate Urlaub und besuchte seinen Onkel. Rev. Fidelis Oberholzer, Pfarrer der hl. Erlöserkirche in Rochester. Er reiste via Basel, Metz, Luxembourg, Brüssel, nach Antwerpen, wo er mit dem Dampfer 'Vaderland' (Stapellauf 12. Juli 1900, am 4. Juni 1917 versenkt) der Red-Star-Linie nach New York fuhr. Am 22. August ware er wieder in Oberriet.

Von Mai 1903 bis anfangs 1904 liess Alois Oberholzer die neue Kaplanei erstellen. Alois Oberholzer kaufte den ersten Bauplatz im Melchenfeld und schenkte diesen dann der Schulgemeinde, so dass 1908 das "Schulhaus Bergli" gebaut werden konnte. Ende Dezember 1909 stellt Pfarrer Oberholzer eine Dorf-Chronik fertig, welche dann 1910 veröffentlicht wurde [AO1910]. Alois Oberholzer wurde in Montlingen beerdigt.

Alois Oberholzer 1855-1918

1884 betrug das Einkommen des Pfarrers - einschliesslich Jahrzeitbuch - 1965 Franken, 1893 2200 Franken, 1900 2300 Franken und am 17. November 1907 bei Abschaffung des 2. und 3. Bestattnisopfers 2500 Franken. Der Messmer bezog nebst freier Wohnung mit etwas Wieswachs und Obst 500 Franken nebst einem kleinen Garbengeld von den einzelnen Familien für das "Wetterläuten". Der Organist bezog 300 Franken pro Jahr.

1885-1887

Engelbert Forster († 1916)

Von Rotmonten. Kaplan in Oberriet von 1885-1887. Verstorben am 2. September 1916 in Rodersdorf (SO).

1888

Johann B. Scherrer

Von Quarten. Kaplan in Oberriet von Januar 1888 bis Juni 1888. Danach Pfarrer in Oberriet. Zuvor Pfarrer in Zuzwil. Am 9. April unternahm der Pfarrer Carl Bischofberger (Pfarrei St. Martin) eine Romreise mit seinem geistlichen Sohn, Joh. B. Scherrer. Verstorben am 28. April 1904 in Diepoldsau.

1888-1890

Franz Josef Sohler (1834 - † 1916)

Pfarrer in Kriessern. Aus Zunsweier (Amt Offenburg) in Baden. Pfarrvikar in Kriessern seit 1. Dezember 1888. Der erste Eintrag des im Taufbuch unter 'Vikar Josef Sohler' fand am 18. Dezember 1888 statt (nachträglich eingetragen, da Pfarrer Fäh krankheitshalber seit Juni die Einträge nicht mehr vornehmen konnte aber offenbar noch die Taufen vollzog). Amtsrückgabe am 2. Juni 1890.

Matrikel der Universität Freiburg im Breisgau von 1806-1870: «Franz Joseph Sohler; * Zunsweier 9.3.1834; 54W-57S theol; ord. 4.8.1858, Vik. in Malsch b. Ettlingen, Mannheim, Freudenberg, 1862 Pfrv. in Michelbach, 1863 Pfr. in Neckarhausen, 1864 in Kronau, im selben Jahr in Gamburg, 1872 in abs. Pfrv. in Rheinsheim, 1883 Tischtitulant, dann Pfrv. in Flehingen und Michelbach, 1884 dort Pfr., 1886 Pfr. in Stollhofen, 1887 Tischtitulant, dann in den Diözesen Brixen und St. Gallen, 1894 Kaplv. in Oberammergau, seit 1908 in Offenburg; 18.6.1916.»

1889-1893

Albert Maggion († 1898)

Von Flums. Kaplanvikar in Oberriet von 1889 bis 1893. Verstorben am 27. Dezember 1898 in Flums.

1890-1896

Anton Peretti

Von Forno (Italien). Pfarrer in Kriessern. War vermutlich Kaplan in Oberriet von 1874 bis 1876 (siehe dort). Der erste Eintrag des im Taufbuch unter 'A.S. Peretti' fand am 10. August 1890 statt.

1893-

Kanonikus Paul Dietsche († 1972)

Am 18. Oktober 1893 wurde Paul als viertes Kind des Matthias Dietsche und der Lidwina, geb. Langenegger, Schmieds, in Kriessern geboren. Zum Landwirtschaftsbetrieb versah der Vater den Messmerdienst an der Pfarrkirche, der schon seit 1820 der Familie Dietsche anvertraut war (bis 1977). Nach Besuch der katholischen Realschule in Altstätten folgte die Weiterbildung in den Kapuzinerkollegien Appenzell und Stans.

Paul studierte an der theologischen Fakultät in Freiburg. Bischof Robertus Bürkler verlieh ihm die Priesterweihe. Später begann die priesterliche Arbeit als Domvikar in St. Gallen. 1930 berief ihn der Bischof als ersten Pfarrer an die neuerrichtete Heiligkreuzpfarrei in St. Gallen. 1941 wurde Paul Dietsche Stadtpfarrer von Rorschach. In Würdigung seiner Verdienste ernannte ihn der Bischof 1952 zum Ruralkanonikus (Anwärter für die Bischofsnachfolge). Paul Dietsche starb am 13. Januar 1972 durch einen Hirnschlag.

1893-1902

Alfons Rohner († 1931)

Von Oberegg. Kaplan in Oberriet von 1893 bis 1902. Verstorben als Pfarr-Resignat und Dekan am 9. Juni 1931 in Neu St. Johann.

1894-1902

Andreas Adolph Moosberger (1854 - † 1925)

Von Gossau. Pfarrer in Rapperswil, danach Pfarrer in Oberriet von 1894 bis 1902. Resignierte infolge eines Augenleidens. Spiritual im Kloster Notkersegg. Verstorben am 4. Oktober 1925 im Kreuzstift zu Schänis.

1896-1920

Alois Hogg (* 1865)

Pfarrer in Kriessern. Bürger von Häggenschwil, SG. Der erste Eintrag im Taufbuch Kriessern unter 'A. Hogg' fand am 17. September 1896 statt.

Alois Hogg trat ab 1920 eine Stelle als Pfarrer in Brühlisau an. Aus den 1920er Jahren stammt die folgende Aufnahme (am 27. April 1921 gründeten 15 Männer mit dem Pfarrherrn die Musikgesellschaft Brühlisau - 6 traten bald aus, dafür gab es einen Neuzugang, so dass die Bläsergruppe aus 10 Personen bestand):

Alois Hogg, Pfarrer in Brühliau

Musikgesellschaft Brülisau in den 1920er Jahren: 1. Pfarrer Alois Hogg (ganz links) 2. August Inauen, Mesmers August, Kalönisbuebes 3. Johann Inauen - Manser, oberer Horst Johann 4. Josef Fritsche - Knechtle, Jockeseeplisjosef, St.Martin 5. Franz Eugster - Dörig, Aulefranz, Aulen 6. Josef Sutter - Inauen, Benze Josef, Benzes 7. Karl Fritsche - Manser, Jockeseepliskarl, Dachdecker, Steinegg 8. Andreas Inauen - Keller, Mesmersrestoni, Leugangen/Berg 9. Andreas Inauen - Sutter, Flammenegg - Restoni 10. Emil Dörig - Manser, Lehners Emil, Berg 11. Johann Manser - Inauen, Strubejohann, Grossheimat

Quelle: Bildarchiv ZAV © Juni 2014 (Bild C502) unter www.roothuus-gonten.ch.

1902-1915

Alois Maier (1864 - † 1915)

Von Arnstorf (Bayern). Pfarrer in Pfäfers und danach Pfarrer in Oberriet von 1902 bis 1915. Verstorben als Kaplan in Häggenschwil, den 7. Oktober 1915.

1902-1927

Heinrich Dillinger († 1938)

Von Niederehnheim (Elsass) und später Bürger von Oberriet. Kaplan in Oberriet von 1902 bis 1927. Verstorben am 20. Dezember 1938 in Altstätten.

1906-1909

August Meier

Wohnte an der Kronengasse. Messmer in Oberriet zur Zeit der Kirchenrenovation.

1906

Joseph Alfons Zoller (1864 - † 1939)

Kaplan von Montlingen.

Joseph Alfons Zoller, Kaplan Montlingen, 1906

Am Gallustag 1906 wurde seine sofortige Anstellung in Montlingen beschlossen. Das Anfangsgehalt betrug 1200 Franken pro Jahr. Am 13. September 1908 wurde das Vikariat zur definitiven Kaplaneipfründe erhoben. Das Gehalt - bei freier Wohnung - wurde auf 1500 Franken festgelegt.

Josef Alfons Zoller 1864-1939

1907-1942

Josef Hutter

Organist und Chorleiter in Kriessern (im Dienst der Kirche).

1908-

Pater Adolf Langenegger († 1939)

Adolf Langenegger wird 1908 in Kriessem als ältester Sohn des Albert Langenegger (Vizenza Albert) geboren. Im Argen Zipfel wuchs er mit sieben Geschwistern auf und wurde frühzeitig zur Arbeit in Feld und Stall herangezogen. Nach sieben Primarklassen besuchte er die Realschule in Altstätten, wo ihm Professor Good die ersten Lateinkenntnisse beibrachte. Am Feste Maria Geburt 1924 trat er in Immensee in die zweite Klasse. 1929 trat er ins Noviziat von der Gesellschaft Bethlehem in Wolhusen und studierte Philosophie und Theologie. 1935 entschloss er sich, als Missionar in die Mandschurei zu ziehen. Am 12. Dezember 1939 starb Pater Adolf Langenegger.

1915-1938

Arnold Hürlimann (1868 - † 1945)

Von St. Gallenkappel. Geboren am 23. Januar 1868. Pfarrer in Henau-Niederuzwil und darauf in Oberriet von 1915 bis 1938. Gründer der ersten Kleinkinderschule in Oberriet im Jahr 1933.

Administrationsrat 1934 (siehe Schulgeschichte als Autor und auf Seite 54). Blieb auch als Pfarr-Resignat in Oberriet. Schrieb 1939 das Buch 'Gründungsgeschichte der Pfarrei Oberriet' [AH 1939].

1918-1930

Beda Schläpfer

20. Pfarrer in Kobelwald (vom 26. Mai 1918 bis 28. Dezember 1930). Danach Pfarrvikariat von H.H. Jos. Eicher.

1920-1929

Hermann Wicki

Pfarrer in Kriessern. Amtsantritt am 8. September 1920. Der erste Eintrag des im Taufbuch unter 'Pfr. Wicki' fand am 28. Oktober 1920 statt.

nach 1920

Josef Anton Heim (1894 - † 1960)

Josef Anton Heim geboren am 22. April 1894, wurde am 20. März 1920 zum Priester geweiht.

