Alte Geschlechter aus Oberriet

Die Angaben hier sind zum grössten Teil dem Buch 'Geschichte des Reichshofs Kriessern (1979)' entnommen. Die Familienwappen können aber auch unter folgender Seite gefunden werden.

Typische alte Familiennamen aus Oberriet sind: Alt, Ammann, Baumgartner, Bont, Büchel, Dux, Enis, Gächter, Graber, Hersche, Hutter, Kluser, Kobler, Kolb, Kühnis, Lüchinger, Mattle, Meÿer, Schegg, Stieger, Thurnherr, Weder, Wüst und Zäch. Ferner: Hasler, Loher, Sonderegger und Zigerlig.

Albrecht

Die Familie Albrecht ist in Oberriet ausgestorben.

Albrecht in Oberriet:

1566

Brosi Albrecht, Lehensmann in Eichwiserfeld, Lutenschlagersauw, Herbrugg in Balgach [LL-OBT-1566].

vor 1600

Hans und seine Brüder (Jahrtagbuch p. 97).

Alt

St. gallisches Geschlecht. Der Name ist im 15. Jh. in verschiedenen rheintalischen Gemeinden nachweisbar, ao auch im Reichshof Kriessern.

Alt in Oberriet mit spezieller Erwähnung:

1405

Ein Hug Alt von Berneck tat 1405 während der Appenzeller Kriege Botendienste für die Stadt St. Gallen. [HBLS-01].

1412

Ritter Marquard von Ems und Hans von Ems, Vettern, verkaufen dem ehrbaren Knecht Hans Alt zu Kriessern im Montlinger Kirchspiel für 6 1/2 Pfund 2 Schilling Konstanzer Münze zwei Güter, welche er sich ... [Vorarlberger Landesarchiv - Hohenems, Signatur: 7936].

Ritter Marquard von Ems, Hans von Ems und Hans Alt

Ich Marquart von Ämptz Ritter vnd ich Hans von Ämptz Vettern verichent offenlich mit disem brieff allermenklichem für vns und
unser erben das mir baid gesundes libs und mit rechter anlligen hochen achtung zu den ziten und tagen da kein es mit dem rechten wol
tun mohtend recht und redlich aigenlich verköfft habend ains staten ewigen begenklichen köffs. Dem genanden erbarn Knecht Hans
Alten ze kriesseren gesessen im Muntigl Kilchspel und sinen erben. Die nachbenampten güter die wir mit dem rechten an dem geriht ze
muntigel nach gant recht und lanzrecht behebt haben umb die schuld su uns Hans Haller selig schuldig ...

1504

Hans Klenn der Müller, genannt Bangolte und sesshaft zu Widnau, verkauft am 6. November 1504 seinen Geschwistern Rüdi, Ulrich, Leonhard und Anna für 24 Pfund Pfennig Landswährung einen ablösbaren, am Martinstag in Widnau zu entrichtenden Zins von einem Pfund 4 Schilling Pfennig aus der Uolsbünt zu Widnau, zwischen Konrad Altens von Kriessern, der eigenen Brüder Ulrich und Leonhard, Heinrich Thurnherrs Gut und dem Giesen, mit einer Last von 5 Schilling Heller Kirchengeld jährlich. Der Rückkauf darf nicht in einer Münzwende, sondern nur mit neu angehender Münze, wodurch sie keinen Verlust haben, geschehen.

Quelle: Vorarlberger Landesarchiv - Hohenems, Reichsgrafschaft; Signatur: 8307

1575

Hans Alt ist im Hofe Kriessern 1575 als Hofammann bezeugt. Sein Siegel zeigt über zweien nach rechts und links schauenden Halbmonden ein Kreuz (Stiftsarchiv St. Gallen). [HBLS-01].

1654

Jakob Alt (* 10. September 1610 - † 4. März 1687) als Abt Gallus II. [HBLS-01].

Ammann

Wappen 'Ammann'

Wappen-Neuschöpfung 1956

Schreibweisen: Aman, Amma, Amman, Ammann. Frauen: Ämin.

Ammann in Oberriet mit spezieller Erwähnung:

1294

C. Ammann der Aeltere und Johann, Brüder, Ammann von Rheineck, treten als Zeugen auf beim Verkauf des Hofs zu Blatten.

1426

Ulrich Ammann von Hundwil ist Ammann im Rheintal.

1506

Erstmals tritt ein Ulrich Ammann auf als Vertreter des Hofs Kriessern im Steuerstreit mit Altstätten.

1724

Michael Amma, Forster, Oberriet, und Franz Amma, Holzrhode, nehmen als Rhodsvertreter an einer Einigungsversammlung wegen Alp Strüssler teil.

1766

Forster Jakob Ammann klagt im Namen der oberrietischen Beamten beim Abt wegen dem "Zeitgericht".

1793

Die Holzrhode wird durch Richter und Ausschuss Joseph Ammann und Kaspar Ammann vertreten bei der Gebietsaufteilung der Rhoden.

1795

Obige Richter vertreten die Holzrhode auch im Streitfall der Rhode Oberriet und Eichenwies.

Baumgartner

Wappen 'Baumgartner'

Wappen-Neuschöpfung 1956.

Schreibweisen: Boumgatren, Banngarter, Bangarter, Bangartner, Bombgarter, Bomgartter, Bongarter, Bomgarter, Bomgerter, Bomgartner, Bamgartner, Baumgarter, Baumgartner.

Baumgartner in Oberriet mit spezieller Erwähnung:

1294

Albrecht zu dem Boumgarten bebaut den Hof zu Blatten.

1437

Hans Bongarter von Kriessern erscheint vor Bürgermeister und Rat. zu Lindau und ersucht um eine amtliche Uebersetzung des von ihm vorgelegten lat. Briefes von Kaiser Ludwig an Kriessern.

1470

Am 20. Juni 1470 verkaufte Ludwid Litscher zwei Zehnte zu Blatten und Eichwies an Peter und Algast, Gebrüder, Josef Bombgartner, Hans Herschi und Hans Schöri um 233 Pfund Pfennig. Quelle: alte Pergamenturkunden 1470.06.20 im Staatsarchiv AI.

1486

Hans, Heni und Ulrich Bombgartner sind im Steuerrodel aufgeführt.

1523

Heine Bangartner möchte sein Alprecht auf Camor verkaufen.

1532

Lienhart Bamgartner soll sich auch am Bildersturm in der St.-Wolfgangs-Kapelle beteiligt haben.

1564

Konrad Bangarter ist als Hofvertreter (Kriessern) bei einer Aussprache wegen dem Isenried.

1733

Die Eingabe an den Bischof von Constanz um Gewährung einer eigenen Pfarrei Kriessern wird auch von Richter Jakob Baumgartner unterzeichnet.

1790

Joseph Baumgartner, Schreiner, ist Waldbesitzer bei Oberriet.

Bernhard

Die Familie Bernhard ist in Oberriet ausgestorben.

Schreibweisen: Bernhard, Bernhart.

Bernhard in Oberriet:

1566

Diepolt Bernhardt, Lehensmann in Riedtgass, Hagen [LL-OBT-1566].

~1620

Hans und seine Kinder (Jahrtagbuch p. 133).

~1620

Hans und seine Kinder (Jahrtagbuch p. 137).

Benz

Wappen 'Benz'

Das Wappen ist eine Variante der Benz von Marbach.

Schreibweisen: Benz.

Benz in Oberriet mit spezieller Erwähnung:

1486

Hans Benz ist im Steuerrodel des Vogts eingetragen.

1523

Alpgenosse Martin Benz möchte sein Alprecht auf Camor verkaufen.

1529

Konrad Benz tritt als Zeuge auf im Grenzstreit zwischen dem Hof Kriessern und Appenzell.

1609

Das Grundstück des Jakob Benz grenzt an dasjenige von Mattli, Kobelwald.

1654

Joseph Benz, Landammann des Gerichts Rankweil und Sulz, besiegelt die Kirchenabkurung Mäder von Montlingen.

Bont

Wappen 'Bont'

Variante zum Wappen des Josef Bont, von Oberriet, Pfarrer in Bütschwil 1701.

Schreibweisen: Pont, Bondt, Bont.

Bont in Oberriet mit spezieller Erwähnung:

1294

Abt Wilhelm von St.Gallen überträgt dem Kloster Salem das Eigentumsrecht über alle Besitzungen und Leuten zu Kluftern, darunter 'Mathildin uxorem H. dicti Bont'.

1486

Tagmann (Leiter der Frondienste) Kaspar Ponten und Hofstattbesitzer Hans Ponten werden erwähnt.

1523

Küni Bont besitzt ein Alprecht auf Camor.