Josef Anton Heim 1894-1960

Quelle: Die Pfarrkirche St. Johann zu Montlingen [PS1959].

Während des 2. Weltkriegs wies H.H. Pfarrer Anton Heim auf die feuchte, dunkle und allzu enge Sakristei in der Kirche in Montlingen hin. Erst im November 1946 zog die Kirchenverwaltung unter Präsident Johann Benz (Kantonsrat) und Gottfried Kobler als Pfleger eine Renovation der Pfarrkirche in Betracht. Diese liess dann bis 1958/1959 auf sich warten. Später wurde er Kaplan in Montlingen. Josef Anton Heim starb am 8. November 1960.

Quelle: Landesarchiv Appenzell, J. Gisler 1964, in Die Heim's von 1470-1894.

Josef Anton Heim 1894-1960

1927-1933

Alois Fust

Von Mosnang. Kaplan in Oberriet von 1927 bis 1933. Später I. Kaplan in Rorschach.

1928-1933

Paul Stärkle (1892 - † 1977)

Dr. Paul Stärkle war von 1928 bis 1933 Pfarrer in Montlingen und von 1933 bis 1968 Stiftsarchivar in St. Gallen.

1929-1949

Karl Brunner

Pfarrer in Kriessern. Bürger von Diepoldsau. Amtsantritt am 15. April 1929. Der erste Eintrag des im Taufbuch unter 'K. Brunner' fand am 9. Mai 1929 statt.

1931-1937

Georg Egle

21. Pfarrer in Kobelwald (vom 10. Mai 1931 bis 31. August 1937).

1933-1935

Ludwig Spirig

Von Diepoldsau. Kaplan in Oberriet von 1933 bis 1935. Später Musikprofessor am Lehrerseminar in Zug.

1935-

Karl Steuble

Von Appenzell. Als Kaplan nach Oberriet gewählt am 1. September 1935.

1938-1949

Aemilian Krapf (1897 - † 1967)

Von Gaiserwald. Geboren 1m 3. März 1897. Priesterweihe am 12. März 1921.

Aemilian Krapf, Pfarrer in Oberriet 1839-1949 width=

Kaplan in Thal (1921-1929). Danach Pfarrer in Gommiswald (1929-1938) und ab Anfang August 1938 Pfarrer in Oberriet. Pfarrer in Waldkirch 1949 bis 1967

1942-1950

Wendel Langenegger

Organist und Chorleiter in Kriessern (im Dienst der Kirche).

1942-1977

Alois Dietsche

Messmer in Kriessern.

1949

Willi Flammer

Kaplan in Montlingen.

Im Jahre 1949 wirkte in der Pfarrei Montlingen-Eichenwies Willi Flammer als Kaplan. Als Präses der Jungmannschaft ergriff er die Initiative zur Gründung eines katholischen Turn- und Sportverbandes SKTSV. Präsides von 1949 bis 1954 und Präsident von 1949 bis 1950.

Die an diesem Abend abgefasste Gründungsurkunde trägt folgende Unterschriften: Martin Hangartner; Walter Mattle; Dr. med. Josef Savary; Willi Flammer, Kaplan; Paul Schegg, Hans Hersche, Felix Loher, Paul Herrsche, Kassian Benz, Felix Benz, Josef Wüst, Othmar Schegg, Anton Zäch, Josef Benz, Josef Schegg, Robert Loher, Martin Schegg. Am gleichen Abend wählten die Anwesenden folgende Kommission: Präses: Willi Flammer, Kaplan; Präsident: vakant; Vizepräsident: Dr. med. Josef Savary; Aktuar: Felix Benz; Kassier: Robert Loher, Stauden; Technischer Berater: Walter Mattle, Lehrer; Oberturner: Hugo Wüst, Oberriet; Rechnungsrevisoren: Martin Hangartner, Lehrer; Paul Schegg, Zimmermann.

1949-1974

Alois Graf

Pfarrer in Kriessern. Aus Pfaffnau, LU. Übernahm die Pfarrei Kriessern am 8. September 1949.

?

Johann Metzger (1901 - † 1962)

Pfarrer in Oberriet.

1950-1956

Josef Klaus

Organist und Chorleiter in Kriessern (im Dienst der Kirche).

1953-1960

Josef Haltiner

Pfarrer in Kobelwald (folgte auf 'Otto Bitschman').

1955-1957

Pius Baumgartner (1923 - † 2006)

Kaplan in Montlingen.

Pius Baumgartner wurde am 5. Juli 1923 in Altstätten geboren. Er studierte in Fribourg Theologie. Nach der Preisterweihe war er von 1955 bis 1957 als Kaplan in Montlingen tätig, danach bis 1967 als Custos in Wil. 1955 und 1956 wirkte er als Präsides im TSV Montlingen. In Walenstadt wirkte Pius Baumgartner als Pfarrer bis 1996. Im Ruhestand wirkte und wohnte er in Mols. Verstorben am 24. August 2006 in Mols. Der Auferstehungsgottesdienst wurde am Donnerstag, 31. August 2006, in der Pfarrkirche von Walenstadt gefeiert.

1956-1959

Hugo Meister

Organist und Chorleiter in Kriessern (im Dienst der Kirche).

1957-1960

Anton Pfiffner

Kaplan in Montlingen. 1957 bis 1960 wirkte er als Präsides im TSV Montlingen.

1959-1976

Wendel Langenegger

Organist und Chorleiter in Kriessern (im Dienst der Kirche).

1960-1990

Johann Sieber (1908-1996)

Pfarrer in Kobelwald. Gemäss Register Kobelwald nur zwischen 1960 und 1975 Pfarrer. Der Grabstein nennt jedoch eine Amtszeit von 1960 bis 1990. Das Register nennt als nächsten Pfarrer den Wallfahrtspriester 'Joseph [Bernhard] Heule' (aushilfsweise ab 1990).

Johann Sieber

1961-1962

Anton Selva

Pfarrer in Montlingen. 1961 bis 1962 wirkte er als Präsides im TSV Montlingen.

1963-1967

Albert Raimann

Kaplan in Montlingen. 1963 bis 1967 wirkte er als Präsides im TSV Montlingen.

1964

Josef Blöchlinger (1907 - † 1991)

Pfarrer in Oberriet. Gründete 1964 den Blauring Oberriet, zusammen mit Brigitte Widmer-Bont und Praxedis Wenk.

1965-

Johann Kühnis (* 1936)

Von Freienbach. Pfarrer in Oberegg.

Johann Kühnis (aus Ostschweizer Tagblatt Online: 6. Juni 2012) Johann Kühnis (aus rheintaler.ch: 19. Februar 2016)

Geboren am 19. Februar 1936. Priesterweihe am 30. Juni 1962. Am 1. Juli 1962 feierte er seine erste heilige Messe in Kobelwald. Unterrichtete drei Jahre als Lehrer im Internat im Missionshaus in Widnau. Trat 1965 ins Bistum St. Gallen ein. Wirkte vier Jahre als Kaplan in Henau und Niederuzwil, bevor er wieder nach Widnau kam. Von 1970 bis 1981 war er als Kaplan in Widnau tätig. Seit Dezember 1981 Pfarrer von Oberegg.

Quelle: Ostschweizer Tagblatt Online: 6. Juni 2012.
Quelle: rheintaler.ch: 19. Februar 2016.

1966-1982

Paul Rüst (1911 - † 1996)

Pfarrer in Montlingen. War zuvor Pfarrer in Haslen. Präsides (nicht Präsident!) des TSV Montlingen in 1967 bis 1982.

Paul Rüst (1911-1996)

1974

Lorenz Wüst (* 1932)

Aus Montlingen stammend.

Lorenz Wüst aus Montlingen (aus Ostschweizer Tagblatt Online: 13. November 2012)

Priesterweihe durch Bischof Josephus Hasler, am 15. März 1959 in St. Gallen. Sein Weg als Kaplan und Pfarrer führte ihn nach Au, Eschenbach, Oberegg (1974), Widnau, Diepoldsau und Balgach. Seit 2002 ist Lorenz Wüst im Ruhestand.

Quelle: Appenzeller Kalender Band 253 (1974).

1974-1976

Karl Bernet

Pfarrer in Kriessern.

1976-

Karl Büsser

Pfarrer in Kriessern.

1977-

Norbert Klien

Organist und Chorleiter in Kriessern (im Dienst der Kirche).

1978-

Ernst Arnold

Messmer in Kriessern.

1983

Alois Kocher (1909 - † 1996)

Dr. Phil. Pfarrer in Oberriet (Amtszeit?).

1983-2013

Anton Diezi

Pfarrer in Montlingen.

1973 zum Priester gewählt. Präsides des TSV Montlingen in 1983 bis 1991. 30 Jahre Seelsorger in Montlingen.

Anton Diezir

Quelle: St. Galler Tagblatt vom 22. April 2013. Daniel Kühnis, Präsident der Katholischen Kirchgemeinde Montlingen-Eichenwies, wünscht Pfarrer Anton Diezi alles Gute für die Zeit als Pfarr-Resginat.

Wurde am 30. April 2013 in Montlingen veranbschiedet.

1991-

Joseph Bernhard Heule

Pfarrer in Kobelwald.

Am Sonntag, den 27. August 2000, verabschiedete sich Pfarrer Joseph B. Heule von den Mitgliedern im Seelsorgeverband Oberriet-Rüthi-Kobelwald. Aus dem Tschad kommend betreute er aushilfweise verschiedene Rheintaler Pfarreien. 1991 wurde er Pfarrer von Kobelwald. Schon bald kam die Verantwortung für die Pfarreien Oberriet und Rüthi dazu. Die Jahre im Seelsorgeverband mit den vielen Sitzungen, Besprechungen, mit der grossen Leitungsverantwortung haben an seinen Kräften gezehrt. Mit dem Eintritt ins Pensionsalter will er sich aber nicht einfach zur Ruhe setzen. Er übernimmt als Fidei-donum-Priester ab Oktober erneut einen pastoralen Auftrag in der Diözese Pala im Tschad, wo er bereits von 1979 bis 1989 arbeitete. Neuer Pfarradministrator ad interim wird ab 1. September Dekan Jakob Fuchs.

Joseph Heule (aus Ostschweizer Tagblatt Online: 19. Mai 2009)

Ostschweizer Tagblatt Online (19. Mai 2009): Eine grosse Zahl Motorradfahrerinnen und Motorradfahrer pilgert bei schönstem Wetter auf die St. Iddaburg bei Gähwil. Sie wohnen einem Gottesdienst bei, der speziell auf die Lenker von motorisierten Zweirädern ausgerichtet ist. Die Segnung fand durch Joseph Heule (Mitte) und Luzia Holenstein (links) statt.

1992-1996

Pawel Górski

Pastoralassistent in Montlingen. Präsides des TSV Montlingen in 1992 bis 1996. Seit August 2003 Pastoralassistent in Weesen, seit November 2010 Pfarreibeauftragter und seit November 2014 Diakon daselbst.

1997-1999

Dr. Reinhard Knirsch

Pastoralassistent in Montlingen. Präsides des TSV Montlingen in 1997 bis 1999.

2008-2012

Gregor Cacur

Aus Indonesien. Vikar / Kaplan in Kobelwald.

Gregor Cacur

Quelle: St. Galler Tagblatt vom 4. Juli 2012. Daniel Feldmann, Präsident der Kirchgemeinde Kobelwald (links), Hubert Kluser, Präsident Pfarreirat (3. von links), und Pfarrer Othmar Baldegger (rechts).

Pater Gregor Cacur sollte bereits im Sommer 2012 im Auftrag seiner Ordensgemeinschaft (Steyler Missionare) andere Aufgaben in der neuen Seelsorgeeinheit Buechberg übernehmen. Seit 1. Januar 2014 definitiv Pfarradministrator der Seelsorgeeinheit Buechberg.

2013-

Othmar Baldegger

Pater Othmar Baldegger steht seit 1. Mai 2013 als Pfarradministrator in der Pfarrei Montlingen-Eichenwies im Einsatz. Ihm steht Pastoralassistent Peter Schlickeiser wird (auch seit 1. Mai) als Pfarreiverantwortlicher zur Seite.

Bild: siehe bei Gregor Cacur, oben.

2013-

Waldemar Piatkowski (1966)

Aus Polen. Pfarrer aller Kirchgemeinden der Seelsorgeeinheit Blattenberg.

Waldemar Piatkowski trat 1990 dem Schweizer Franziskanerorden bei und studierte katholische Theologie in Fribourg. 1996 wurde er von Bischof Kurt Koch zum Priester geweiht. In der Pfarrei Schmerikon und in der Seelsorgeeinheit Oberer See war er elf Jahre als Vikar und als Pfarreibeauftragter tätig. In jener Zeit verliess Waldemar Piatkowski den Franziskanerorden und wurde 2002 ins Bistum St. Gallen inkardiniert. Seit 2009 ist er Schweizer Bürger der Gemeinde Schmerikon. Im April 2010 übernahm er neue Aufgaben in der Seelsorgeeinheit Rapperswil-Jona.

Waldemar Piatkowski

Seit 1. Juni 2013 hat Waldemar Piatkowski Aufgaben in der Seelsorgeeinheit Blattenberg. In allen Kirchgemeinden der Seelsorgeeinheit Blattenberg wählten 2015 die Bürgerinnen und Bürger Vikar Waldemar Piatkowski einstimmig zu ihrem Pfarrer (Bischof Markus Büchel hatte ihn zur Wahl vorgeschlagen). Am Sonntag, 3. Mai 2015, setzte ihn Dekan Josef Benz in sein neues Amt ein. Der Gottesdienst für die Seelsorgeeinheit wurde um 10 Uhr in der Montlinger Pfarrkirche zelebriert.

Vögte, Ammänner und andere wichtige Personen

1270

Dietrich von Wichenstein (Ritter)

Tritt 1270 als Zeuge auf. Dietreich gehörte vermutlich dem Zweig der Hohenemser an, welche Juggen bei Diepoldsau besass.

1278

Heinrich Walter von Ramschwag

Heinrich Walter von Ramschwag rettete 1278 Rudolf von Habsburg in der Schlacht auf dem Marchfeld gegen den Böhmenkönig Ottokar das Leben. Als Dank erhielt Heinrich 1278 als Pfand die Vogtei Waldkirch, 1279 ebenso den Hof Kriessern, dazu mit seinem Bruder Konrad den Zoll in der Stadt Lindau, endlich auch die Vogtei über die freien Leute im obern Thurgau [HBLS-05].

1294

Johann Ammann (Ammann von Rheineck)

1402

Heinrich Walter von Ramschwag (Vogt)

Beklagte sich 1402 darüber, dass ihm die Appenzeller im Unterkamor Holz gehauen, weggeführt und seine Weiden eingehagt hätten.

1426

Ulrich Ammann von Hundwil (Ammann im Rheintal)

1461

Josef Wüst (Ammann zu Kriessern)

1461

Uli Hasler (Ammann zu Altstätten)

1461

Ulrich Lanker (Vogt, Blatten)

Landammann 1453, als Ammann und Altammann erwähnt 1459-1462, Vogt auf der Feste Blatten bei Oberriet 1461 [HBLS-04].

1472, 1478

Jakob Mangolt (Vogt, Blatten)

Junker von Konstanz, Landmann von Appenzell.

1486

Carl Caspar Meyer (Vogt, Blatten)

1490

Jodokus Nef (Vogt, Blatten)

1501

Hans Matli (Fürsprech)

Hans Matli von Rüthi führt im Auftrag von Hofammann Zäch die Grenzverhandlungen mit Altstätten.

1502

Hans Kolb (Altammann zu Rheineck)

Hans Kolb sitzt im Gericht im Streitfall der Schobinger (Hard) gegen den Hof Kriessern.

1503

Jakob Wüst (Ammann zu Kriessern)

1506

Ulrich Ammann (Vertreter des Hofs Kriessern im Steuerstreit mit Altstätten)

1506, 1512

Ulrich Locher (äbtischer Vogt zu Blatten)

1506 Vertreter des Hofes Kriessern im Grenzstreit mit Altstätten. 1512 verhandelt Ulrich Locher, äbtischer Vogt zu Blatten, mit Altstätten.

1507

Diepolt Kolb (äbtischer Vogt)

Diepolt Kolb vertritt die von Kriessem am Oberriet im Streit gegen die Ender, Kobelwies.

1517

Hans Jann (Vogt, Blatten) von Marbach

Bestallung durch Abt Franz anno 1517.

1522

Vincenz Hasler (Ammann zu Altstätten)

1531

Georgius Tirower (Vogt, Blatten)

1531

Verr / Fehr (Ammann des äbtischen Vogts von Blatten) von Altstätten

Baumeister der Burg Blatten.

1531

Vogler (Ammann) von Altstätten

Ammann Vogler sah im Festhalten am "alten Glauben" Montlingens eine Gefahr für die neue Lehre im übrigen Rheintal.

1531

Jörg Dierauer gt. "Hübschli" (Vogt von Blatten)

Jörg Dierauer, sein Sohn, zwei Wegeler, ein Lienhart Baumgartner, Hans Kluser, Bastian Gächter, Hans Stiger und Ulrich Zäch beraubten die Pfarrkirche in Montlingen und die St. Wolfgangskapelle in Oberriet ihrer Tafeln, Bilder und Kerzen und sonstigen Schmuckes. Ammann Vogler griff ebenfalls persönlich ein. Alle wurden zum Ersatz der zerstörten Kirchenzierden verurteilt. Nach der zweiten Schlacht von Kappel kehrte der Abt von St. Gallen wieder in seine Residenz zurück. Vogt "Hübschli" musste das Schloss Blatten räumen und Vogler wurde landesflüchtig.

1531

Hans Stiger (Ammann)

Hans Stiger, Ammann, und Stigers Hensi nehmen als Hofvertreter beim Schiedsgericht mit den Neugläubigen teil.

1532, 1533

Ulrich Langenegger (Reichshofvertreter)

Ulrich Langenegger klagt 1532 mit andern gegen den Bilderstürmer Hans Hübschli. 1533 ist Ulrich Langenegger (zusammen mit Rüdis Enis) Reichshofvertreter, sie treten als Zeugen auf über den Zug des Hauptmanns Jakob Frei nach Oberriet. Ulrich ist auch Hofvertreter im Grenzstreit mit den vier Höfen.

~1532

Diepold Kolb (Vogt, Blatten)

Wird 1552 und später 'Alt-Vogt' genannt.

1532

Hans Stieger (Hofammann)

Von Hans Stieger stammt das Wappen der Stieger ab.

1533

Hans Herrschi (Ammann vom Hof Balgach)

1534

K. Hesse (Landvogt im Rheintal, Glarus)

K. Hesse ist 1534 Vorsitzender des Schiedsgerichts, welches namens der acht Orte beauftragt ist, den jahrelangen Grenzstreit der Höfe am Isenried zu schlichten. Die neue Vermarkung wird 1540 eindgenössisch anerkannt.

1534

Ulrich Bont (Vogtsammann)

Im Grenzstreit Hof Kriessem mit den vier Rheintalerrhoden wird der Hof durch Vogtsammann Ulrich Pont vertreten. Hiebei wird auch vom Ponten Löhli geschrieben (Loo-Gebietsteil).

1534

Hans Haltiner (Ammann von Eichberg)

1550-1558

Vinzenz Haßler (Vogt, Blatten)

Bestallung durch Abt Diethelm anno 1550. Später auch als Ammann von Altstätten genannt.

1551

Vincenz Hasler (Hofammann von Balgach)

1555

Vincenz Haßlar (Vogt zu Blatten)

1555

Hans Hasler (Ammann zu Altstätten)

1555

Hans Wüst (Landvogtammann)

Hans Wüst tritt im Alp-Grenzstreit mit Rüthi auf. Im selben Jahr ist er Hofvertreter im Streit mit den Schobinger. Hans Wüst wird 1563 als alt Ammann erwähnt.

1558-1568

Hans Grüninger (Vogt, Blatten) von Schwyz († 1568)

Bestellung durch Abt Othmar vom 28. Januar 1558 und 'Instruction' an ihn 1563. Ermordet durch Christoph Frick von Sax, dem Jungen auf der Strasse, den 9. Dezember 1568.

1564

Konrad Bangarter (Hofvertreter von Kriessern)

Konrad Bangarter ist als Hofvertreter bei einer Aussprache wegen dem Isenried.