1534

Im Grenzstreit Hof Kriessern mit den vier Rheintalerrhoden wird der Hof durch Vogtsammann Ulrich Pont vertreten. Hiebei wird auch vom Ponten Löhli geschrieben (Loo-Gebietsteil).

1790

Konrad Bont ist Grundbesitzer im Fährenmaad, Bannriet.

Büchel

Wappen 'Büchel'

Variante zum Wappen derer von Rüthi.

Schreibweisen: Büchel.

Büchel in Oberriet mit spezieller Erwähnung:

1486

Im Kaufvertrag des Hofes Kriessern an den Abt von St. Gallen kommt erstmals der Name Büchel vor (Grundbesitzer).

1529

Im Grenzstreit mit Rüthi tritt Rudolf Büchel als Zeuge auf.

1555

Konrad und Steffa Büchel werden als Neu- und Altamtsleute von Rüthi aufgeführt.

1669, 1671

Ein Ulin Büchel beteiligt sich an der Vermarkung der Alp.

1793

Johannes Büchel ist Vertreter der Holzrhode bei der Gebietsaufteilung.

Dierauer

Die Familie Dierauer ist in Oberriet ausgestorben. Die Familie war vermutlich aus Berneck eingewandert.

Schreibweisen: Dierauwer, Dierauer, Thierauer.

Dierauer in Oberriet:

28. Sept. 1419

Anna Tierowerin, Witwe des Hans Schöri von Eichenwies und ihre 2 Kinder Hans Ulrich und Älli. Quelle: 'Der Hof Kriessern', J. Hardegger, H. Wartmann, St. Gallen 1878, p. 23

28. Aug. 1476

Michael Tierouwer. Quelle: 'Der Hof Kriessern', J. Hardegger, H. Wartmann, St. Gallen 1878, p. 48

1566

Hans Dierauwer (sel.), Lehensmann: Hoststatt im Eichwiserfeld, Blüwler, Rogenwinkhel, Ker im Eichwiserfeld, Gässerle, Schwarzengraben, Gamor [LL-OBT-1566 9].

1566

Jos Dierauer, Lehensmann: Schwarzer Graben [LL-OBT-1566 12].

1566

Conrad Dierauwer, Lehensmann: Eichwiserfeld, Schwarzer Graben, Gamor, Büehlmaad [LL-OBT-1566 17].

1566

Gertha Dirauer, Lehensfrau in Steinach, Grunauer [LL-OBT-1566].

vor 1600

Anna Dierauer (um 1500).

1626

Maria Dierauer (1626; Quelle: Hasler im Rheintal).

1688

Maria Thierauer (Ehebuch 1688).

Dietsche

Wappen 'Dietsche'

Nach dem Siegel des Caspar Dietschi, Hofammann 1653 (aus Schwyz stammend).

Schreibweisen: Dietschi, Dietschÿ, Dietsche und - nicht angetroffen in den Kirchenbüchern von Oberriet - Düetschi, Dietschen. In Oberriet wurde der Name (bis zur Einführung der Zivilstandsämter) meistens Dietschÿ oder Dietschi geschrieben.

Dietsche in Oberriet mit spezieller Erwähnung:

1511

Josef Dietschen, Althofschreiber, ersucht um Auskunft über einen 'Fall'. Im Glarnerland bestand der 'Fall' von Caspar Düetschi, ein köstlich Rössli.

1571

In einer Verleumdung gegen Kaspar Dietschi von Schwyz, Vogt zu Blatten, wird ihm Recht gesprochen.

1602

Johann Dietschi von "Schweitz" (Schwyz), Vogt auf Blatten, führt Gespräche mit den vier Nachbarhöfen. Die Hofleute von Kriessern sollen nicht als ausländisch geachtet, sondern den andern gleichgestellt werden.

1625

Auf Ersuchen von Hofammann Johannes Dietschi wird die Gültigkeit der Alpverordnung Sämtis um 10 Jahre verlängert.

1647

Hofammann und Quartierhauptmann Kaspar Dietschi wünscht bei der Tagsatzung zu Baden Kostenverteilung für die Grenzbesetzung im Schwedenkrieg.

1654

Bei der Loslösung der Pfarrei Mäder unterzeichnen Neu- und Althofammann Kaspar Dietschi sowie Georg Dietschi, Landvogtsammann.

1710

Dem Hofausschuss im Streitfall mit den Kobelwieser Schneider gehört auch Gerichtsammann Johann Joseph Dietschi an.

1733

Das Gesuch an den Bischof von Constanz, dass die "elteste und gesammte Gemeindsrod" zu Kriessern in Oberriet eine eigene Pfarrei wird, ist auch von Richter Bartholome Dietschi unterzeichnet.

Dux

Wappen 'Dux'

Nach Siegel des Joseph Dux von Oberriet, Obervogt zu Schwarzenbach 1760.

Schreibweisen: Dux

Familie der Kantone Graubünden und St. Gallen. Im Kanton Graubünden tritt 'Dux' als Ratsgeschlecht der Stadt Chur im 15. Jh. auf: Ulrich, Zunftmeister 1465; Nikolaus, Kanzler 1456-1493 und Bürgermeister 1471.

Dux in Oberriet mit spezieller Erwähnung:

1486

Hans Dux ist im Steuerrodel des Vogts eingetragen. Am 23. Februar 1486 war Hans Dux der einzige Eigenmann der Herrschaft Blatten in Kriessern, seines Geschlechts. Quelle: J. Hardegger, H. Wartmann, Der Hof Kriessern, St. Gallen 1878, p. 56.

1737

Josef Dux, Verwalter und Amtsmann der Statthalterei Wil. Maria Cäcilia Reuthin, sein Ehefrau. Bartholomäus Dux und Martha Matle seine Eltern. Hans und Jakob Dux seine Brüder. Quelle: Jahrzeitenbuch Montlingen, p. 77 und 78.

1760

Joseph Jakob (Josef) Dux, Obervogt zu Schwarzenbach.

Fürstäbtischer Kammerdiener 1741, Ratssekretär, Vogt zu Schwarzenbach 1757, Reichsvogt zu Wil 1762, Pfalzrat und Obervogt zu Romanshorn 1772, † in Romanshorn am 14. November 1782 [HBLS-02].

Ebnöther

Wappen 'Ebnöther'

Variante nach einer alten Hausmarke des gleichnamigen, stammverwandten Geschlechts der March.

Schreibweisen: Ebneter, Ebnäter, Ebnöter, Ebnöther.

Ebnöther in Oberriet mit spezieller Erwähnung:

1655

Elisabeth Ebnötherin ist die Frau von Hofammann Hans Dietschi.

1733

Ratsherr Jacob Ebneter ist Mitunterzeichner der Eingabe an den Bischof von Constanz, in Kriessern eine eigene Pfarrei zu gründen.

1761

Georgius Ebneter ist Mitglied der Dreierdelegation, die in Sachen 'Lindenmaad-Gütern' beim Official des Abtes in St. Gallen vorsprechen.

Ender

Wappen 'Ender'

Das Wappen erfuhr 1956 eine Neuschöpfung. Die Ender, altes Geschlecht des Reichshofs, mehrheitlich in Mäder, aber auch in Oberriet beheimatet. Der Mädererlinie entstammte vermutlich der ehemalige österreichische Bundeskanzler Ender-Rusch.

Schreibweisen: Ender.

Die Ender von Kobelwies, erstmals nachgewiesen 1465, die offenbar von einem Hofmann des Reichshofs Kriessern abstammen, standen dritthalb Jahrhunderte lang mit Kriessern in Streit und Prozessen um Wunn und Weid, Trieb und Tratt und Holzhau auf den Alpen und in den Fronwäldern der Hofleute. Heute kommt das Geschlecht der Ender in Kobelwies selbst nicht mehr vor [HBLS-03].

Ender in Oberriet mit spezieller Erwähnung:

1465

Hermann Ender, Heini Ender, Kobelwies, und Ueli Enders Sohn klagen gegen den Hof, der ihnen Nutzrecht entziehen will.

1476

Steffan Enders Steuer ist ein Huhn, vermutlich das Minimum.

1486

Hans und Klaus Ender sind im Steuerrodel aufgeführt.

1522

Konrad, Hans und Klaus Ender sind im Register der Rhode Mäder aufgeführt.

1667

Matthias Ender, der alt, Thomas Ender, Leonhards Sohn, Jakob und Max Ender verkaufen mit den Kilga und Böcklin ihre Rechte in der Viehweid zwischen Kriessern und Diepoldsau um 340 Gulden.

Gächter

Wappen 'Gächter'

Variante des Wappens des Ulrich Gächter, Pfarrer in Grub 1674. Übernommen wurde die rechte Hälfte des Wappens. Der Löwe mit Baum wurde weggelassen.