1564, 1566, 1567, 1569, 1571, 1595

Kaspar Dietschi (Hofschreiber, Vogt von Blatten) von Schwyz

Hofschreiber bei Abt Othmar in Rorschach (1564). Hofschreiber der Stadthalterei St. Gallen (1566). Verwalter des Siechenhauses Bruggen (1567). Baumeister im Kloster St. Gallen (1567). Bestellung durch Abt Bernhard. War zuvor Schreiber des Statthalters in St. Gallen.

Angetreten als äbtischer Obervogt in den Fasten 1569. In einer Verleumdung gegen ihn, wird ihm 1571 Recht gesprochen. Am 6. Juli 1576 berichtet Kaspar Dietschi, Vogt zu Blatten, auf eine Anfrage hin, dass er die drei inhaftierten Knaben wieder entlassen habe (Quelle: Landesarchiv Appenzell Innerrhoden B.VIII:176). Am 22. Dezember 1578 ersucht Kaspar Dietschi, betreffend einer Klage, dass die Strasse durch den Wald nach Appenzell verwahrlost sei, um einen Augenschein. Ebenso behandelte er die Klage betreffend der Fähre zu Blatten, wonach die Beklagten erklärt hatten, dass sie den Appenzellern keinen höheren Zoll abfordern als den anderen, dritten (Quelle: Landesarchiv Appenzell Innerrhoden B.VI:36).

Wird noch erwähnt am "Charfreitag" 1595. Tritt 1595 (1598?) infolge seines hohen Alters zurück. Der Stand Schwyz empfahl dann dem Abt an dessen Stelle den Sohn Johann Dietschi, welcher dann auch gewählt wurde.

1577

Konrad Hutter (Gerichtsherr zu Kriessern)

1577, 1583

Andres Lüchinger (Richter, Ammann am Oberriet)

1577 ist Andres Lüchinger Richter im Streit mit den Ender, Kobelwies. Als Ammann am Oberriet, klagt er 1583 den eidgen. Boten in Bern wegen Meiningen, die im Rhein drei neue Wuhren geschlagen hatten.

1577

Conrad Hutter (Landvogtsammann)

1591

Hans Wüst (Landvogtsammann)

1601

Hans Zäch im Schachen (Ammann im Hof Kriessern und Oberriet)

Hans Zäch verkauft von seinem Acker in der Aichau eine Spende an die Pfarrpfründe Montlingen.

1602

Rudolf Lüchinger (Hofammann)

Rudolf Lüchinger vertritt den Hof in Baden im Streitfall mit den vier Rheintalerrhoden: Altstätten, Marbach, Balgach und Berneck.

1598-1631, 1639-1644

Johann [Hans] Dietschi (Landvogtsammann, Hofammann -> siehe ↣ Vortrag von Georg Dietschi)

Sohn des Kaspar Dietschi. Landvogtsammann (etwa ab 1596/1598?) bis 1630/1631 und Hofammann von 1639 bis 1644. 1602 führt Johann Dietschi von "Schweitz" (Schwyz), Vogt auf Blatten, Gespräche mit den vier Nachbarhöfen: Die Hofleute von Kriessem sollen nicht als ausländisch erachtet, sondern den andern gleichgestellt werden. Quartierhauptmann der Höfe Oberriet, Rüthi und Lienz. Besitzer einer Alp in Alt-St. Johann und zweier Mühlen in Rehag. Hans missbrauchte das ihm vom Abt (Pius) geschenkte Vertrauen und wurde deshalb um 600 Gulden gestraft und seines Amtes entsetzt (1631). Bei der Taufe der Tochter 'Maria' (1634) wurde jedoch weiterhin der Titel 'Herr Aman' verwendet.

Bereits 1639 war er wieder Hofammann bis zu seinem Prozess in Altstätten im Jahre 1644. In der Nacht vom 12. auf den 13. Februar führte man ihn auf den Richtplatz in der Au ausserhalb des Schlosses Blatten. Nachts zwischen 12 und 1 Uhr wurde ihm dort «wohl disponiert und Contrit» das Haupt abgeschlagen.

1607

Jakob Wüst (Ammann in Kriessern)

Jakob Wüst war verheiratet mit Anna Hasler (Tochter des Ambros Hasler und der Elisabetha Schurthanner). Die Kinder waren Hans, Jakob, Kaspar und Martha.

1607

Ulrich Mattli, Kobelwald (Hofammann in Kriessem und Oberriet)

Ully Mattli verkauft an die Montlinger Frühmesspfründe von seinem Grundstück in Kobelwald.

1619, 1621, 1624, 1625, 1628

Ulrich Lüchinger (Hofammann)

Alt- und Neuhofammann Ulrich Lüchinger verhandelt 1625 mit Appenzell wegen der Alp Sämtis und Wideralp.

1631-1643

Hans Kaspar Rugg von Tanegg (Vogt, Blatten)

Junker [obwhohl er mit Maria Salome Studer verheiratet war!] auf Sulzberg. Der Besitz Sulzberg (Schloss Sulzberg a.k.a. "Möttelischloss" in Untereggen / Rorschach) erwarb er 1623 via seine Frau (eine Tochter Josues, eines Bruders von Hektor Studer). Hektor Studer von Winkelbach kam via seine Frau Wendelgard von Rappenstein in den Besitz des Schlosses.

Als Vogt in Blatten angenommen am 14. Januar 1631. Pate einiger Kinder von Kaspar Dietschi (siehe unten '1641', Bruder des Johannes Dietschi - siehe oben '1598').

Starb vor 1649, denn 1649 verkauften seine Erben die Anlage Sulzberg an den Hauptmann der Gemeinde Untereggen, Jakob Hädener, von dessen Sohn (Gabriel Fidel) sie 1667 der in französischen Diensten stehende Gardehauptmann Johann Rudolf von Salis-Zizers erwarb.

1639

Jakob Lüchinger (Richter)

"Jacob Leüchinger" bespricht sich mit Appenzell wegen der Alp Sämtis und Wideralp. Siehe auch 1661.

1640

Ambrosi Wüest (Hofammann des Hofs Oberriet)

Auf 'S. Marthoeg: [?]' 1640. Siehe auch 1644.

1641

Kaspar Dietschi (Hofammann des Hofs Oberriet)

Eingesetzt als Hofammann auf Pfingsten 1641. Im Taufbuch Montlingen trägt er jedoch bereits 1631 den Titel des Landvogtammanns (Taufe der Tochter Maria Barbara), sowie 1633 und 1634 (Taufen der Töchter Elisabeth und Regina) den Titel des Hofammanns und 1639 (Taufe des Sohns Johann Kaspar) den Titel des Ammans. Siehe auch unten unter '1647'.

1643

Lukas Thumherr [Thurnherr] (Landvogtsammann)

Der Landvogt zu Rheineck hat dem Hof von sich aus Lukas Thumherr zum neuen Landvogtsammann vorgesetzt, ohne ihre Vorschläge abzuwarten, wogegen die Hofleute protestieren.

1643-1658

Wilhelm Christoph von Schwarzbach (Vogt, Blatten)

Beeidigt am 20. April 1643 (evtl. als Nachfolger seiners Schwagers). Wiederholt erwähnt (auch als Gesandter), zuletzt noch 1658.

1644

Ambrosi Wüest (Hofammann des Hofs Oberriet)

Den 20. Xbris 1644. Siehe auch 1649.

1646

Johann Konrad Gasser (Notar von Konstanz)

Johann Konrad Gasser visiert eine Kopie von 7 Schreiben der regierenden Orte gegen Ammann H. Dietschi.

1646

Melchior Lüchinger (Hofammann des Hofs Oberriet)

Für ein Jahr ("per annu") gewählt.

1647, 1651, 1653, 1654, 1655

Kaspar Dietschi (Hofammann 1647, 1651 und 1655, Quartierhauptmann)

Kaspar Dietschi wünscht 1647 bei der Tagsatzung zu Baden Kostenverteilung für die Grenzbesetzung im Schwedenkrieg. Bei der Loslösung der Pfarrei Mäder (1654) unterzeichnen Neu- und Althofammann Kaspar Dietschi sowie Georg Dietschi, Landvogtsammann. Kaspar Dietschi stirbt am 16. August 1658.

1649

Ambrosi Wüest (Hofammann des Hofs Oberriet)

Siehe auch 1653.

1652

Uli Kolb (Hofammann am Oberriet)

Uli Kolb, genannt der Kriessner, verkauft an die Frühmesspfründ ein Gut auf der 'Suweid'.

1653

Ambrosi Wüest (Hofammann des Hofs Oberriet)

Siehe auch 1655 und 1659.

1654

Joseph Benz (Landammann des Gerichts Rankweil und Sulz)

Joseph Benz besiegelt die Kirchenabkurung Mäder von Montlingen.

1654

Georg Dietschi (Landvogtsammann)

Bei der Loslösung der Pfarrei Mäder (1654) unterzeichnen Neu- und Althofammann Kaspar Dietschi sowie Georg Dietschi.

1655

Hans Dietschi (Hofammann)

Elisabeth Ebnötherin ist die Frau von Hofammann Hans Dietschi.

1655

Ambrosius Wüst (Hofammann)

Begrüsste am 15. Januar 1655 den Fürstabt Dr. Gallus Abt (ehem. Jakob Alt von Oberriet) in Anwesenheit des rheintalischen Landvogts Muheim von Uri.

1657

Jakob Lüchinger (Hofammann des Hofs Oberriet)

Siehe auch 1661.

1658-1662

Johann Willibald Schenk von Castel (Vogt, Blatten) zu Oberbüren

Ernannt am 26. April 1658 (bestallt durch Abt Gallus Alt). Resigiert 1662. 1663 und 1669 als Eichstättischer Rat genannt.

1659

Ambrosi Wüest (Hofammann des Hofs Oberriet)

Siehe auch 1663.

1661

Jakob Lüchinger (Hofammann des Hofs Oberriet)

"Jacob Leüchinger" stirbt 1662.

1662-1664

Hugo Ludwig Reding von Biberegg (Vogt, Blatten)

Ernannt am 27. Februar 1662. Kam 1664 nach Neu-Ravensburg. Später toggenburgischer Landvogt.

1662

Hans Stiger (Hofammann von Kriessern und Oberriet)

Meister Hans Stiger, Balbierer (Haarschneider), Oberriet, Hofammann von Kriessern und Oberriet, schuldet der Frühmesspfründe Montlingen 300 Gulden, jährlicher Zins 1½ Gulden auf Martini.

Am 5. Mai 1650 und 29. Mai 1654 wird im Taufbuch Montlingen 'Hanß Stiger, Balbierer', als Taufpate genannt (vermutlich der Sohn des oben genannten Hans).