Schreibweisen: Gechter, Gächter.

Gächter in Oberriet mit spezieller Erwähnung:

1442

Heinrich Gächter tritt als Zeuge auf im Gerichtsstreit mit Mäder.

1465

Klaus Gächter wird als Bevollmächtigter des Hofes Kriessern erwähnt im Streit mit den Kobelwieser Ender.

1486

Hensli, Uli und Hans Gächter, genannt Löll sind im Steuerrodel eingetragen.

1523

Hans Gechter, Klaus Gechter und seine Geschwister sind Zeugen im Streitfall wegen Alp Camor.

1586

Andreas Gächter, Spitalmeister zu St. Gallen.

1598

11. November 1598: Graf Kaspar von Hohenems verkauft um 40 Gulden dem Christian Gächter, Gerichtsammann der Herrschaft Neuburg am Rhein, und Kaspar Bongelter, Beisäßen dieses Gerichts, als Gewalthabern der ganzen Gemeinde zu Koblach seinen achten Teil des ganzen Zehenten zu "Koblen".

Quelle: Archiv von monasterium.net

1607

15. November 1607: Hans Gächter, genannt Schöri, zu Eichwies, Hofammann im freien Reichshof Kriessern-Oberriet, verkauft der Pfarrpfründe zu Montlingen einen Zins.

Quelle: Archiv von monasterium.net

1626

Am 5. Mai 1626 belehnt Graf Kaspar von Hohenems als Kollator und Lehnherr der Pfarrei 'Montigol' (Montlingen) den Hans und Andreas Gächter mit 1½ Mannmahd in der Bibliten. [Vorarlberger Landesarchiv - Hohenems, Signatur: 104,43].

Hans und Andreas Gächter 1626

Ich Caspar Graf zue HochenEmbß Gallara
und Vadutz, Herr zue Schellenberg Dornbieren
und Lustenow Bekhennen hirmit, daß wir
alß rechter Collator und Lehnherr der Pfare
Montigol, auff absterben Hansen Gächters
Andreßen Sohn am Oberriedt, seinen zwaÿen
hinderlaßen Söhnen Hansen und Andreßen
Gächter, auff Ir beschechen und ert... Pi... zue
rechten Erblehen ...

1671

Kaspar Gächter ist als Weibel aufgeführt.

1795

Die Gebrüder Johannes und Jakob Gächter ab dem Stein, Freienbach, kaufen ein Stück Wald und Staudenboden auf dem Kiemberg vom Hof Oberriet.

1833

Johann Jakob Gächter, von Oberriet, * 22. September 1833, Präsident des oberrheintalischen Bezirksgerichts 1891-1904, Nationalrat (katholisch-konservative Partei) ab 1899; † 29. Juni 1905 in Altstätten [HBLS-03].

Gasser

Wappen 'Gasser'

Variante zu einem der gleichnamigen Wappen aus dem Vorarlberg.

Schreibweisen: Gasser.

Gasser in Oberriet mit spezieller Erwähnung:

1486

Rüdi Gasser, Hans Gasser alt, Hans Gasser, der jung, werden als Eigenleute aufgezählt beim Verkauf des Hofes an den Abt.

1609

Hans Gasser's Acker stösst an Brunner's Güter, und Josue Gasser besitzt einen Acker in der Bitzi, gegen Balgach.

1637

Thöneli Gasser, Diepoltsau, hat eine Beanstandung mit Junker Vogt von Schwarzach wegen dem 'Fa11'.

1646

Johann Konrad Gasser, Notar von Constanz, visiert eine Kopie von 7 Schreiben der regierenden Orte gegen Ammann H. Dietschi.

Graber

Wappen 'Graber'

Wappen-Neuschöpfung 1956.

Schreibweisen: Graber, Gräber.

Graber in Oberriet mit spezieller Erwähnung:

1532

Debas Graber und seine Geschwister sind Zeugen im Streit um die Alp Camor.

vor 1600

Hans Gräber (Jahrtagbuch Montlingen p. 59)

vor 1600

Leonhard und Sohn Hans et al. (Jahrtagbuch Montlingen p. 81)

1601

Hans Graber besitzt einen Acker in der Aichau.

1609

Urich (Ulrich) Graber amtet im Streit mit Widnau (Isenried) als Schreiber.

1666

Claus Graber besitzt Hofstatt im Aichenwieser Feld.

1673

Jacob Graber wird von Landvogt Büler von Schweitz (Schwyz) zu 12 Reichstalern bestraft, weil er an einem Fasttagabend seinen "Dröscheren" (Dreschern) wissentlich Fleisch zu essen gegeben hat.

1718

Josef Graber ist Alpmeister auf der Alp Sämtis

Haltiner

Wappen 'Haltiner'

Wappen-Neuschöpfung 1956.

Schreibweisen: Haltiner.

Haltiner in Oberriet mit spezieller Erwähnung:

1523

Cunrat Haltiner besitzt ein Alprecht auf Camor.

1529

Hans Haltiner ist Zeuge im Grenzstreit mit Appenzell.

1534

Hans Haltiner ist Ammann von Aichberg (Eichberg).

1548

Hans Schmid, genannt Haltiner, besitzt Weingärten am Semelenberg.

1607

Hans Haltiners Erben verkaufen einen Schuldbrief der Kirche an den ewigen Messpfrund zu St. Wolfgang, Oberriet.

Hammerer

Schreibweisen: Hammer, Hamerer, Hammerer.

Hammerer in Oberriet mit spezieller Erwähnung:

1566

Hans Hammer, Lehensmann in Gamor, Mosers Feld, Schobingerfeld, Yderen, Jnfang, Brand, Holzauw, Hagen, Schungerwis, Moos, Sulnen, In der Gass, Wÿs, Kilchakher, Krüel, Inwerd, Hurb [LL-OBT-1566 58].

1680

Annotatio et Desumptio omnium Familiarum et Personarum totius Parochiae Montlingensis Ao 1680 facta [??1680]:

Eichenwieser -Rhode:

  • 14: Adam Hammerer mit Ehefrau Chathrina Albrechti.
  • 48: Ulli Lüchinger mit Ehefrau Maria Hamereri.

Oberrieter-Rhode:

  • 49: Jacob Bomgarter mit Ehefrau Barbara Hammererin. Hans Hamerer. Maria Gächteri.

Holz-Rhode, Hard:

  • 56: Adam Hamerer vid.

Hasler

Wappen 'Hasler'

Nach Siegel des Konrad Hasler, Hofammann 1677.

Schreibweisen: Haßlar, Haßler, Hasler.

Die Rheintaler Hasler stammen aus Altstätten. 'Hasla' (Haslen) ist um 1300 die Bezeichnung für ein Gebiet am Forst in Altstätten. Das Gütchen Haslen war sehr klein, denn der Zins bestand damals in einem einzigen Huhn.

Hasler in Oberriet mit spezieller Erwähnung:

1303

Burchard und Eglolf Hasla* werden als Besitzer eines Weingartens an der Haslerhalde (Altstätten) erwähnt.

1461

Uli Hasler ist Ammann zu Altstätten.

1522

Vincenz Hasler ist Ammann zu Altstätten.

1551

Vincenz Hasler ist Hofammann von Balgach.

1555

Vincenz Haßlar ist Vogt zu Blatten und Hans Hasler Ammann zu Altstätten.

1567

Gabriel, Graf von Hohenems, verkauft den gemeinen Hofleuten zu Kriessern seinen Wald am Hard und in den Stocken, der an die Güter von Steffan und Conrad Hassler, Altstätten, stösst.

1669

Conrad Hasler beteiligt sich an der Vermarkung der Alpen Schwamm und Strüssler.

1671

Seckelmeister Konrad Hasler ist Ratsmitglied in Oberriet.

__________
* "... quod erat Waltheri dicti Schahtler; vineam dictam der alte Wingarte, sitam in monte dicto Haslerhalde prope Alstetin in valle Reni, que erat Hermanni ministri de Abbatiscella; C. et Hermannum dictos Taler; vineam sitam in jan dicto monte Haslerhalde prope Alstetin, contiguam vinee dominorum de Ramswâg, que erat Burchardi et Eglolfi de Hasla; vineam in predicto monte Haslerhalde prope Alstetin, contiguam vinee dominorum de Ramswag, que erat domini H de Alstetin ..."

Herrsche

Wappen 'Herrsche'

Farbenvariante zum Wappen des gleichen Appenzeller Geschlechts.

Schreibweisen: Herschis, Herschi, Herrschi, Hersche, Herrsche.