1663

Ambrosi Wüest (Hofammann des Hofs Oberriet)

Siehe auch 1666.

1664-1669

Wolfgang Jakob von Berhhausen (Vogt, Blatten)

Ernannt am 17. März 1664. Starb 1669 auf Blatten. Später toggenburgischer Landvogt.

1664

Jakob Wüest (Hofammann des Hofs Oberriet)

Sohn des Ambrosi Wüest. Siehe auch 1668.

1666

Ambrosi Wüest (Hofammann des Hofs Oberriet)

Siehe auch 1670.

1668

Jakob Wüest (Hofammann des Hofs Oberriet)

Siehe auch 1672.

1669

Jakob Kuster (Rhodmeister)

Jakob Kuster, Rhodmeister, ist bei der Vermarkung der Alpen Schwamm und Strüssler beteiligt.

1670

Ambrosi Wüest (Hofammann des Hofs Oberriet)

Siehe auch 1674.

1671

Kaspar Gächter (Weibel)

1671

Konrad Hasler (Seckelmeister und Ratsmitglied in Oberriet)

1671

Jakob Kobler (Landvogtsammann)

Kaspar Kobler, Hofammann, Jakob Kobler, Landvogtsammann, und Adam Kobler, Hofschreiber aus dem Hof Rüthi (Reuthe) bereinigen die Alpgrenzen mit dem Hof Oberriet.

1671

Kaspar Kobler (Hofammann)

Kaspar Kobler, Hofammann, Jakob Kobler, Landvogtsammann, und Adam Kobler, Hofschreiber aus dem Hof Rüthi (Reuthe) bereinigen die Alpgrenzen mit dem Hof Oberriet.

1671

Adam Kobler (Hofschreiber aus dem Hof Rüthi)

Kaspar Kobler, Hofammann, Jakob Kobler, Landvogtsammann, und Adam Kobler, Hofschreiber aus dem Hof Rüthi (Reuthe) bereinigen die Alpgrenzen mit dem Hof Oberriet.

1671-1675

Georg Wilhelm Rink von Baldenstein (Vogt, Blatten)

Schwiegersohn des Wolfgang Jakob von Berhhausen. Ernannt im Januar 1671. Im Amt bis zu seiner Ernennung als Kanzler.

1672

Jakob Wüest (Hofammann des Hofs Oberriet)

Siehe auch 1679.

1674

Ambrosi Wüest (Hofammann des Hofs Oberriet)

Im Jahre 1677 stirbt Brosi Wüst.

1675-1679

Joseph von Thurn (Vogt, Blatten)

Sohn Fidels von Thurn. Heiratete 1673 die Elisabeth Sury de Bussi. Ernannt zum Obervogt am 24. September 1675. Auf Blatten bis 1679, als er als Vogt nach Romanshorn kam.

Vermutlich wurde eines seiner Kinder (Fidelis Antonius) in der Kirche in Montlingen begraben. Ein stark zerstörter Epitaph (eine Grabplatte) aus Sandstein kam 1958 hinter dem Holzgetäfer neben dem linken Seitenaltar zum Vorschein. Darauf ist nur noch die Jahreszahl 1677 eindeutig lesbar.

1676

Konrad Hasler (Hofammann des Hofs Oberriet)

Siehe auch 1702.

1677, 1678

Jakob Zäch (Hofammann des Hofs Oberriet)

Siehe auch 1681.

1679

"Dotor am Hirschensprung" (Heiler, Hirschensprung)

Mehrere Erwähnungen (auch im Zusammenhang mit Hexenprozessen).

1679

Beat Rink von Baldenstein (Vogt, Blatten)

Ernannt am 24. Januar 1679. Starb vor Antritt seines Amts im Krieg 1679.

1679

Johann Jakob Schenkli (Vogt, Blatten)

Früher Lehensvogt in St. Gallen; später (1685) Kanzler in St. Gallen. Sein Bestallungsrevers gegen Abt Gallus 1679. Sammler anno 1684 von Rheintaler Akten und von solchen über Schloss Blatten. Danach war die Vogtei Blatten vakant bis 1689.

1679

Jakob Wüest (Hofammann des Hofs Oberriet)

Siehe auch 1683.

1681, 1682

Jakob Zäch (Hofammann des Hofs Oberriet)

Unterstützt durch Hofschreiber Johannes Wüst (1682). Siehe auch 1685.

1683

Jakob Wüest (Hofammann des Hofs Oberriet)

Jakob Wüst stirbt 1686.

1685

Jakob Zäch (Hofammann des Hofs Oberriet)

Jakob Zäch wird über die Periode von drei Jahren gewählt. Siehe auch 1690.

1688

Jakob Lüchinger (Hofammann des Hofs Oberriet)

Siehe auch 1692.

1689-1707

Karl Kaspar Meyer von Baldegg (Vogt, Blatten) des Rths. von Luzern

Äbtischer Obervogt von Baldegg. Hatte sich mit Landschreiber Victor Schorno von Schwyz, dem die Vogtei versprochen war, im November 1668 mit Geld abgefunden. Carl Caspar Meyer residierte von 1689 bis 1707 (also 18 Jahre!) auf Blatten. Die Ehefrau, Maria Margeritha geb. Dürler, stammte aus Horw (Luzern). Sie starb am 13. Februar 1696 und liegt in Montlingen begraben. Das Epitaph (die Grabplatte) war bis zur Renovation der Pfarrkirche in Montlingen 1958/1959 auf dem rechten Gewände des Chorbogens eingelassen gewesen. Neu wurde es hinten in der Südwand des Schiffes eingemauert. Text: « HIER RHUET MIT IHREN LIEBEN KINDEREN ANNA CATHARINA, IOS [Joseph], LUD [Ludwig], ANNA MARGERITA DIE HOCHEDEL GEBOHRNE, GESTRENGE FRAUW F. MARIA MARGARITA MEYERIN GEBOHRNE DÜRLERIN. HAURTMANNIN ZU WEIL, OBERVÖGTIN AF. PLATEN IST IN GOT SELIG ENTSCHLAFEN DEN 13. Feb. GOTT GNAD DERO EDLEN SEEL 1696 ».

Grab des Johann Peter Ulrich Staedler, Pfarrer Montlingen

Quelle: Totenbuch Montlingen. Aufgrund der starken Zuerstörung des Buchs ist der Eintrag nicht mehr vollständig lesbar..

1690

Jakob Zäch (Hofammann des Hofs Oberriet)

Siehe auch 1694.

1692

Jakob Lüchinger (Hofammann des Hofs Oberriet)

Jakob Lüchinger stirbt 1695.

1694

Jakob Zäch (Hofammann des Hofs Oberriet)

Siehe auch 1698.

1696

Johannes Wüst (Hofammann des Hofs Oberriet)

Siehe auch 1700.

1698

Jakob Zäch (Hofammann des Hofs Oberriet)

Jakob Zäch stirbt am 28. April 1702.

1700

Johannes Wüst (Hofammann des Hofs Oberriet)

Siehe auch 1705.

1702

Conrad Hasler (Hofammann)

Für ein Jahr ("per annu") gewählt. Conrad Hasler stirbt 1724.

1705

Johann Kaspar Zäch (Hofammann des Hofs Oberriet)

Lebte von 1658 bis 1748. Siehe auch 1707.

1705

Johannes Wüst (Hofammann des Hofs Oberriet)

Siehe auch 1709.

1707-1719

Ludwig Hyazinth Schenkli (Vogt, Blatten)

Sohn des Johann Jakob Schenkli. Seit 1702 Lehensvogt in St. Gallen und nach 1719 auf Rosenberg.

1707

Johann Kaspar Zäch (Hofammann des Hofs Oberriet)

Lebte von 1658 bis 1748. Siehe auch 1711.

1709

Johannes Wüst (Hofammann des Hofs Oberriet)

Johannes Wüst stirbt 1717.

1710

Joseph Dietschi (Gerichtsammann)

Dem Hofausschuss im Streitfall mit den Kobelwieser Schneider gehört 1710 auch Gerichtsammann Johann Joseph Dietschi an.

1710, 1732

Hans Caspar Zäch (Quartierhauptmann)

Hans Caspar Zäch vertritt 1710 den Hof im Streit mit den Schneider in Kobelwies. Franz Zäch, Hofammann, und Hans Caspar Zäch bereinigen 1732 die Grenze im Isenried.

1711

Johann Kaspar Zäch (Hofammann des Hofs Oberriet)

Lebte von 1658 bis 1748. Siehe auch 1716.

1714

Johannes Lüchinger (Hofammann des Hofs Oberriet)

Auf 1. Januar 1714 gewählt. Siehe auch 1718.

1716

Joseph Wüst (Landvogtsammann)

Chirurg. Lebte von 1676 bis 1742.

1716

Johann Kaspar Zäch (Hofammann des Hofs Oberriet)

Lebte von 1658 bis 1748. Siehe auch 1720.

1718

Johannes Lüchinger (Hofammann des Hofs Oberriet)

Siehe auch 1722.

1718

Johann Kaspar Zäch

Hofammann. War Teil einer Delegation, welche 1718 gütlich über einen Streit zwischen den Hofleuten Oberriet und Johannes Ulmann (Appenzell) entschied.

1718

Joseph Wüst

Landvogtsammann. War Teil einer Delegation, welche 1718 gütlich über einen Streit zwischen den Hofleuten Oberriet und Johannes Ulmann (Appenzell) entschied.

1718

Franz Zäch

Hofschreiber. War Teil einer Delegation, welche 1718 gütlich über einen Streit zwischen den Hofleuten Oberriet und Johannes Ulmann (Appenzell) entschied.

1719-1728

Johann Rudolf Albin Wirtz von Rudenz (Vogt, Blatten)

Bestallung durch Abt Joseph am 15. November 1719 (jedoch bereits im Juni ernannt). Beeidigt am 27. Januar 1720. Ab Oktober 1728 Vogt auf Rosenberg.

1720

Johann Kaspar Zäch (Hofammann des Hofs Oberriet)

Lebte von 1658 bis 1748. Siehe auch 1724.

1722

Johannes Lüchinger (Hofammann des Hofs Oberriet)

Siehe auch 1726.

1724

Kaspar Herrsche (Rhodmeister von Oberriet)

1724

Johann Kaspar Zäch (Hofammann des Hofs Oberriet)

Lebte von 1658 bis 1748. Siehe auch 1728.