Herrsche in Oberriet mit spezieller Erwähnung:

1470

Am 20. Juni 1470 verkaufte Ludwid Litscher zwei Zehnte zu Blatten und Eichwies an Peter und Algast, Gebrüder, Josef Bombgartner, Hans Herschi und Hans Schöri um 233 Pfund Pfennig. Quelle: alte Pergamenturkunden 1470.06.20 im Staatsarchiv AI.

1533

Hans Herrschi ist Ammann vom Hof Balgach.

1724

Die beiden Rhoden Oberriet und Holzrhode führen die Alp Strüssler wieder gemeinsam. Als Rhodmeister von Oberriet zeichnet Kaspar Herrsche.

Hutter

Wappen 'Hutter'

Landvogtsammann Conrad Hutter führte 1593 dieses Wappen.

Schreibweisen: Huter, Huoter, Hurter, Hueter, Hüeter, Huetter, Hutter.

Die Herkunft des Namens ist mit Sicherheit auf einen Träger oder Inhaber des 'Meierhutes' zurückzuführen. Dieser Meierhut war das Standesabzeichen der äbtischen Hofmeier oder Hofverwalter. Die Vermutung liegt nahe, dass der erste Hutter ein Vertrauensmann der von 1280 bis 1450 mächtigen und einflussreichen Familie Meier von Altstätten war. Die Meier hatten sich in kurzer Amtszeit aus dem bürgerlichen in den Adelsstand erhoben, was nicht durch ritterliche Tugenden, sondern aus rücksichtslosem Eigennutz geschah. Mit Kunigunde, der nachmaligen Gräfin von Neuburg, endete 1476 das stolze Geschlecht. Schon zu Lebzeiten wurde ein Vertrauensmann eingesetzt, der die Interessen der kinderlosen Familie zu wahren hatte. Die Wahl fiel auf Ulrich, genannt Huter, Bürger von Altstätten, der 1349 erstmals in Erscheinung tritt als Siegler von Urkunden mit gotischem Wappensiegel.

Frühe Hutter:

1349

Ulrich Huter besitzt eine Amtsgewalt (vieleicht vom Vater übernommen), die für eine bürgerliche Familie ein beachtliches Privileg bedeutet. Es ist nicht ausgeschlossen, dass diese Hutter mit Jecli und Cumi Huoter, Heinrich Huoter sel. Söhne, von St.Gallen, in Verbindung stehen.

1309

Letztere haben auf all ihre Rechte in Lüchingen zugunsten des Spitals zu St.Gallen verzichtet. Ist es Zufall, dass die Geschlechter der Hutter dort beginnen, wo der Niedergang der Edlen von Altstätten einsetzt? Beachtlich ist das Alter dieses Geschlechts von bald 700 Jahren, aus einer Zeit, wo die Führung von Siegel und Wappen nur den Adelsfamilien gestattet war. Bürgerliche Familienwappen aus dieser Zeit sind selten. Das Hutterwappen zählt nicht nur zu den ältesten Bürgerwappen des Rheintals, sondern auch der Eidgenossenschaft. Das Wappen der heute noch blühenden Familien blieb seit dem Stammvater 'Ulrich genannt Huter' (1349) bis heute unverändert (Vadiana St.Gallen).

Hutter in Oberriet mit spezieller Erwähnung:

1423

Rüdi Huter zu den Linden, Kriessern, hat mit denen von Kriessern Streit wegen eines Viehweges längs des Rheins. Rüdi war kein Leibeigener, er gehörte den Edlen von Ems, besass das Bürgerrecht von St.Gallen, 1423 beurkundet. Rüdi (Rudolf) gehörte zur Diepoldsauer Rhode, seine Brüder Hans und Konrad wohnten, wie ihr Vater, in Kriessern. Ein Sohn dieses Stammes war der berühmte Pfarrer Diepolt Huter.

1470

Ruedi, Ammann des Hans von Ems in Kriessern 1438.

1470

Walter Huter ab der Klus wird erwähnt.

1486

In der liste der Hofgenossen der Herrschaft Blatten stehen: Rudolf Huter, gesessen Zu Diepoldsau, Hans und Konrad Huter, gesessen zu Kriessern.

1531

Diepolt Huter, gebürtig zu Kriessern, Pfarrer zu Appenzell.

Theobald Hutter, von Montlingen, päpstlicher Familiaris 1505, von 1511 an als Pfarrer von Appenzell nachweisbar. 1511-1514 und 1520-1522 befand er sich mit dem Stifte St. Gallen, dem die Pfarrkirche in Appenzell inkorporiert war, im Streite um das Pfarreinkommen und den Bau des Pfarrhauses. Der gewandteste Gegner der Reformation im Lande Appenzell, erhielt er die inneren Rhoden beim Katholizismus, nahm offenbar in deren Auftrag an den Disputationen zu Baden und Bern teil; an letzterer trat er oftmals als Verteidiger der alten Lehre auf. Vor 1530 besass er die Pfarrei Montlingen, deren Widerstand gegen die Reformation ihm zuzuschreiben ist; 1534 wieder Pfarrer in Appenzell [HBLS-04].

1577

Konrad Hutter ist Gerichtsherr zu Kriessern.

1593

Conrad Huter, Landvogtsammann, führt das Siegel oben.

1700

Conrad Huetter, Hofammann, siegelt eine Urkunde.

1795

Hofammann Gabriel Huetter und Statthalter J. Weder, Diepoldsau, erreichen bei Abt Beda die Auflösung der Vogtsteuer und Frondienste um 1200 Gulden. Gleichen Jahres kauft alt Ammann Johannes Huetter, Diepoldsau, das Rossheumahd im Krummensee vom Kloster St.Gallen um 100 Gulden mit Zinspflichten an die beiden Pfarrpfründe.

Im Moos

Die Familie im Moos zog ab der Mitte des 15. Jh. im Gefolge von Beamten und Vögten ins Rheintal (vermutlich aus Sisikon). Sie stammte also vermutlich nicht aus dem Weiler Moos (Teil der Holzrhode), welcher auch zur Namensbebung hätte führen können. Die Familie ist in Oberriet ausgestorben.

Im Moos in Oberriet:

1461

Rüdi im Moß (erwähnt am 23. September 1461 und am 3. November 1462 in Streitsachen zwischen Altstätten und dem Reichshof Kriessern). (Quelle: Urkundenbuch Band 6 (1442-1463), Stiftsbibliothek St. Gallen). Im Index des Urkundenbuchs wird Rüdi im Moß als 'Hofammann z. Kriessern', resp. 'Ammann an dem Oberriet' erwähnt.

1555

Am 5. Juli 1555 steht zu Rudi im Moß im Oberriet: "6. Rudi im Moos im Oberriet begehrt, auf seinem Eigenthum eine Mühle zu bauen; er wolle hiermit niemand schädigen, doch die Sache nicht ohne Wissen und Willen der Oberen vollführen. Es wird nun beschlossen, der Landvogt soll verkünden lassen, dass Rudi im Moos eine solche Mühle bauen wolle; wenn dann niemand Einsprache erhebt und niemand Schaden dadurch erhält, so hat der Landvogt Vollmacht, den Bau der Mühle zu bewilligen und soll dann einen ziemlichen Zins darauf schlagen." (Quelle: Eidgenössische Abschiede). Im Index des Urkundenbuchs wird Rüdi im Moß als 'Hofammann z. Kriessern', resp. 'Ammann an dem Oberriet' erwähnt.

1566

Ruodi Moos, Lehensmann in Stainach, Riethgass, Imber, Hagen, Watt, Ob der Gass. Hans im Moos, Lehensmann in Steinmaad, Ob der Gass, Imber, Gamor. Ulrich im Moos, Lehensmann in Kobelwÿs ob der Gass, Grasmaad, Gamor. Jacob im Moos, Lehensmann in Eichwiserfeld. Hans im Moos, Lehensmann in Schwarzer Graben, Gamor. Rüedi im Môos, Lehensmann in Eichwiserfeld, Holzersmaad [LL-OBT-1566].

vor 1600

Ulrich, Jakob, Hans et al. (Quelle: Jahrtagbuch p. 57).

vor 1600

Anna (Quelle: Notizen zur Geschichte der Familie Benz).

~1620

Johannes mit Kindern Johannes und Barbara (Quelle: Taufbuch 1619, 1621).

~1650

Johannes mit Kindern Katharina und Jakob (Quelle: Taufbuch 1619, 1621).

Klein

Die Familie Klein ist in Oberriet ausgestorben.

Schreibweisen: Klen, Klenn, Klin, Klein.

Klein in Oberriet:

1566

Hans Klin, Lehensmann im Eichwiserfeld (Eichenwieserfeld). [LL-OBT-1566 100].

vor 1600

Leonhard Klenn, Schwäher und Schwieger des Hans Zäch und der Margaretha Hueter (Quelle: Jahrtagbuch p. 199).