1726

Johannes Lüchinger (Hofammann des Hofs Oberriet)

Johannes Lüchinger stirbt 1733.

1728

Johann Kaspar Zäch (Hofammann des Hofs Oberriet)

Lebte von 1658 bis 1748. Für 4 Jahre gewählt. Siehe auch 1735.

1729-1736

Joseph Basilius von Sailern (Vogt, Blatten)

Sein Bestallungsrevers gegen Abt Joseph vom 4. April 1729. Quittiert im März 1736 weil der eine Kompagnie des Don Carlos nicht aufgeben will. Die Stelle als Ammann von Altstätten wurde ihm vorbehalten. Stelle als Pfalzrat 1744.

1732

Franz Zäch (Hofammann)

Franz Zäch und Hans Caspar Zäch, Quartierhauptmann, bereinigen 1732 die Grenze im Isenried. Siehe auch 1736.

1732, 1752

Johannes Kühnis (Hofschreiber, Hofammann)

1732 Hofschreiber, 1752 Hofammann

1733

Bartholome Dietschi (Richter)

Das 1733 gestellte Gesuch an den Bischof von Constanz, dass die "elteste und gesammte Gemeindsrod" zu Kriessern in Oberriet eine eigene Pfarrei wird, ist auch von Richter Bartholome Dietschi unterzeichnet.

1733

Jacob Ebneter (Ratsherr)

Ratsherr Jacob Ebneter ist 1733 Mitunterzeichner der Eingabe an den Bischof von Constanz, in Kriessem eine eigene Pfarrei zu gründen.

1735

Johann Kaspar Zäch (Hofammann des Hofs Oberriet)

Lebte von 1658 bis 1748. Johann Kaspar Zäch stirbt am 1. September 1748.

1736-1753

Gallus Johann Ignaz Pillier (Vogt, Blatten) von Rorschach

Ernannt im März 1736. Bestallungsrevers gegen Abt Joseph vom 24. März 1736. Gestorben am 9. April 1753.

1736

Franz Zäch (Hofammann)

Siehe auch 1740.

1738

Johann Kaspar Zäch (Hofammann des Hofs Oberriet)

Vermutlich der Sohn des obigen Johann Kaspar Zäch.

1740

Franz Zäch (Hofammann)

Franz Zäch stirbt 1744.

1740-1757

Ferdinand Bantle (Vagabund)

Eintrag im Totenbuch vom 18. Juni 1858: Durch das Schwert des Scharfrichters wegen begangener Verbrechen enthauptet, starb Ferd. Bantle, Vagabund, im Alter von 17 Jahren. Er wurde vom erlauchten Herrn Joh. Heinrich Martin aus Glarus, eidg. Obervogt in Rheinegg, zum Tode verurteilt und von den hochw. Herren P. Quirinus, Kapuziner zu Stans, Kaspar Stiger, Kaplan, und von mir, dem Ortspfarrer Mauriz Stöckli, zum Tode vorbereitet und an den Ort der Hinrichtung geführt. Zur Erbauung aller Anwesenden fügte er sich in den Tod und ging hinüber in das bessere Leben. Sein Haupt blieb am Galgen ausgestellt, der Leichnam aber wurde der geweihten Erde übergeben.

1743

Johannes Könis (Hofammann des Hofs Oberriet)

Gewählt am 3. Juni 1743. Johannes Könis stirbt am 9. August 1758.

1743

Johannes Lüchinger (Hofammann des Hofs Oberriet)

Gewählt am 7. Juni 1745.

1753-1754

Johann Ignaz Sartory (Vogt, Blatten)

Vorher Lehensvogt. Beeidigt am 28. April 1753. Bestallungsrevers vom 13. Mai 1753. Im Mai 1754 Berufung nach Oberberg.

1754-1763

Joseph Christoph Würner (Vogt, Blatten)

Vorher Holcavalier. Beeidigt im Mai 1754. Bestallungsrevers vom 23. Juli 1754. Im Mai 1754 Berufung nach Oberberg.

1757

Jacob Wüest (Hofammann des Hofs Oberriet)

Gewählt am 30. mai 1757.

1760

Josef Dux (Obervogt zu Schwarzenbach)

1763-1768

Fidel Stanislaus Püntiner (Vogt, Blatten)

Vorher Fiscal. Bestallungsrevers vom 28. August 1763. Gestorben am 27. Februar 1768.

1764

Josef Lüchinger (Hofammann)

Hofammann Josef Lüchinger besiegelt eine Eingabe an den Abt.

1766

Niklaus von Flüe (Landvogt)

Die Altstätter wollten 1766 die Eichstauden (im Isenried) allein nutzen, wogegen die anderen Höfe Einspruch erhoben. Der Landvogr Niklaus von Flüe entscheidet, die Eichstauden gehören, wie das Idenried, zum allgemeinen Tratt. Streue, Holz und Stauden aber sollen den Altstättern allein zukommen.

1768-1775

Johann Anton Rudolf Rotfuchs von Rorschach (Vogt, Blatten)

Bestallungsrevers vom 19. März 1768.

1769, 1775

Suter (Landammann, Appenzell)

Suter kaufte 1769 zwei Gräser auf der Alp Sämtis. Er verlor 1775 in einem Prozess um die Alp Sämtis gegen die Hofleute zu Kriessern. Diverse Unbotmässigkeiten kosteten ihn 1784 den Kopf.

1771

Johannes Lüchinger (Alt Hofammann)

Alt Hofammann Johannes Lüchinger erhält in Frauenfeld die Bestätigung, von der Alp Sämtis keine Grasrechte ausser den Hof zu verkaufen.

1771

Wurstenberger (Rheintalischer Landvogt, Bern)

Gab 1771 bekannt, dass das Isenried aufgeteilt werde.

1775

Mattli (Alt Hofammann)

Alt Hofammann Mattli beteiligt sich im Streit um die Alp Sämtis.

1775

Johann Lüchinger (Hofammann, Kriessern)

Im März 1775 beschloss der appenzellische Landrat (um Landammann Suter) das Zugrecht auf die Alp Sämtis gegen eine Auslösung von 6000 Gulden auszudehnen. Die Hofleute zu Kriesseren intervenierten darauf bei der Tagsatzung zu Frauenfeld. Zur Hofdeledation gehörten: Johann Lüchinger (Hofammann), alt Ammann Mattle, Organist Stieger und Jakob Weder. Das Vorgehen von Landammann Suter wurde daraufhin als unbegründet, voreilig und ungültig erklärt.

1775-1794

Johann Nepomuk Friedrich von Sailern (Vogt, Blatten)

Landrechtserneuerung für ihn vom Jahr 1768. Bestallungsrevers vom 16. April 1775. Zum Geheimen Tar ernannt im März 1792. Anwesend im Geheimen Rat August 1792. Gestorben im Mai 1794 in Feldkirch.

1777

Kaspar Kobler (Wuhrmeister und Rhodsvertreter)

Kaspar Kobler, Wuhrmeister in Montlingen, klagt, weil Messmer Mattli den Bach nicht machen will.

1781, 1793

Jakob Wüst (alt Hofammann von Oberriet, Quartierhauptmann, Seckelmeister)

Quartierhauptmann Jakob Wüst klagt 1781 in Frauenfeld wegen der vielen Strassenzölle. Seckelmeister Jakob Wüst, alt Hofammann, leitet 1793 die Zusammenkunft der Ortsverwaltungen der Gemeinde.

1790

Johannes Kuster (Hofammann von Diepoldsau)

1793

Johannes Zäch (Amtshofammann / Hofammann, Oberriet)

Rhodsvertreter am 21. Juni 1793 zur Erarbeitung eines gemeinsamen Ortsreglements. Johannes Zäch führt den Vorsitz bei der Versammlung der Gemeinde-Hofverwaltungen.

1793

Jakob Könis / Kühnis (Richter, Holzrhode)

Rhodsvertreter am 21. Juni 1793 zur Erarbeitung eines gemeinsamen Ortsreglements. Vertritt mit fünf andern die Holzrhode beim Aufteilen der Hofgüter unter die Rhoden.

1793

Josef Zäch (Richter, Eichenwies)

Rhodsvertreter am 21. Juni 1793 zur Erarbeitung eines gemeinsamen Ortsreglements.

1793

Johannes Zigerlig (Richter, Montlingen)

Rhodsvertreter am 21. Juni 1793 zur Erarbeitung eines gemeinsamen Ortsreglements.

1793

Johannes Langenegger (Richter, Kriessern)

Rhodsvertreter am 21. Juni 1793 zur Erarbeitung eines gemeinsamen Ortsreglements.

1793, 1795

Jakob Weder (Richter)

Im Ausschuss der Ortsgemeinde Oberriet sitzt 1793 Richter Jakob Weder, der mit den andern Ortsgemeinden das Reglement berät. 1795 unterzeichnet er auch bei der Ablösung der Vogtsteuer.

1794-1796

Karl Heinrich Gschwend (Vogt, Blatten)

Pfalzrat. Bestallung vom 14. Juni 1794. Beeidigt am 24. Juni 1794. Im Geheimen Rat im Februar 1796.

1795

Gabriel Huetter (Hofammann)

1797

Franz Joseph Zweifel (Vogt, Blatten)

Gestorben als St. Gallischer Kantonsrat und Appelationsrichter.

~1798

Jakob Lüchinger (Hofammann)

Wurde aufgrund seiner Aufgeschlossenheit gegenüber der einkehrenden Franzosen zum rheintalischen Delegierten (Disputierten) bestimmt. Die Delegierten verlangten an der ausserordentlichen Tagsatzung zu Frauenfeld die Freiheitserklärung für die Landvogtei Rheintal. Diese Freiheit wurde dann am 3. März 1798 auch erlangt.

1800-1872

Johann Baptist Weder (Nationalrat)

Dr. jur., * 27. Juni 1800 - † 17. Oktober 1872, Anwalt in St. Gallen, Grossrat (mit kurzen Unterbrechungen) 1833-1867, Regierungsrat 1847-1851 und 1861-1863, Ständerat 1855-1857, Nationalrat 1848-1851 und 1858-1872, Führer der freisinnigen Partei, einer der Schöpfer der gemeinsamen Kantonsschule [HBLS-07].

1816

Johann Jakob Wüst (Präsident Eichenwies)

Verwalter: Johannes Gächter und Jakob Wüst; Kassier: Jakob Wüst (trat 1820 als Verwalter zurück, neu gewählt: Johann Jakob); Schreiber: Joseph Kühnis.

bis 1819

Alois Schegg (Präsident Montlingen)

1819-1851

Joseph Benz (Präsident / Gemeinderat Montlingen)

Direkter Vorfahre (Urururgrossvater von Daniel Stieger)!

1829-1831

Johann Jakob Wüst (Präsident Eichenwies bis 1830)

Verwalter: Johannes Gächter und Johannes Kolb; Schreiber: Joseph Kühnis.

1831-1833

Johann Anton Mattle (Präsident Eichenwies)

Verwalter: Johannes Gächter und Johannes Kolb; Schreiber: Joseph Kühnis.

bis 1833

Joseph Wüst (Ratsschreiber der Ortsgemeinde Montlingen)

1833-1835

Johann Anton Mattle (Präsident Eichenwies)

Verwalter: Johannes Stieger und Anton Kolb; Kassier: Anton Kolb; Schreiber: Joseph Kühnis.

1833-1839

Jakob Lüchinger (Ratsschreiber der Ortsgemeinde Montlingen)

1835-1837

Johannes Lüchinger (Präsident Eichenwies)

Verwalter: Johannes Stieger und Johannes Kolb; Kassier: Jakob Kluser; Schreiber: Johann Baptist Kolb; Weibel: Jakob Wüst.

bis 1837

Xaver Wüst (Ortskassier Montlingen)

1837-1839

Johann Jakob Wüst (Präsident Eichenwies)

Verwalter: Johannes Stieger und Joseph Anton Mattle; Kassier: Jakob Kluser; Schreiber: Johann Baptist Kolb; Weibel: Jakob Wüst.

1837-1839

Anton Hutter (Ortskassier Montlingen)

1839-1841

Johannes Lüchinger (Präsident Eichenwies)

Verwalter: Jakob Kolb und Jakob Gächter; Kassier: Johannes Kolb; Schreiber: Johann Baptist Kolb; Weibel: Jakob Wüst.

1839-1843

Joseph Wüst (Ortskassier Montlingen)

1839-1849

Johann Zäch (Ratsschreiber der Ortsgemeinde Montlingen)

1841-1843

Johannes Lüchinger (Präsident Eichenwies)

Verwalter: Johannes Stieger und Joseph Zäch; Kassier: Johannes Lüchinger; Schreiber: Johann Baptist Kolb; Weibel: Johannes Zäch.

1843-1845

Johannes Lüchinger (Präsident Eichenwies)

Verwalter: Johannes Stieger und Joseph Zäch; Kassier: Joseph Gächter; Schreiber: Johann Baptist Kolb; Weibel: Johannes Zäch.

1843-1845

Johannes Zäch (Ortskassier Montlingen)

Agtenhannses, Organist.

1844

Theres[ia] Kühnis (Hebamme)

1845-1847

Johannes Lüchinger (Präsident Eichenwies)

Verwalter: Joseph Zäch und Jakob Bont; Kassier: Joseph Gächter; Schreiber: Johann Baptist Kolb; Weibel: Johannes Zäch.

1845-1847

Johannes Schegg (Ortskassier Montlingen)

Kronenwirt.

1847-1849

Johannes Lüchinger (Präsident Eichenwies)

Verwalter: Joseph Zäch und Jakob Bont; Kassier: Jakob Bont; Schreiber: Johann Baptist Kolb; Weibel: Johannes Gächter.

1847-1849

Jakob Benz (Ortskassier Montlingen)

Alt Kreuzwirt.

1849

Joseph Lüchinger (Gemeindeammann)

1849-1851

Johannes Lüchinger (Präsident Eichenwies)

Verwalter: Joseph Zäch und Jakob Lüchinger; Kassier: Jakob Bont; Schreiber: Johann Jakob Mattle; Weibel: Johannes Gächter.

1849-1851

Joseph Benz (Ortskassier Montlingen)

Verwaltungsrat.

1849-1855

Jakob Lüchinger (Ratsschreiber der Ortsgemeinde Montlingen)

1851-1853

Jakob Lüchinger (Präsident Eichenwies)

Verwalter: Joseph Zäch und Johannes Kolb; Kassier: Joseph Bont; Schreiber: Johann Jakob Mattle; Weibel: Joseph Wüst.

1851-1853

Johann Jakob Loher (Präsident / Gemeinderat Montlingen)

Wurde am 24. Juli 1853 abgewählt.

1851-1855

Johann Rohner (Ortskassier Montlingen)

Schuster.

1853-1855

Johann Jakob Lüchinger (Präsident Eichenwies)

Verwalter: Joseph Gächter und Jakob Bont; Kassier: Jakob Wüst; Schreiber: Johann Jakob Mattle; Weibel: Joseph Wüst.

1853-1868

Johann Anton Benz (Präsident Montlingen)

1855-1857

Joseph Bont (Präsident Eichenwies)

Verwalter: Johannes Stieger und Jakob Bont; Kassier: Jakob Baumgartner; Schreiber: Johann Jakob Gächter; Weibel: Valentin Gächter.

1855-1857

Jakob Benz (Ortskassier Montlingen)

Alt Kreuzwirt. Siehe auch 1847-1849.

1855-1876

Johann Zäch (Ratsschreiber der Ortsgemeinde Montlingen)

1857-1859

Johann Jakob Bont (Präsident Eichenwies)

Verwalter: Joseph Gächter und Johannes Stieger; Kassier: Joseph Gächter; Schreiber: Johann Jakob Mattle; Weibel: Johannes Stieger.

1857-1859

Joseph Loher (Ortskassier Montlingen)

Steinbrecher.

1859-1861

Johann Jakob Bont (Präsident Eichenwies)

Verwalter: Joseph Gächter und Johannes Stieger; Kassier: Joseph Gächter; Schreiber: Johann Jakob Mattle; Weibel: Johannes Stieger.

1859-1861

Fridolin Hasler (Ortskassier Montlingen)

1861-1867

Johann Jakob Bont (Präsident Eichenwies)

Amtsperioden 1861-1864 und 1864-1867. Verwalter: Johannes Gächter und Johannes Stieger; Kassier: Jakob Mattle; Schreiber: Johann Jakob Mattle; Weibel: Johannes Stieger.

1861-1863

Joseph Schegg (Ortskassier Montlingen)

Fahnenträger, im Amte verstorben.

1863-1864

Jakob Benz (Ortskassier Montlingen)

Verwalter.

1864-1867

Johann Zäch (Ortskassier Montlingen)

1867-1873

Johann Jakob Bont (Präsident Eichenwies)

Amtsperioden 1867-1870 und 1870-1873. Verwalter: Johannes Gächter und Augustin Stieger; Kassier: Jakob Mattle; Schreiber: Johann Jakob Mattle; Weibel: Johannes Stieger.

1867-1876

Jakob Schegg (Ortskassier Montlingen)

Fahnenträger.

1868-1882

Joseph Anton Loher (Präsident Montlingen)

~1870

Karolina Kühnis (Hebamme)

1873-1876

Augustin Stieger (Präsident Eichenwies)

Verwalter: Johannes Gächter und Joseph Gächter; Kassier: Jakob Mattle; Schreiber: Johann Jakob Mattle; Weibel: Johannes Stieger.

1875 und 1878-1889

Carl Sartory 1816- (Schulratspräsident, alt Vermittler)

In den Jahren 1876 und 1877 war kurzfristig Carl Saylern (Ingenieur, Oberriet) in dieser Funktion tätig.

1876-1879

Augustin Stieger (Präsident Eichenwies)

Verwalter: Johannes Gächter und Joseph Gächter; Kassier: Albert Lüchinger; Schreiber: Johann Jakob Mattle; Weibel: Johannes Stieger.

1876-1897

Jakob Lüchinger (Ortskassier Montlingen)

Verwaltungsrat.

1876-1882

August Benz (Ratsschreiber der Ortsgemeinde Montlingen)

1879-1882

Augustin Stieger (Präsident Eichenwies bis 1880), Johannes Gächter (ab 1880)

Verwalter: Johannes Gächter, Joseph Gächter, Albert Lüchinger (ab 1880); Kassier: Albert Lüchinger; Schreiber: Johann Jakob Mattle; Weibel: Johannes Bont.

1881-1913

Alois Kobler 1856-1913 (Lehrer)

Lehrer an der Primarschule Oberriet und gleichzeitig Organist.

1882-1895

Franz Joseph Rohner (Präsident Montlingen)

Im Amte verstorben.

1882-1885

Albert Lüchinger (Präsident Eichenwies)

Verwalter: Melchior Kolb (bis 1883), Theodor Lüchinger, Jakob Bont (bis 1884), Josef Gächter; Kassier: Johann Lüchinger; Schreiber: Florian Ramsberger (bis 1882), Jakob Baumgartner, Theodor Lüchinger, Johann Kolb (ab 1884); Weibel: Johannes Bont.

1882-1885

Johann Zäch (Ratsschreiber der Ortsgemeinde Montlingen)

1885-1891

Albert Lüchinger (Präsident Eichenwies)

Amtsperioden 1885-1888 und 1888-1891. Verwalter: Josef Gächter, Johann Bont; Kassier: Johann Lüchinger; Schreiber: Johann Kolb; Weibel: Johannes Stieger.

1885-1921

August Benz (Ratsschreiber der Ortsgemeinde Montlingen)

1889-1891

Carl Albert Hasler (Schulratspräsident)

Wohnhaft zur Krone in Oberriet. Schrieb 1916 eine Publikation in der Rheintalischen Volkszeitung. Siehe Schulgeschichte (Seite 4).

1890

August Dux 1842-1908 (Gemeindeammann)

Durch Ankauf von Alprechten versuchte Appenzell die Alp Sämtis an sich zu bringen. Gemeindeammann August Dux erkannte die Gefahr und gründete 1890 mit 84 Grasechtbesitzern die Alpgenossenschaft Sämtis.

1891-1894

Albert Lüchinger (Präsident Eichenwies)

Verwalter: Josef Gächter (bis 1893), Albert Stieger, Johann Bont (bis 1893), Ferdinand Mattle; Kassier: Josef Gächter (bis 1893), Eduard Wüst; Schreiber: Johann Kolb (bis 1893), Johann Kühnis; Weibel: Johannes Stieger.

1891-1900

Karl Kolb 1862- (Schulratspräsident, Gemeinderatsschreiber)

1894-1903

Albert Stieger (Präsident Eichenwies)

Amtsperioden 1894-1897, 1897-1900 und 1900-1903. Verwalter: Eduard Wüst (Vice), Ferdinand Mattle; Kassier: Eduard Wüst; Schreiber: Johann Kühnis; Weibel: Johannes Mattle.