~1700

Elisabeth Klen, Ehefrau des Ulrich Könis (Quelle: Jahrtagbuch p. 149).

1713

Barbara Kle[i]n (Quelle: Totenbuch 1713).

Kluser

Wappen 'Kluser'

Variante zum gleichnamigen Geschlecht im Wallis.

Schreibweisen: Cluser, Clußer, Klauser, Kluser.

Kluser in Oberriet mit spezieller Erwähnung:

1529

Hans Klauser ist Zeuge im Grenzstreit zwischen Hof Kriessern und Rüthi.

1532

Hans Clußer in Oberriet beteiligt sich am Bildersturm in der St.-Wolfgangs-Kapelle.

1563

Ulrich Klauser ist Hofvertreter im Streit mit den Endern, Kobelwies.

1602

Das Abkommen von Baden zwischen den Rheintalerhöfen von Anthoni Klauser, des Rats von Zürich und Landvogt zu Baden, wird unterzeichnet.

Kobler

Wappen 'Kobler'

Wappen leicht abgeändert nach Siegel des Johann Jacob Kobler, Müllers und Badmeisters Sohn, Kobelwies 1795.

Schreibweisen: Cobler, Kobler.

Das Wort 'kobil' bedeutet im Althochdeutschen 'Schlucht', aber auch 'Hügel' (engl. 'hill'). Im Mittelhochdeutschen stand 'kobel' für 'Felsenschlucht'. Prof. Hans Stricker (Universität Zürich): «Schweizerdeutsch "der Chobel" heisst 'überhängender Fels', aus mhd kobel 'Fels, Schlucht'. Das Wort stammt aus lat. cubulum 'kleine Lagerstätte' (von Tieren), im Rätorom. heisst es cuvel 'Höhle'. Koblen (bzw. Choblen) ist die Mehrzahl Dativ zu Kobel, also heisst "bei den Koblen" etwa 'beim Ort mit den überhängenden Felsen'. Der Namentyp kommt in der fraglichen Gegend recht häufig vor, auch in Vorarlberg.» Der Name hängt also wohl mit Koblen (Gemeinde Rüthi), Kobel, Kobelwald zusammen [HBLS-04].

Kobler in Oberriet mit spezieller Erwähnung:

1359

Adelheid, Johanns des Köhlers von Bernang Tochter.

1402

Die Brüder Wälti und Rüdi den Koblern, Bürger zu Feldkirch, betreiben (gemeinsam mit den Vettern Jos und Rudolf, die Meier von Altstätten) für die Edlen von Altstätten vier Hofstätten, Mühlen, Bleuel, Mühlstätten und Bleuelstätten zwischen den Stiegen und Kobelstein im Rehag.

1501

Diepolt Kobler von Rüthi eidet beim Gericht auf St. Valentinsberg.

1523

Melchior Kobler besitzt ein Alprecht auf Camor.

1544

Hans Bruder, gen. Kobiler, zu Bernang.

1555

Rudolf Kobler ist Vertreter der Rhode Rüthi beim Gerichtsentscheid über Grenzstreitigkeiten mit dem Hofe Kriessern.

1671

Kaspar Kobler, Hofammann, Jakob Kobler, Landvogtsammann, und Adam Kobler, Hofschreiber aus dem Hof Rüthi (Reuthe) bereinigen die Alpgrenzen mit dem Hof Oberriet.

1746

Jakob Kobler, Hard, Heini Jogg genannt, bereinigt die Waldgrenzen zwischen Oberriet und ob dem Hard.

1777

Kaspar Kobler, Wuhrmeister, Montlingen, und Rhodsvertreter, klagt, weil Messmer Mattli den Bach nicht machen will.

1795

Kobler Joseph ab dem Hard kauft vom Hof Boden 'im Löhle', bei Martis Bergle gelegen.

Das Geographische Lexikon der Schweiz schreibt (Abkürzungen hier ausgeschrieben): «Koblen (SG, Bez. Ober Rheintal, Gemeinde Rüthi): 470 m. Häusergruppe, zwischen dem Blosen und Blattenberg und an der dem linken Rheinufer folgenden Strasse; 2,8 km nördlich der Station Rüti der Linie Rorschach-Sargans. 20 kath. Einwohner. Obst-, Mais- und Kartoffelbau, Viehzucht. Stickerei. Vermutlich Heimat der Familie Kobler.»

Kolb

Wappen 'Kolb'

Nach dem Siegel des Diepolt Kolb von Oberriet 1518.

Schreibweisen: Kolb.

Der Name Kolb könnte vom althochdeutschen 'kolb' für 'Stab', 'Knüppel' abgeleitet sein. Das Wappen gibt den Hinweis, dass der Begriff vom 'Rohrkolben' abgeleitet sein könnte. Rohrkolben (auch 'Kanonenputzer') sind Wasser- und Sumpfpflanzen, welche in Feuchtgebieten dichte Bestände entwickeln können.

Der Mais wurde nach 1492 von Amerika eingeführt. Nach Mitteleuropa kam der Mais erst über den Umweg des Vorderen Orient. Da seine eigentliche Herkunft bereits in Vergessenhait geraten war, wurde er "Türkisch Korn" oder "türkischer Weizen" genannt. Im Rheintal hiess er schlicht "Türggen". Der Mais(-kolben) kann daher nicht als Herkunftsbezeichnung dienen.

Kolb in Oberriet mit spezieller Erwähnung:

1419

Anna Dierauer, Eichenwies, verkauft ihren Hof, der an Hansen Kolben Hof grenzt.

1442

Hans Kolb tritt als Zeuge auf für die in den 'Mäderen'.

1486

Konrad Kolb ist im Steuerrodel des Vogts aufgeführt.

1502

Hans Kolb, Altammann zu Rheineck, sitzt im Gericht im Streitfall der Schobinger (Hard) gegen den Hof Kriessern.

1507

Diepolt Kolb, äbtischer Vogt, vertritt die von Kriessern am Oberriet im Streit gegen die Ender, Kobelwies.

1652

Uli Kolb, genannt der Kriessner, am Oberriet Hofammann, verkauft an die Frühmesspfründ ein Gut auf der 'Suweid'.

1790

Fridli Kolbens Witfrau, Josef und Johann Kolbens Hofstatt liegt gegen die Blatten Häuser hinauf.

1795

Johann Kolb, Kölblis, kauft ein Stück Staudengereut am Semelenberg.

Kühnis

Wappen 'Kühnis'

Nach Siegel des Johannes Kühnis, Hofammann 1752.

Schreibweisen: Konis, Könis, Künis, Künnis, Küenis, Kühnis.

Kühnis in Oberriet mit spezieller Erwähnung:

1486

Ein Grundbesitz bei der Fähre stösst an Hans Künis Besitz.

1486

Künis Hansen Andreas ist im Steuerrodel eingetragen.

1555

Andreas Küness [HBLS-04].

1563

Hans und Andreas Künis als Abgeordnete des Hofes klagen gegen die Ender, Kobelwies.

1724

Gallus Könis, Oberriet, gehört dem Ausschuss an in der Einigung mit der Holzrhod wegen der Alp Strüssler.

1732

Johann Könis, Hofschreiber, beteiligt sich beim Setzen der Gerichtsmarken.

1752

Johannes Könis ist Hofammann in Kriessern am Oberriet.

1793

Jakob Könis, Richter, vertritt mit fünf andern die Holzrhode beim Aufteilen der Hofgüter unter die Rhoden.

1858-1912

Josef Franz Kühnis, von Oberriet, * 1858 in Walenstadt, † 1912 in Altstätten. Verdienstvoller Förderer des Feuerwehr- und des Turnwesens [HBLS-04].

Kuster

Kuster in Oberriet mit spezieller Erwähnung:

1523

Lienhart Kuster besitzt ein Alprecht auf Camor.

1566

Christa Custer, Lehensfrau in Hausen. Hans Custer, Lehensmann in Graüwe (zu Diepoltsauw). Hans Custer, Josen Sohn, Lehensmann in Greüe / Graüwe, Fendenwÿs [LL-OBT-1566].

1669

Jakob Kuster, Rhodmeister, ist bei der Vermarkung der Alpen Schwamm und Strüssler beteiligt.

1790

Johannes Kuster ist Hofammann von Diepoldsau.

1798

Jakob Laurenz Kuster, Präsident, nimmt als Ehrendelegierter des Rheintals an der Tagsatzung zu Frauenfeld teil, die das Rheintal als selbständiges Glied der Eidgenossenschaft anerkennt.

Langenegger

Wappen 'Langenegger'

Farbenvariante zum gleichnamigen Geschlecht in Appenzell Ausserrhoden.

Schreibweisen: Langenegger.

Langenegger in Oberriet mit spezieller Erwähnung:

1486

Der Langenegger ist auch auf der Liste beim Verkauf des Hofes an den Abt von St. Gallen um 1500 Gulden.

1529

Hans Langenegger tritt als Zeuge auf im Grenzstreit zwischen dem Hof und den Appenzellern.

1532

Ulrich Langenegger klagt mit andern gegen den Bilderstürmer Hans Hübschli.

1533

Obiger Ulrich Langenegger ist mit Rüdis Enis Reichshofvertreter, sie treten als Zeugen auf über den Zug des Hauptmanns Jakob Frei nach Oberriet. Ulrich ist auch Hofvertreter im Grenzstreit mit den vier Höfen.

1761

Martin Langenegger spricht mit zwei andern beim Abt vor betreffend 8 Gulden Steuern vom Lindenmahd an die Kirche Kriessern.

1778

Johannes Langenegger, Kirchenpfleger, erhält die Erlaubnis, das alte Bildkreuz auf seinem Boden durch ein "Kapellulein" zu ersetzen.

1793

Richter Johann Langenegger bespricht mit andern Hofvertretern das neue Reg1ement für die fünf Rhoden der Gemeinde Oberriet.

Loher

Wappen 'Loher'

Farbenvariante des gleichnamigen Geschlechts aus dem 15. Jahrhundert von Bregenz, jedoch ausgestorben.

Schreibweisen: Lohen, Locher, Loher.

Loher in Oberriet mit spezieller Erwähnung:

1362

Die Brüder von Ramswag verpfänden an ihre Schwester Kathrine Heinrich von Lohen ehliche Wirtin samt Gütern zu Kobelwald und ihre Fähre zu Blatten für 50 Mark gutes Silber.

1506

Alt Ammann Ulrich Locher tritt zweimal als Vertreter des Hofes auf im Grenzstreit mit Altstätten.

1512

Ulrich Locher, äbtischer Vogt zu Blatten, verhandelt mit Altstätten.

1523

Peter und Jörg Locher, Jack Locher sel. Kinder und die alt Locherin sind Alpgenossen auf Camor.

1577

Sebastian Loher sitzt im Gericht gegen die Ender, Kobelwies.

Lüchinger

Wappen 'Lüchinger'

Eichenwieser Stamm, nach Rudolf Lüchinger, Hofammann 1590, und Ulrich Lüchinger, Hofammann 1622. Wappen (siehe links): Mann mit Ruder. Später (Siegel von Hofammann Jakob Lüchinger, 1660): Mann mit Baum samt Wurzelwerk. Siegel von Hofammann Johann Jakob Lüchinger (1750-1805) aus dem Jahr 1780: Bauer mit Lüchnerstange.

Schreibweisen: Leuchinger, Leuhinger, Lüchinger.

Geschlecht der Gemeinde Oberriet, 1404 erstmals erwähnt, im 15. Jh. im Rheintal verbreitet, seit 1448 in Oberriet nachweisbar. In einem Zweige ging dort das Ammannamt während 280 Jahren von Vater auf den Sohn über. Wappen: in Gold auf grünem Boden ein wilder Mann [HBLS-04].

Lüchinger in Oberriet mit spezieller Erwähnung:

1486

Die Lüchinger besitzen ein Gut in den Ouen (Auen).

1501

Christian Lüchinger ist Gutsbesitzer im Isenried.

1577

Andres Lüchinger ist Richter im Streit mit den Ender, Kobelwies.

1583

Andres Lüchinger, Ammann am Oberriet, klagt den eidgen. Boten in Bern wegen Meiningen, die im Rhein drei neue Wuhren geschlagen hatten.

1602

Hofammann Rudolf Lüchinger vertritt den Hof in Baden im Streitfall mit den vier Rheintalerrhoden: Altstätten, Marbach, Balgach und Berneck.

1625

Alt- und Neuhofammann Ulrich Lüchinger verhandelt mit Appenzell wegen der Alp Sämtis und Wideralp.

1639

Richter Jacob Leuchinger bespricht sich mit den Appenzellern in gleicher Sache.

1639-1662

Jacob Lüchinger, Ammann von Oberriet (Sohn des Hofammann Rudolf Lüchinger) [HBLS-04].

1688

Jacob Lüchinger, Ammann von Oberriet (Sohn des Ammann Jacob Lüchinger - siehe 1639-1662) [HBLS-04].

1689

Hans Lüchinger, Ammann Melchiors sel. Sohn, untersteht nicht dem Tagmann, weil er der Pfarrei dienstbar ist.

1715

Johannes Lüchinger, Ammann von Oberriet (Sohn des Jacob Lüchinger - siehe 1688) [HBLS-04].

1743

Des "Schulmeisters Hofstätte" bei Antoni Lüchinger im Eichenwies ist an den Meistbietenden zu verkaufen.

1764

Hofammann Josef Lüchinger besiegelt eine Eingabe an den Abt.

1771

Alt Hofammann Johannes Lüchinger erhält in Frauenfeld die Bestätigung, von der Alp Sämtis keine Grasrechte ausser den Hof zu verkaufen.

1795

Johann Jakob Lüchinger, Ammann von Oberriet (Enkel des Johannes Lüchinger - siehe 1715) - er erwirkte die Befreiung der Gemeinde von Fall und Fastnachtshuhn [HBLS-04].

?

Johannes Lüchinger, Kreisammann und Administrationsrat von Oberriet (Sohn des Johannes Lüchinger - siehe 1795) [HBLS-04].

1816-1881

Jakob Lüchinger, Kantonsrat (Enkel des Johannes Lüchinger - siehe 1795) [HBLS-04].

1859-1933

Jakob Martin Lüchinger, Sohn des Jakob Lüchinger - siehe 1816-1881. Geboren am 14. November 1859, Ingenieur bei den Vereinigten Schweizerbahnen in St. Gallen 1886-1887, Oberingenieur der Firma Locher und Cie. in Zürich von 1905 an, war mit der Oberleitung von grosssen Wasserkraftwerken in Italien, Frankreich und Spanien betraut. Dozent an der ETH 1906-1913, u.a. Mitglied der eidg. Wasserwirtschaftskommission, der Schweizerischen Schiffahrtsexpertenkommission, verfasste Publikationen über hydraulische Akkumulierungs- und Pumpanlagen [HBLS-04].

Mattle

Wappen 'Mattle'

Variante vom Wappen der Wüst. Das Wappen des Hofammann Kaspar Mattle führt in der oberen Hälfte die Zeichen des Hofwappens von Kriessern (Löwe mit Baum), in der unteren Hälfte das Wüstwappen (doppelte Wolfsangel).

Schreibweisen: Matli, Matle, Mattli, Mattle.

Mattle in Oberriet mit spezieller Erwähnung:

1501

Fürsprech Hans Matli von Rüthi führt im Auftrag von Hofammann Zäch die Grenzverhandlungen mit Altstätten.

1529

Cunratt Mattli ist Zeuge im Grenzstreit der Alpen.

1607

Ully (Ulrich) Mattli, Kobelwald, Hofammann in Kriessern und Oberriet, verkauft an die Montlinger Frühmesspfründe von seinem Grundstück in Kobelwald.

1682

Im Namen der hochheiligsten Dreifaltigkeit gründen Jacob Mattlin und Anna Enisin eine Stiftung zugunsten Studierender und ehrlicher Handwerker. Beide waren mit Dekan Diepolt Huter, Appenzell, befreundet.

1640-1700

P. Dionysius, 1640-1700, Sohn des Jacob Mattlin (siehe 1682), Stiftsarchivar in St. Gallen 1675, Stiftsbibliothekar 1679, Küchenmeister in Wil 1684, Statthalter in Rorschach 1695, verfasste ein Trauerspiel und verschiedene Gedichte [HBLS-05].

1775

Alt Hofammann Mattli beteiligt sich im Streit um die Alp Sämtis.

1777

Johannes Mattli, Messmer, Montlingen, sollte vor seiner Hofstatt den Bach machen (instand halten).

Meier

Wappen 'Meier'

Wappen-Neuschöpfung 1956.

Schreibweisen: Meÿer, Meyer, Meier.

Meier in Oberriet mit spezieller Erwähnung:

1289

Die Meier von Altstätten verkaufen das Gut zum Raine, zwischen Montigel (Montlingen) und Blatten an das Kloster St. Gallen.

1400

Ein Meier von Oberriet ist Waldbesitzer an der Stieg, Rehag.

1492

Johannes Mayer, Priester des Johannesordens Feldkirch, quittiert den Empfang der jährlichen Zinsen von Gütern in Kriessern.