1895-1903

Johannes Lüchinger (Präsident Montlingen)

Im Amte verstorben.

1897-1912

Jakob Benz (Ortskassier Montlingen)

Wagner.

1900-1904

Theodor Lüchinger 1856-1904 (Schulratspräsident, Adjunkt)

1902-1912

Karl Dux 1873-1952 (Grossrat)

1903-1906

Albert Stieger (Präsident Eichenwies)

Verwalter: Eduard Wüst (Vice), Ferdinand Mattle; Kassier: Eduard Wüst; Schreiber: Johann Kühnis; Weibel: Wilhelm Baumgartner.

1903-1927

Josef Loher (Präsident / Gemeinderat Montlingen)

Im Amte verstorben.

1904-1906

Alois Oberholzer (Schulratspräsident, Pfarrer in Montlingen)

1906-1909

Albert Stieger (Präsident Eichenwies bis 1906), Eduard Wüst (ab 1906)

Verwalter: Eduard Wüst (Vice bis 1906), Albert Lüchinger, Ferdinand Mattle; Kassier: Eduard Wüst (bis 1906), Jakob Kolb; Schreiber: Johann Kühnis (bis Ende 1907), Jakob Lüchinger; Weibel: Wilhelm Baumgartner.

1906-1924

Karl Dux 1873-1952 (Schulratspräsident / Präsident des Realschulrates; von 1903 bis 1924 Realschulrat)

1909-1912

Eduard Wüst (Präsident Eichenwies)

Verwalter: Jakob Kolb (Vice), Albert Lüchinger; Kassier: Jakob Kolb; Schreiber: Jakob Lüchinger; Weibel: Wilhelm Baumgartner.

1912-1915

Eduard Wüst (Präsident Eichenwies)

Verwalter: Jakob Kolb (Vice), Albert Lüchinger (bis 1913), Eugen Lüchinger; Kassier: Jakob Kolb; Schreiber: Karl Lüchinger (bis 1913), Eugen Lüchinger; Weibel: Wilhelm Baumgartner.

1912-1914

Johann Benz (Ortskassier Montlingen)

1914-1915

Anton Benz (Ortskassier Montlingen)

1915-1918

Eduard Wüst (Präsident Eichenwies)

Verwalter: Jakob Kolb (Vice), Eugen Lüchinger; Kassier: Jakob Kolb; Schreiber: Eugen Lüchinger; Weibel: Wilhelm Baumgartner.

1915-1930

Johann Benz (Ortskassier Montlingen)

Verwaltungsrat.

1918-1930

Eduard Wüst (Präsident Eichenwies)

Amtsperioden 1918-1921, 1921-1924, 1924-1927 und 1927-1930. Verwalter: Jakob Kolb (Vice), Eugen Lüchinger; Kassier: Jakob Kolb; Schreiber: Eugen Lüchinger; Weibel: Josef Baumgartner.

1921-1950

Hermann Loher (Ratsschreiber der Ortsgemeinde Montlingen)

Fergger.

1924-1930

Karl Dux 1873-1952 (Gemeindeammann - löste Karl Kolb ab; von 1903 bis 1912 und von 1924 bis 1930 Gemeinderat)

1924-1939

Arnold Hürlimann (Schulratspräsident, Pfarrer in Oberriet)

1927-1951

Johann Benz (Präsident Montlingen)

Kantonsrat.

1930-1933

Jakob Kolb (Präsident Eichenwies)

Verwalter: Eugen Lüchinger (Vice), Heinrich Kolb (bis Ende 1930), Johann Wüst; Kassier: Heinrich Kolb (bis Ende 1930), August Bont; Schreiber: Eugen Lüchinger; Weibel: Josef Baumgartner.

1930-1957

Josef Loher (Ortskassier Montlingen)

Verwaltungsrat.

1933-1936

Johann Wüst (Präsident Eichenwies)

Verwalter: Anselm Wüst (Vice), Josef Baumgartner; Kassier: August Bont; Schreiber: August Bont; Weibel: Josef Baumgartner.

1936-1939

Johann Wüst (Präsident Eichenwies)

Verwalter: Josef Baumgartner (Vice), Emil Mattle; Kassier: August Bont; Schreiber: August Bont; Weibel: Josef Baumgartner.

1939-1942

Johann Wüst (Präsident Eichenwies)

Verwalter: Josef Baumgartner (Vice), Emil Mattle; Kassier: Johann Kolb; Schreiber: August Bont; Weibel: Josef Baumgartner.

1939-1950

Aemilian Krapf (Schulratspräsident, Pfarrer in Oberriet)

1942-1948

Johann Wüst (Präsident Eichenwies)

Amtsperioden 1942-1945 und 1945-1948. Verwalter: Josef Baumgartner (Vice), Emil Mattle; Kassier: Johann Kolb; Schreiber: Johann Bont; Weibel: Josef Baumgartner.

1948-1954

Josef Baumgartner (Präsident Eichenwies)

Amtsperioden 1948-1951 und 1952-1954. Verwalter: August Bont (Vice), Johann Kolb; Kassier: Johann Kolb; Schreiber: Johann Bont; Weibel: Albert Stieger.

1950-1956

Johann Metzger (Schulratspräsident, Pfarrer in Oberriet)

1950-1956

Hans Bischof (Ratsschreiber der Ortsgemeinde Montlingen)

1951-1960

Alfred Benz (Präsident / Gemeinderat Montlingen)

1954-1957

Josef Baumgartner (Präsident Eichenwies)

Verwalter: August Bont (Vice bis 1955), Johann Kolb, Fidel Zäch; Kassier: Johann Kolb; Schreiber: Johann Bont; Weibel: Albert Stieger.

1956-1969

Meinrad Kühnis (Ratsschreiber der Ortsgemeinde Montlingen)

Gartenstrasse.

1958-1964

Josef Baumgartner (Präsident Eichenwies)

Amtsperioden 1958-1960 und 1961-1964. Verwalter: Johann Kolb (Vice), Fidel Zäch; Kassier: Johann Kolb; Schreiber: Johann Bont; Weibel: Albert Stieger.

1958-1982

Ernst Wüst (Ortskassier Montlingen)

Alter Kirchweg. Verwaltungsrat.

1961-1971

Johann Loher (Präsident Montlingen)

Maurermeister.

1965-1968

Josef Baumgartner-Koller (Präsident Eichenwies)

Verwalter: Ernst Mattle (Vice), Werner Kolb, Karl Bont, Othmar Gächter; Kassier: Werner Kolb; Schreiber: Johann Bont; Weibel: Albert Stieger.

1969-1972

Josef Baumgartner-Koller (Präsident Eichenwies)

Verwalter: Ernst Mattle (Vice), Werner Kolb, Karl Bont, Othmar Gächter; Kassier: Werner Kolb; Schreiber: Johann Bont.

1969-1989

Guido Baumgartner (Ratsschreiber der Ortsgemeinde Montlingen)

Gmeindsstrasse.

1971-1991

Max Lüchinger (Präsident Montlingen)

Orthopädie-Schuhmachermeister.

1973-1976

Josef Baumgartner-Koller (Präsident Eichenwies)

Verwalter: Othmar Gächter (Vice), Werner Kolb, Karl Bont, Hermann Gächter; Kassier: Werner Kolb; Schreiber: Johann Bont (bis 1973), Hanspeter Wüst.

1977-1980

Josef Baumgartner-Koller (Präsident Eichenwies)

Verwalter: Werner Kolb (Vice), Othmar Gächter, Hermann Gächter, Walter Bont; Kassier: Walter Bont; Schreiber: Hanspeter Wüst (bis 1976), Rolf Käch (bis 1978), Ernst Gisler.

1981-1984

Josef Baumgartner-Koller (Präsident Eichenwies)

Verwalter: Werner Kolb (Vice), Othmar Gächter, Hermann Gächter, Walter Bont; Kassier: Walter Bont; Schreiber: Ernst Gisler (bis Ende 1983), Oswald Wüst.

1983-1984

Erich Breuss (Ortskassier Montlingen)

Bergliweg.

1984-1992

Armin Loher (Ortskassier Montlingen)

Gmeindstrasse.

1985-1988

Josef Baumgartner-Koller (Präsident Eichenwies)

Verwalter: Fredy Kolb (Vice), Othmar Gächter, Hermann Gächter, Walter Bont; Kassier: Walter Bont; Schreiber: Oswald Wüst.

1989-1992

Josef Baumgartner-Koller (Präsident Eichenwies)

Verwalter: Fredy Kolb (Vice), Hermann Gächter, Walter Bont, Remo Wüst; Kassier: Walter Bont; Schreiber: Oswald Wüst.

1989-

Herbert Markovits (Ratsschreiber der Ortsgemeinde Montlingen)

Gmeindsstrasse.

1993-1996

Josef Baumgartner-Koller (Präsident Eichenwies bis 1995), Fredy Kolb (ab 1995)

Verwalter: Fredy Kolb (Vice bis 1995), Josef Baumgartner-Langenegger (ab 1996), Hermann Gächter, Walter Bont, Remo Wüst; Kassier: Walter Bont; Schreiber: Oswald Wüst.

1993-

Armin Loher (Präsident Montlingen)

Versicherungskaufmann. War zuvor Kassier (1984-1992).

1993-

Roger Baumgartner (Ortskassier Montlingen)

Altstätterstrasse.

1997-2004

Fredy Kolb (Präsident Eichenwies)

Amtsperioden 1997-2000 und 2001-2004. Verwalter: Josef Baumgartner-Langenegger (Vice), Hermann Gächter, Walter Bont, Remo Wüst; Kassier: Walter Bont; Schreiber: Oswald Wüst.

2005-2008

Fredy Kolb (Präsident Eichenwies)

Verwalter: Romeo Gächter (Vice), Walter Bont († am 23.2.2005), Remo Wüst, Armin Gschwend, Werner Kolb (ab Mitte 2005); Kassier: Walter Bont († am 23.2.2005), Marianne Bont-Heule; Schreiber: Oswald Wüst.

2009-2016

Romeo Gächter (Präsident Eichenwies)

Amtsperioden 2009-2012 und 2013-2016. Verwalter: Werner Kolb jun. (Vice), Remo Wüst, Armin Gschwend, Josef Bont jun.; Kassier und Aktuar: Monika Büchel-Wüst.

 

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Erstellt durch Daniel Stieger (letzte Nachführung am 17. Juni 2017)