1486

Carl Caspar Meyer ist Vogt zu Blatten.

vor 1600

Jakob, Hans et al. (Jahrtagbuch p. 61).

Mesner

'Messmer' ist ein Geschlecht des St. Gallischen Rheintals (insbesondere der Gemeinden Rheineck und Thal).

Schreibweisen: Messmer, Mesner

Mesner in Oberriet:

1398

Hans Mesner von Montlingen [HBLS-04].

Mock

Die Familie Mock war in Oberriet zwischenzeitlich ausgestorben.

Schreibweisen: Monk, Monkh, Mock.

Mock in Oberriet:

vor 1600

Uli Monkh, Hans Monkh, Anna Monk / Mock (Quelle: Jahrtagbuch p. 87).

1703

Anna Monk / Mock (Quelle: Ehebuch 1703).

Muth

Vermutlich gehörten die Muoth zu den Kohlenbrennerfamilien im Rüschgraben bei Oberdorf im Kanton Solothurn. Die Familie Muth ist in Oberriet ausgestorben.

Schreibweisen: Muott, Muth.

Muth in Oberriet:

1663

Johannes und Tochter Barbara (Quelle: Taufbuch 1663).

Pfeiffer

Die Familie Pfeiffer ist in Oberriet ausgestorben.

Schreibweisen: Pfeÿffer, Pfeiffer.

Pfeiffer in Oberriet:

vor 1600

Hans Pfeiffer mit Kindern (Anna, Johannes und Jakob) und Maria et al. (Quelle: Jahrtagbuch p. 55).

Rohner

Wappen 'Rohner'

Wappen-Neuschöpfung 1956.

Schreibweisen: Roner, Rohner.

Rohner in Oberriet mit spezieller Erwähnung:

1522

Martin Roner vertritt die Hofleute als Fürsprech im Grenzstreit mit den Appenzellern am Camor und Forst.

1609

Konrad Roner nimmt mit Ammann Hans Hammerer als Vertreter von Marbach an einer Besprechung der Rheintalerhöfe teil.

1732

An einer Aussprache der Rheintalerhöfe wegen der Marken im Isenried ist Marbach mit Hofammann Ender und Statthalter Roner vertreten.

Schegg

Wappen 'Schegg'

Wappen-Neuschöpfung 1956.

Schreibweisen: Scheg, Schegg.

Schegg in Oberriet mit spezieller Erwähnung:

1456

Konrad Scheg ist Gutsbesitzer an der Holzhald, vermutlich am Montlingerberg.

1669

Johannes Schegg nimmt bei der Vermarkung von Alp Schwamm und Strüssler im Auftrag der Hofgenossen teil.

1777

Vor Gericht tritt Johannes Schegg, Schuhmacher, als Kläger gegen Messmer Mattli, Montlingen, auf.

1793

Bei der Zusamenkunft der Rhodsverwaltungen der Gemeinde Oberriet ist Joseph Scheg bei den Vertretern von Montlingen.

Stieger

Wappen 'Stieger'

Nach dem Siegel des Hofammann Hans Stieger 1532.

Schreibweisen: Stiger, Stieger. In Oberriet wurde der Name (bis zur Einführung der Zivilstandsämter) meistens 'Stiger' oder 'Stÿger' geschrieben.

Der Name wird vom Ortsteil 'Stig' bei Rehag abgeleitet.

Der Ursprung des rheintalischen Geschlechtes liegt im Hofe Stieg (früher Stig) in der Gemeinde Oberriet (in Kobelwald), wo die Stieger heute noch das weitaus grösste Geschlecht sind. Der Name kommt dort seit dem 14. Jh. vor. Wappen: in Gold ein schwarzer entwurzelter Eichbaum [HBLS-06].

Eine seit 1432 in der Stadt St. Gallen verbürgerte Familie Stiger erlosch dort 1821. Wappen: in Rot weisses Hauszeichen (links gerichteter Merkurstab mit Widerhaken) [HBLS-06]. Dieses Wappen ist ähnlich zum Wappen der 'Styger' in Schwyz!

Stiger, später Stieger, nennt sich eine seit 1419 genannte Familie in Ausserrhoden, die seit dem 16. Jh. in Hundwil verbürgert ist und sich von dort weiter verzweigt hat (in Stein: 'Styger'). Wappen: in Blau eine silberne Rose, überhöht von einem goldenen Hifthorn mit silbernem Riemen [HBLS-06].

Stieger in Oberriet mit spezieller Erwähnung:

1437

Im Jahre 1437 ist im Hofe Oberriet als Zeuge genannt Frick an der Stige. Hans Stiger ebenfalls.
Frühe Erwähnung der 'Stiger' / 'Stieger'.

1442

Ein Josef Stiger ist wohl sechs Jahre Knecht auf Blatten.

1486

Gertrud von Hörnlingen, Witwe des Jakob Mangold von Konstanz, verkauft Schloss und Herrschaft Blatten an Abt Ulrich VIII für 1500 rhein. Gulden. Im Steuerrodel sind aufgeführt (halb der Gertrud und halb Ulrich von Ramswag pflichtig): Frick Stiger (Kobelwald), Thoman Stiger (Schneiders Sohn an Stiegen), Frick Stiger, Hans Stiger, Heini Stiger, Konrad Stiger der alt und der jung und Frick (Thoman Sohn) - alle im Freienbach.

1523

Ulrich Stiegers Erben, Rüdi, Hans und der jung Häusli Stiger besitzen Alprechte auf Camor.

1530-1542

Hans, Ammann des freien Reichshofes Kriessern 1530-1532 und 1540- 1542, Landvogts-Ammann, wiederholt Schiedsrichter [HBLS-06].

1531

Hans Stiger, Ammann, und Stigers Hensi nehmen als Hofvertreter beim Schiedsgericht mit den Neugläubigen teil.

1532

Hans Stieger in Kobelwald beteiligt sich am Bildersturm in der St.-Wolfgang-Kapelle Obelrriet.

1662

Meister Hans Stiger, Balbierer (Haarschneider), Oberriet, Hofammann von Kriessern und Oberriet, schuldet der Frühmesspfründe Montlingen 300 Gulden, jährlicher Zins 1½ Gulden auf Martini.

Am 5. Mai 1650 und 29. Mai 1654 wird im Taufbuch Montlingen 'Hanß Stiger, Balbierer', als Taufpate genannt (vermutlich der Sohn des oben genannten Hans).

1724

Franz Stieger in Freienbach, Jakob Stieger, Josen Sohn Ulrich Stieger sind Vertreter der Holzrhode.

1755

Joseph Stieger, Organist, beteiligt sich mit den Hofvertretern an einer Aussprache in Frauenfeld wegen Entzug der Alp Sämtis durch die Appenzeller.

1793

Jakob Stieger ist ein Vertreter der Holzrhode bei der Versammlung der Rhodsausschüsse.

Thurnherr

Wappen 'Thurnherr'

Wappen-Neuschöpfung 1956.

Schreibweisen: Turnherr, Turnher, Thornher, Thumher, Thumherr.

Thurnherr in Oberriet mit spezieller Erwähnung:

1436

Bernhart Thurnherr, Kaplan in (Hohen-) Ems 1436; erwähnt in Oberriet 1486, in Berneck 1506, Balgach 1583 [HBLS-06].

1486

Lienhart Turnher und Heinrich Turnher stehen im Steuerrodel des Vogts.

1522

Jörg Turnherr und sein Bruder besitzen Alprechte auf Camor.

1551

Jörg Turnherr ist Hofvertreter im Grenzstreit mit Widnau.

1643

Der Landvogt zu Rheineck hat dem Hof von sich aus Lukas Thumherr zum neuen Landvogtsammann vorgesetzt, ohne ihre Vorschläge abzuwarten, wogegen die Hofleute protestieren.

1693

Hans Thurnherr, Hofammann in Widnau [HBLS-06].

1712

Hans Thurnherr, Ammann in Au [HBLS-06].

1790

Abt Beda verkauft an den Hof Oberriet Wald und Güter zu Blatten, wobei auch Ratsmitglied Johann Thurnherr zugegen ist.

1793

Zur Rhodsvertretung von Oberriet gehören auch Jakob Thornher und alt Seckelmeister Johann Thornher.

Weder

Wappen 'Weder'

Wappen-Neuschöpfung 1956.

Schreibweisen: Wider, Weder.

Weder in Oberriet mit spezieller Erwähnung:

1525

Gallus Wider, Hofmann zu Kriessern , verkauft dem Hofmann Franz Frig zu Bernang für 20 Pfund Pfennig Landswährung einen ablösbaren Martinizins von einem Pfund Pfennig aus seinem Acker im Hof Kriessern zwischen des Gotteshauses von Bregenz Gütern, Kaisers Erben, Henni Frig und der Straße an der Husserbünt. Quelle: Vorarlberger Landesarchiv - Hohenems, Reichsgrafschaft; Signatur: 8410.

1566

Jacob Wider, Lehensmann: Werd, Schobinger Feld, Sür [LL-OBT-1566 45].

1566

Hans Wider, Sohn des Sergius, Lehensmann: Graüwe, Mädli, Wÿs zu Diepoltsauw, Wÿs, Fendenwÿs [LL-OBT-1566 132].

1566

Uli Wider, Lehensmann: Grauwe, Eichenwisefeld, Fürmaad [LL-OBT-1566 192].

1605

Zinsbrief vom 11. Februar 1605 über 5 Gulden jährlichen ablösbaren Martinizins aus 100 Gulden Hauptgut für Hans Wider, Hofammann des freien Reichshofs Kriessern und Oberriet. Aussteller ist Christian Hugg am Fahr zu Widnau. Verpfändete Güter sind das halbe Fahr "Oberfahr", über den Rhein zwischen Widnau und Lustenau, mit allem Zugehör; und ein Acker im Werd an der Werdgassen. Sonstige Belastung: Das Fahr zinst dem Ammann Hagen jährlich 10 Schilling Pfennig und 2 1/2 Gulden nach Lindau, unbeschadet des jährlichen Schirmgeldes an die Hofamtleute; auf dem Acker ruhen an Jahreszinsen 6 Schilling Pfennig an den Rod und ein Pfund 5 Schilling Pfennig an die Erben Jakob Mesmers. Quelle: Vorarlberger Landesarchiv - Hohenems, Reichsgrafschaft; Signatur: 8732.

1669

Magnus Weder hilft bei der Vermarkung von Alp Schwamm und Strüssler.

1775

Der Hofdelegation in Frauenfeld, die für die Rückerstattung der Alp Sämtis durch die Appenzeller eintritt, gehört auch Ratsmitglied Jakob Weder an.

1793

Im Ausschuss der Ortsgemeinde Oberriet sitzt auch Richter Jakob Weder, der mit den andern Ortsgemeinden das Reglement berät.

1795

Der gleiche Hofvertreter unterzeichnet auch bei der Ablösung der Vogtsteuer.

Wegeler

Die Familie Wegeler ist in Oberriet ausgestorben.

Wegeler in Oberriet:

1531

Bildersturm: Jörg Dierauer, sein Sohn, zwei Wegeler, ein Lienhart Baumgartner, Hans Kluser, Bastian Gächter, Hans Stiger und Ulrich Zäch beraubten die Pfarrkirche in Montlingen und die St. Wolfgangskapelle in Oberriet ihrer Tafeln, Bilder und Kerzen und sonstigen Schmuckes.

vor 1600

Ammann Ulrich Wegeler (verheiratet mit der Anna Langenegger) mit den Kindern Hans, Anna uns Ursula (Quelle: Jahrtagbuch p. 201). Geschwister: Franz und Balt[h]as[ar].

Wiler

Die Familie Wiler ist in Oberriet ausgestorben.

Schreibweisen: Weÿller, Wiler.

Wiler in Oberriet:

1566

1566 Hans Wÿler, Eichwiserfeld, Fürwandt, Schwarzgraben, Lehen [LL-OBT-1566].

1658-1680

Anna Wiler und Vater Rudolph Wiler (Quellen: Taufbuch 1658, Ehebuch 1680).

~1670

Ulrich Wiler und Kinder

1672

Katharina Wiler (Quelle: Ehebuch 1672).

Wüst

Wappen 'Wüst'

Nach dem Siegel des Hans Wüst, Hofammann 1560. In allen alten Siegeln dieses Geschlechts wird das alte Wappen des Hofes Kriessern verwendet: Der Löwe am Baum. Die doppelte Wolfsangel im Schildfuss verwendet auch das Geschlecht 'Mattle'.

Schreibweisen: Wuest, Wüest, Wüst. Vor der Einführung der Zivilstandsämter wurde der Name in Oberriet meist in der Form 'Wüest' verwendet.

Wüst in Oberriet mit spezieller Erwähnung:

1452

Die Gebrüder Josef, Hans und Konrad Wüst, gesessen im Hof Kriessern, Eigenleute der Frau Clara von Ramswang, kaufen sich, ihre Weiber und Kinder frei um 40 Gulden Rhein. Währung [JH1878].

1461

Josef Wüst ist Ammann zu Kriessern.

1476

Hans und Konrad die Wüsten zinsen dem Hause Feldkirch vier Hühner.

1503

Jakob Wüst in Ammann (Quelle: Stiftsarchiv SG, Altstätter Urkunden).

1523

Hans Wüst besitzt ein Alprecht auf Camor.

1531

Josef Wüst vertritt den Hof bei den Reformationsverhandlungen.

1555

Hans Wüst, Amtsmann, im Alp-Grenzstreit mit Rüthi.

1555

Hans Wüst, Landvogtsammann, Hofvertreter im Streit mit den Schobinger.

1591

Hans Wüst ist Landvogtsammann von Kriessern.

1607

Jakob Wüst ist Ammann und siegelt als solcher eine Urkunde [JH1878].

1652

Hans Wüst, Brosis Sohn zu Montlingen, hinter der Burg, verkauft von seinen Gütern an die Pfarrkirche Montlingen.

1671

Ambrosi Wüst ist Hofammann zu Kriessern (Quelle: Stiftsarchiv SG, Altstätter Urkunden).

1722-1729

Die drei Wüsten Joseph, Landvogtsammann, Joseph, Seckelmeister, und Jakob haben Streit mit dem Abt von St. Gallen betreffend Leibeigenschaft.

1781

Quartierhauptmann Jakob Wüst, alt Hofammann von Oberriet, klagt in Frauenfeld wegen der vielen Strassenzölle.

1793

Seckelmeister Jakob Wüst, alt Hofammann, leitet die Zusammenkunft der Ortsverwaltungen der Gemeinde.

Zäch

Wappen 'Zäch'

Nach dem Siegel des Jakob Zäch, Ammann 1678, und Jakob Zäch, Hofammann 1740.

Schreibweisen: Zeh, Zech, Zäch.

Zäch in Oberriet mit spezieller Erwähnung:

1437

Am 14. Weinmonat 1437 wird der Fürsprech Bartholome Zech im Zusammenhang mit einem Streit um die Alp Unter-Kamor erwähnt [SZ1999].

1442

Es wird bezeugt, dass die Zächen Ulrich und Burkhart denen von Ramswag gesteuert und gedient haben.

1486

Gerold Zäch und noch einer sind im Steuerrodel eingetragen.

1501

Bei der Zeugeneinvernahme auf St. Valentinsberg vertritt Diepolt Zäch, Hofammann zu Kriessern, seinen Hof beim Grenzstreit.

1532

Ulrich Zäch wird angeklagt, beim Bildersturm in der St.-Wolfgangs-Kapelle mitgewirkt zu haben.

1601

Hans Zäch im Schachen, Ammann im Hof Kriessern und Oberriet, verkauft von seinem Acker in der Aichau eine Spende an die Pfarrpfründe Montlingen.

1625

Hans Zäch ist Alpmeister auf Sämtis und Wideralp.

1710

Quartierhauptmann Hans Caspar Zäch vertritt den Hof im Streit mit den Schneider in Kobelwies.

1732

Franz Zäch, Hofammann, und Hans Caspar Zäch bereinigen die Grenze im Isenried.

1793

Amtshofammann Johannes Zäch führt den Vorsitz bei der Versammlung der Gemeinde-Hofverwaltungen.

Zigerlig

Wappen 'Zigerlig'

Wappen-Neuschöpfung 1956.

Schreibweisen: Zigerli, Zigerling, Zigerlig.

Zigerlig in Oberriet mit spezieller Erwähnung:

1336

An das Kloster Salm wird ein Gut verkauft zu Juggen, zwischen Montlingen und Diepoldsau, das Küni Zigerlig und Witwe Hermann bebauen.

1486

Drei Zigerling sind im Steuerrodel des Vogts aufgeführt.

1523

Michael Zigerlis Tochter und Heinrich Zigerling besitzen Alprechte auf Camor.

1548

Ulrich Zigerlig ist Bevollmächtigter des Reichshofs Kriessern bei den Verhandlungen über die ersten Weingärten am Semelenberg.

1793

Richter Johannes Zigerlig vertritt die Rhode Montlingen beim Erarbeiten des Ortsgemeindereglements.

 
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Erstellt durch Daniel Stieger (letzte Nachführung am 3. Dezember 2017)